3. Spezial För Kölle - Ehrenamt für Vielfalt und Respekt
Shownotes
För Kölle heißt: Haltung zeigen und füreinander da sein. In dieser Folge treffe ich Detlef und Holger Mücke. Beide engagieren sich seit vielen Jahren für die queere Community, für Sichtbarkeit, Respekt und ein sicheres Miteinander – unter anderem beim ColognePride im Awareness-Team. Wir sprechen über Mut und Verantwortung, über Veränderung in Köln und darüber, was es braucht, damit Vielfalt nicht nur gefeiert, sondern im Alltag gelebt wird.
Hier geht's zum ColognePride: https://www.colognepride.de/
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und zur AidsHilfe:
https://www.aidshilfe-koeln.de/
Hier die Serientipps von Holger und Detlef:
Detlef empfiehlt die Serie "Pose"
Holger empfiehlt die Serie "Queer Eye"
"Queer Eye: Love Yourself. Love Your Life." -Porowski, Antoni, Tan France und Jonathan Van Ness https://www.booklooker.de/B%C3%BCcher/Angebote/isbn=9781984823939
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Transkript anzeigen
00:00:08: Hallo Weltverbesserer, dies ist der Podcast für alle, die positiv und gleichzeitig achtsam in die Zukunft gehen wollen.
00:00:15: Ein Podcast über Nachhaltigkeit, soziale Projekte und Innovation.
00:00:21: Abonniere doch unseren Kanal und verpasse keine weitere Episode des Weltverbesserer Podcasts.
00:00:50: Aber vor allem eins sichtbar macht.
00:00:53: Ehrenamtliches Engagement.
00:00:55: An den kommenden elf Tagen Vorwahl bei Fastnacht stelle ich euch jeden Tag einen Menschen vor, der sich ehrenamtlich für andere einsetzt.
00:01:03: Menschen, die Verantwortung übernehmen, Zeit schenken und oft im Stillen das tun, was unsere Gesellschaft zusammenhält.
00:01:11: Der Kölner Kerneval steht in dieser Session unter dem Motto Alarv, Madonna für Kölne.
00:01:18: Gemeint sind
00:01:19: die über zweihunderttausend
00:01:20: Menschen, die sich allein in Köln ehrenamtlich engagieren.
00:01:24: Unabhängig von Alter, Herkunft oder Lebensentwurf.
00:01:28: Sie sind das Rückgrat dieser Stadt.
00:01:31: Und sie stehen stellvertretend für Millionen Engagierte im gesamten deutschsprachigen Raum.
00:01:39: In diesem Podcast geht es nicht um Orden oder Bühnenauftritte, sondern um Haltung, Motivation.
00:01:45: Und um die Frage, warum tun Menschen das, was sie tun?
00:01:49: Ohne Bezahlung, aber mit Überzeugung.
00:01:52: Hört heute eine dieser Geschichten.
00:01:55: Für Kölle heißt Haltung zeigen und für einander da sein.
00:01:59: In dieser Folge treffe ich Detlef und Holger Möcke.
00:02:02: Beide engagieren sich seit vielen Jahren für die queere Community, für Sichtbarkeit, Respekt und für ein sicheres Miteinander.
00:02:09: Unter anderem beim Cologne Pride im Awareness Team.
00:02:13: Wir sprechen
00:02:14: über Mut,
00:02:14: Verantwortung, über Veränderung in Köln und darüber, was es braucht, damit Vielfalt nicht nur gefeiert, sondern auch im Alltag gelebt wird.
00:02:22: Schön, dass ich bei euch sein darf, ihr zwei.
00:02:24: Seit wann macht ihr das?
00:02:24: Seit wann seid ihr ehrenamtlich tätig und engagiert euch für dieses wichtige Thema?
00:02:28: Also, ich bin jetzt seit acht Jahren ehrenamtlich nicht nur beim Cologne Pride, sondern seit acht Jahren ehrenamtlich bei der EZF in Köln.
00:02:36: Und seit ... Drei Jahre jetzt beim Kolonbreit.
00:02:40: und
00:02:41: ja,
00:02:41: macht mega Spaß, was zu bewegen, nicht immer nur dabei zu sein, sondern ja, ein Teil davon zu sein.
00:02:49: Genau, genau.
00:02:50: Also vor drei Jahren hat das angefangen.
00:02:52: Wir waren auf der Suche, was Sinnstiftendes zu machen und da kann es sich so ergeben, dass wir dann mal eingeladen waren und haben dann gehört, dass der Kolonbreit ehrenamtler sucht und dachte, wir sind ja sowieso immer auf der Veranstaltung, also können wir uns das ja mal angucken.
00:03:06: Und haben dann auch ganz schnell gemerkt, so Detlefate da am Infopoint gestanden und hat da, glaube ich, vor seiner Aufgabe gefunden.
00:03:14: Also ist richtig gut in Fahrt gekommen.
00:03:16: Ich habe die Pride-Bänche verteilt und Spenden gesammelt und habe schon so nach kurzer Zeit gemerkt, diese Aufgabe gibt Identität.
00:03:24: Wir sind Teil dieser Bewegung und das ist ja genau das, was mir auch... Ich will mal sagen, auch Heilung bringt, weil es geht ja um uns.
00:03:32: Wir gehören jetzt zu dieser Community.
00:03:35: Und da war völlig klar, das machen wir jetzt immer.
00:03:37: Einfach
00:03:38: sichtbarer zu sein, sichtbarer und was zu bewegen.
00:03:42: Und gerade der Kolumb breit bewegt natürlich sehr viel.
00:03:46: Was ist denn das Awareness-Team?
00:03:48: Was müssen wir uns darunter vorstellen?
00:03:49: Ja, das Awareness-Team ist dafür da, dass es allen Besuchenden auf dem CSD sehr gut geht.
00:03:56: Also, wenn es Probleme gibt, dass wir so eine Anlaufstelle sind oder auch einfach über den CSD nachgucken, wenn man merkt, da geht es jemand nicht gut, den man anzusprechen, wie ist es?
00:04:06: Sag mal, vielleicht wie vor ist das dann schon morgens früh um acht oder neun Uhr schon, die Kittys vor der Bühne sitzen, weil sie abends da sehen wollen.
00:04:14: Und natürlich bei Hitze und ohne Getränke und und und, da haben wir so ein bisschen drauf zu achten, dass es den gut
00:04:20: geht.
00:04:21: Natürlich ist nicht nur für die Besuchenden, dass es den allen gut geht, sondern auch für den Vorstand dabei zu sein, für die anderen Ehrenamtler, für andere Teampartner, die da mit Runde sind oder Teamleitungen.
00:04:33: Ja, so dass sich jeder wohlfühlt und wenn es mal Probleme gibt, haben wir auch ein Erwärmeszelter mit Rohrraum, wo dann auch jemand mal zur Ruhe kommen kann.
00:04:41: Und ja, das Schöne ist, dass wir auch dieses Jahr uns auch noch vergrößern.
00:04:45: Wir kriegen ein zweites Zelt dabei.
00:04:48: Wir haben ja vierundzwanzig Voluntärs letztes Jahr gehabt, die uns unterstützt haben.
00:04:52: Und wir dürfen dieses Jahr sogar noch zehn Leute mehr reinholen ins Team.
00:04:56: Weil doch die Arbeit, wenn man es Arbeit nennen kann, doch sehr wertvoll ist, was wirklich allen viel mehr wert bietet.
00:05:04: Also, dass jeder sichtbar ist auf dem CSD und keiner sich zurückversetzen will.
00:05:09: Ja, und ich werde da vielleicht mal kurz ergänzen.
00:05:10: Also um das deutsche Zimmer, also awareness ist ja etwas, das ja bei uns hier in Deutschland auf Großveranstaltungen immer bekannt wird.
00:05:18: Das heißt eigentlich... dass auch unter vielen Menschen das auch schon mal zu Grenze überschreitungen kommen kann und Leute sich unwohl fühlen.
00:05:25: Und es geht vorrangig um die, die trafen sind, dass die wissen, sie haben Ansprechpersonen, sie können sich mal zurücknehmen.
00:05:33: Das ist bei queeren Menschen immer noch ein bisschen anders als beim Rest der Weltbevölkerung, weil die auch oft andere Bedürfnisse haben und Befindigkeiten und auch oft sowieso schon manchmal auch mehrfach stigmatisiert sind und da einfach auch einen höheren Bedarf haben.
00:05:49: Und wie Detep schon sagte, es kommt auch innerhalb der Community, gibt es immer Diskriminierung, manchmal auch unbeabsichtigt.
00:05:57: Und speziell auf dem Kolompath schaffen wir einmal diese Schutzräume für die Menschen, dass sie sich da, sag ich mal, wieder von frei machen können und dass sie eine Ansprechperson haben.
00:06:06: Wir richten uns komplett auch danach, was möchte die Person?
00:06:10: Nicht was wollen wir, sondern es geht ja um die Person selber.
00:06:12: Sie soll gesehen werden.
00:06:14: Und das ist auch der wichtigste Fokus, jeder soll sich gesehen fühlen.
00:06:18: Und darum setzen wir uns dafür
00:06:20: ein.
00:06:21: Super wichtige Aufgabe, aber hat das dann im Endeffekt den Höhepunkt?
00:06:25: bei der Cologne Pride und den Rest des Jahres habt ihr gar nicht viel zu tun.
00:06:29: oder habe ich das jetzt falsch verstanden?
00:06:32: Also sagen wir, der Höhepunkt ist natürlich klar, der CSD selber, aber wenn wir das ganze Jahr auszutun, weil wir ja in Vorplanung gehen, wir müssen ja gucken, was braucht man für nächstes Jahr, Nachbesprechungen, Organisationen für nächstes Jahr, wann machen wir die neuen Termine wieder frei, mit wem sprechen wir, gerade wenn jetzt sage ich mal Ende März wird ja das Portal freigeschaltet, wo die sich eher ein Amtler melden können, also die Voluntär ist.
00:06:57: Und mit denen telefonieren wir ja einzeln ab.
00:06:59: Sie müssen ja auch ins Team passen.
00:07:01: Man kann ja nicht einfach jeden da reinnehmen, sondern es sollte schon passen, der dann auch nachher noch eine Schulung mitmacht.
00:07:08: Das kommt ja auch noch zwischendurch, bevor es dann irgendwann zum CSD-Wochenende geht, wo dann der Höhepunkt ist, wo wir sechs bis achtzehn Stunden an Stand dabei unterwegs sind.
00:07:19: Genau, genau.
00:07:20: Das ist auch, wie gesagt, das ist auch so mit der wichtigste Punkt.
00:07:23: Also bei der Auswahl von den volunteers gucken wir halt schon.
00:07:27: Warum wollen die das eigentlich mal?
00:07:28: Was verstehen die da runter?
00:07:29: Und wir gucken auch so im Jahr, was machen denn andere auf Veranstalten, wo ja auch Urbanis ist?
00:07:35: Wie setzen die das um?
00:07:36: Was haben die vielleicht für Ideen, die wir noch nicht kennen?
00:07:38: Und wir erzählen auch gerne immer von uns.
00:07:41: Gut ist dafür auch immer gerne zu anderen CSDS zu fahren, die halt kleiner sind.
00:07:45: Sie sind oft immer für jeden dankbar, der mithilft, um mal so einen Austausch zu kommen und dann stehen ganz tolle Verbindungen.
00:07:51: Und ich glaube, dass sich daraus auch unterjährig auch noch ganz viel Netzwerken wird und auch noch so noch mehr wachsen wird.
00:08:00: Also wir machen das ja eigentlich vor allem für den Cologne Pride, aber für uns, unser Engagement als Mensch endet damit ja nicht, sondern es geht ja weiter.
00:08:09: Logisch, klar.
00:08:11: Nun ist das ja ein Ehrenamt und es geht ja in diesem Podcast auch ums Ehrenamt.
00:08:15: Was bedeutet für euch Ehrenamt?
00:08:17: Vielleicht persönlich für euch, aber auch für die Gesellschaft?
00:08:20: Also für mich bedeutet Ehrenamtamt sehr viel, dass ich mal der Gesellschaft was zurückgeben kann, ohne dass ich jetzt Geld dafür bekomme, sondern einfach für jemanden da zu sein, den zu unterstützen und ein Lächeln zurückzubekommen, dass dem anderen dann gut geht in dem Moment.
00:08:40: Das ist für mich die große Befriedigung bei einem Ehrenamt, weil ich weiß, es werden noch viel mehr Leute gebraucht.
00:08:46: und ich darf dann ein Stück bei unterstützen und das gibt mir viel Kraft und viel Energie, weil ich selber ein Leben lang mal gebraucht hätte und nie hatte und deswegen finde ich es gut, das jetzt geben zu dürfen.
00:08:59: Also, ich finde, der Name sagt ja schon Ehre.
00:09:01: Also, da schickt ja schon was drin.
00:09:03: Ich übersetze Ehrenamt immer gerne mit, ich engagiere mich für etwas.
00:09:08: Ehrenamt bedeutet eigentlich, ich habe noch einen Rahmen drum, weil es über einen Verein läuft oder über irgendeine Organisation.
00:09:14: Aber im Grunde genommen glaube ich, es ist schon etwas... Dass wir auch gesellschaftlich viel brauchen, weil auch Dienstleistungen, die man erwerben kann, nicht immer alles abdecken.
00:09:24: Auch in Arbeitsverhältnissen bekommt man nicht immer Entwicklungsraum, den man sich wünscht, aber man hätte vielleicht Kompetenzen oder Lust auf etwas.
00:09:31: Und in so einem Ehrenamt sind ja die Möglichkeiten eigentlich immer unbegrenzt.
00:09:35: Also da gerade, weil es ja nicht ums Geld geht, sondern es geht immer um eine Sache oder um Beziehung oder um Menschen.
00:09:42: Und es ist immer von ganz viel Freude geprägt, warum Menschen das auch tun.
00:09:47: Und weil es auch, glaube ich, für die Gesellschaft wichtig ist, dass man es
00:09:49: macht.
00:09:50: Denkt ihr denn, dass das Ehrenamt genug Aufmerksamkeit bekommt in unserer Gesellschaft und dass man auch genug Dank zurückbekommt?
00:09:57: Also ich würde mal sagen, von Menschen, die natürlich unmittelbar direkt damit in Kontakt kommen.
00:10:02: Bleiben wir mal bei dem Awareness-Beispiel.
00:10:05: Wenn da jetzt Menschen kommen, die sich unwohl führen oder irgendwas vorgefallen ist und man gibt denen eine Möglichkeit für ein Gespräch oder was sie halt gerade bedürfen, die sind immer total dankbar dafür.
00:10:15: Das ist für denen und für uns natürlich super in dem Moment.
00:10:18: Aber im Allgemeinen glaube ich, dass Ehrenamt als solches könnte gesellschaftlich oder auch in der Öffentlichkeit viel mehr Aufmerksamkeit bedeuten, wenn man zum Beispiel auch mal das genauso wie Werbespots in Fernsehen mal zeigt, was es für Aufgaben gibt und während Ehrenamt macht, dass das so inspirierend wirkt auf Menschen, dass sie sehen, ach guck mal, das könnte man ja machen und dass Leute darauf Ideen kommen.
00:10:42: Ich glaube, es gibt ganz viele Leute, die wollen was machen, aber die wissen noch nicht so wirklich.
00:10:46: Was?
00:10:47: Und nur einen Ehrenamtstag im Jahr reicht da nicht, um da mal gucken zu gehen.
00:10:51: Das kann man viel mehr anheben, weil das ist ja eigentlich immer was Schönes.
00:10:53: Jeder sagt immer auch, dass es aber schön, wenn man darüber redet.
00:10:56: Und das war es dann.
00:10:57: Da kann noch mehr passieren.
00:11:00: Also Sichtbarkeit finde ich auch, sollte noch ein bisschen mehr werden, weil ich finde, es gibt noch so viele Stellen, die noch umgesetzt sind im Ehrenamt, weil ja gerade das wirklich ganz, ganz wichtig ist.
00:11:11: Dankbarkeit sehe ich also auch, wie Horgrischan sagt, also von Leuten, die betroffen sind, gerade, sag ich mal, jetzt vom Kolumbral, klar, von einem CSD, aber auch, wenn ich bei der AIDS-Hilfe bin.
00:11:22: Und ich bin am Empfang bei der AIDS-Hilfe, wenn wir zum Test kommen.
00:11:26: Und du merkst dann so, wie die Leute angespannt rankommen und du kannst ihnen erstmal so ein bisschen die Angst wegnehmen und die Kinder mit einem Strahlen raus und aus Dankbarkeit wird dann schon mal was in die Spendendose getan und kommst auch schon mal ein nettes Wort zurück und danke, dass ihr da seid, dass ihr das macht, weil sonst würde das auch die Kosten explodieren und das kann ja heute keiner mehr auffangen.
00:11:50: Gut, da bekommt ihr also genug Dankbarkeit zurück.
00:11:52: Das ist ja schon mal eine tolle Sache.
00:11:54: Und nun ist ja dieses Jahr das Sessionsmotto des Kölner Karnevals, weist auch auf das Ehrenamt hin und möchte die Ehrenamtler ins Rampenlicht stellen und mal Danke sagen.
00:12:03: Wie findet ihr das?
00:12:04: Und könntet ihr einem nicht Kölner beschreiben, was eigentlich der Kölner Karneval für eine Bedeutung für uns hat?
00:12:10: Also ich glaube, ich kann das ganz gut.
00:12:12: Also erstmal, da ich ja aus Leverkusen komme, aber ich sage immer so, ich bin in Leverkusen geboren, als Kölner in Leverkusen geboren, sage ich immer so, weil mein Herz ist Köln, mein Leben ist Köln.
00:12:25: Ich liebe den Karneval in Köln über alles, weil das ist immer ein Herz von uns.
00:12:30: Und dass ich jetzt dann noch von diesem Festkomitee auch gesagt wurde, das geht jetzt mal um die Ehrenamtler, als Dankeschön.
00:12:37: finde ich wirklich mega, mega klasse Punkt.
00:12:39: Und da muss man auch mal Danke an das Kölner Festkomitee sagen.
00:12:46: Danke, dass ihr das auch mal ins Rampenlicht seht, dass auch mehr Menschen seht, was wir für eine aktuelle Arbeit leisten.
00:12:53: Genau.
00:12:53: Also ich habe die Frage auch schon mal nachgedacht.
00:12:57: Also der beste Weg ist natürlich einfach mal dabei zu sein und zwar vom Herzen, nicht vom Kopf.
00:13:01: Das ist ganz, ganz wichtig.
00:13:03: Man sagt ja auch mal Hauptsache, das Herz ist gut.
00:13:06: Also ich finde halt, Karin ist auch mal eine gute Zeit, um abzuschalten, weil man feiert hier einfach das Leben aus Freude.
00:13:13: Man sagt hier immer Spaß an der Freude, also die Lebensfreude wird gefeiert so.
00:13:18: Und das ist aber nicht nur Gaudi und nur Spaß, sondern es gibt ja auch mal ernste Momente, wenn sich politisch mal wieder irgendwas kommt, was Einfluss darauf nehmen möchte, das kommt ja immer wieder mal.
00:13:30: Dann ist es oft so, dass Halbköln geschlossen auf der Straße steht und Haltung zeigt, dass wir das nicht wollen.
00:13:36: Und das ist etwas, was ich finde, das habe ich noch nirgendwo so ausgeprägt erlebt.
00:13:41: Das macht mich und ich bin gebürtiger Kölner sehr glücklich zu so einer Gesellschaft zu gehören und das nämlich als Anlass und das weiterzutragen.
00:13:48: Und so sehe ich Karneval als Feier, dass wir das machen.
00:13:52: Genau.
00:13:53: Und das Zerschöne ist dabei.
00:13:56: Das Motto mit Donald für Kölner, das ist einfach für die Nicht-Kölner, das einfach zu sagen, kommt da einfach mal nach Köln, erlebt es und seid dabei und dann wird er merken, Köln ist ein Gefühl, wie man es so schön sagt und es ist der Zusammenhalt.
00:14:13: Also einfach, ja, man hält immer zusammen die ganzen Federn und, und, und, dass es einfach dieser Zusammenhalt, der da ist.
00:14:21: Und da geht mir die ganze Haut hoch.
00:14:23: Da schlägt mein Herz einfach höher.
00:14:25: Deswegen sage ich als Leverkusen, ich bin Kölner.
00:14:30: Bei mir ist es ungefähr andersherum gewesen.
00:14:31: Ich bin in Köln geboren, aber meine Eltern sind dann nach Leverkusen gezogen, weil mein Vater in Düsseldorf gearbeitet hat.
00:14:37: Also ich kann das verstehen, was du da hattest.
00:14:42: Ja, natürlich.
00:14:43: Selbstverständlich sind auch nur Menschen.
00:14:46: Da komme ich dann direkt mal zur nächsten Frage.
00:14:47: Was ist denn euer Liebster Karnevalssong und warum?
00:14:50: Boah, das ist echt eine schwierige Frage.
00:14:52: Also, ich bin ein großer Fan von Black Fizz, obwohl ich viele andere auch mag.
00:14:57: Also einer, der mir spontan einfällt, ist ja mir brauche Kenner, der uns zählt, wie man faste Laufen für ihre Date.
00:15:03: Der ist ja eigentlich total feierlich und man denkt so, ja klar, das ist so, man sinkt das so nebenbei.
00:15:08: Aber ich weiß, dass die Blackfors auch gerne mal politische Themen aufgreifen und eigentlich genau das beschreiben, dass wenn jemand kommt und sagt, so jetzt ist mal Schluss mit der Party hier, das ist dann heißt, nein, das Leben geht weiter und Leben geht in Freude besser als in Trauer oder in sonst was.
00:15:23: Wir machen das hier schon richtig und dann brauchen es keiner sagen.
00:15:26: Das machen wir schon seit zweitausend Jahren so und es funktioniert.
00:15:33: Also ich komme jetzt nicht wie das Lied heißt, es geht ja um die Nationalitäten der Menschen, die
00:15:38: sich
00:15:39: stammenbaumen.
00:15:39: Genau.
00:15:41: Das ist für mich das Lied, weil das beschließt ja alles, ob ich Kölner bin, ob ich Leverkusner bin, ob ich Düsseldorfer bin, wenn ich da reinkomme.
00:15:50: Das ist egal, wer ich bin, sondern ich bin der Mensch und der Mensch, der so leben und einfach mal abschalten und Spaß haben.
00:15:58: Also ich habe auch viele Freunde in Düsseldorf, das war eben natürlich auch mal wieder nur ein Scherz, wie das oft so ist.
00:16:03: Nun habt ihr ja schon einige Jahre, ich sag mal... Engagement für die Community hinter euch.
00:16:10: Was ist die schönste Errungenschaft?
00:16:12: Was ist das Schönste, wo ihr denkt, so, da hat sich schon viel getan und das ist besser geworden?
00:16:16: Also jetzt haben wir große Errungenschaft.
00:16:18: Ich ist jetzt klar, das Erwärmesthemen, was wir vor erst Jahr gegründet haben.
00:16:21: Also wir haben das Konzept dazu geschrieben.
00:16:23: Wir haben den Plan dazu geschrieben.
00:16:25: Wir haben mit dem ganzen Vorstand gesprochen, weil die kam auf uns zu der Kolumbraut und hat uns gefragt, ob wir das machen würden, weil sie es uns zutrauen.
00:16:32: Dann haben wir erstmal Überlegt, ja, aber eigentlich nach einer Stunde war uns klar, ja, das ist unser Baby und das wollen wir machen.
00:16:41: Das ist für mich eine ganz große Bedeutung, weil ich habe noch Zeiten erlebt, wo es nicht so schön war in Köln, also auch als schwuler Mensch in Köln, dass ich durch die Straßen mal geprügelt worden bin und verfolgt worden bin und, und, und.
00:16:55: Und jetzt einfach ein Stück für Sicherheit mehr mit sorgen kann und auch was bewegen kann, gerade mit dem Kolumbrail, weil es ist ... so ein großer Verein.
00:17:05: und ja und wir sind weltweit in der Welt, der glaubt vierte oder fünfte größte CSD und Europa größter CSD und das hat eine Wahnsinns-Bedeutung und ja ich will so viel oder mit meinem Mann zusammen so viel Kraft und Energie dafür reinsetzen, dass wir noch ganz ganz viel bewegen können, damit nicht wieder die Zeiten zurückkommen, die wir mal hatten, weil das wünsche ich kein Menschen deswegen.
00:17:32: Und ich glaube auch, das ist auch etwas, was ich mich damals auch sehr überrascht hatte.
00:17:36: Ich kannte mein erstes CSD, war Anfang der Neunziger auf dem Neumarkt mit achtzigtausend Menschen und da war schon total viel.
00:17:42: Und das Jahr darauf waren es auf einmal eine Million und das ist seitdem so geblieben.
00:17:46: Und ich dachte, wow, und habe aber nie das hinterfragt.
00:17:49: Und ich glaube, aber es hat auch damit zu tun, weil man in Köln eben das, was ich eben meinte, diese Grundhaltung hat.
00:17:54: Man feiert das Leben und man sieht auf einmal, oh, super da.
00:17:58: Da kommen auch Leute auf die Straße, auch wenn es eigentlich was politisches ist, aber es wird halt positiv zelebriert.
00:18:04: Man hat ja nie das Gefühl, man ist auf so einer trockenen Demo, sondern man geht gerne hin, weil man halt einfach Spaß am Leben.
00:18:10: Deswegen hält sich dieses Volumen an Besuchenden auch so aufrecht.
00:18:15: Und das glaube ich auch, dass viele, wir haben ja in den letzten paar Jahren auch viele kleinere CSTs im Umland besucht.
00:18:22: Und ich glaube, die waren alle irgendwann mal hier und haben irgendwie gesagt, Das ist so toll.
00:18:26: Ich nehme da für dieses Gefühl mit nach Hause, ich will das zu Hause auch.
00:18:30: Bei mir muss ich noch sagen, ich bin ja jetzt, werde ich jetzt siebenundsechzig, also meine ersten CSD in Köln, da muss ich sagen, was ich, keine Hundert Leute so ungefähr, und ich stand noch versteckt in der Ecke, weil ich damals auf dem Bau gearbeitet habe.
00:18:45: Klar, in so einem kleinen Dorf hier groß geworden bin, buss nicht out, buss nicht auffahren.
00:18:50: Und heute bin ich froh, dass ich einfach Da stehen kann, kann sagen, ich bin so und wenn er mit Problemen hat, dann gehen wir anders hin.
00:18:58: Aber ich bin hier und ich bleibe hier und ich werde mich stark machen dafür.
00:19:01: Ich finde super, dass ihr das macht.
00:19:04: Gibt es denn für euch in eurem Ehrenamt auch Herausforderungen, so kleine Hürden, die ihr immer wieder bemerkt, von denen ihr erzählen könnt?
00:19:13: Ja, man könnte ja manchmal meinen.
00:19:16: dass, wenn man in der Community ist, dass alles sehr familiär ist, aber auch untereinander gibt es oft sehr viel Diskriminierung.
00:19:25: Was mich früher damals, als ich mehr als einfünfzig, also mit zwanzig in der Köln, also in die Szene gekommen, habe ich euch gedacht, warum, wieso eigentlich?
00:19:33: Eigentlich müssten doch alle zusammenhalten.
00:19:35: Also ich bin halt Idealist.
00:19:37: Aber da sind noch Dinge zu tun.
00:19:40: Ich glaube, das ist auch nicht unbedingt aus Bösewilligkeit oder Absicht, sondern auch jeder queere Mensch, gerade die älteren, kommen ja aus Verhältnissen, wo sie oft auch keine queere Vorbilder hatten.
00:19:53: Und den ganzen Tag immer mit Ich sag jetzt mal vorsichtig, hetronormativen Gesellschaftsvorstellungen geprägt wurden, ob sie wollten oder nicht, noch bevor sie überhaupt einen Bewusstsein für sich selbst bekamen.
00:20:05: Und das kann auch manchmal zu unbewussten Verletzungen geführt haben.
00:20:09: Und die gibt man dann natürlich, solange sie unbewusst sind, auch weiter.
00:20:13: Und eigentlich will man das gar nicht, wenn man erst mal dahinter gekommen ist.
00:20:17: Das ist ja oft so.
00:20:19: Und ich habe glücklicherweise ein Freund mit dem ich heute noch darüber geredet habe.
00:20:22: Mir wird das immer klarer und deswegen ist es auch so wichtig, das was wir machen, auch unterjährig einfach vorzuleben, weil für uns ist die Community eine Familie und ist jetzt wichtiger denn je.
00:20:36: So.
00:20:37: Ich als Herausforderung finde eigentlich ist, dass... Der Kolonbreit auch mehr Unterstützung braucht, also auch finanzielle Unterstützung, sei es also neue Mitglieder oder Sponsoren oder Spenden und so, weil natürlich wir könnten als Erwärmestheem auch größer wachsen.
00:20:56: noch mehr anbieten.
00:20:58: Aber wir müssen ja auch immer zusehen, das kostet ja alles Geld, ein Zelt kaufen, das Inventar da drinnen und und und.
00:21:05: Und da ist es eigentlich ganz wichtig, vielleicht auch den einen oder anderen Mal so einen Anspruch zu geben und zu sagen, unterstützt den Kolumbbreit, geht auf die Seite vom Kolumbbreit e.V.
00:21:15: und guckt mal nach, wird mitgelegt, macht eine Spende wie auch immer, weil davon leben wir, davon können wir alle gemeinsam stark werden und können auch weiter unser Ehrenamt ausführen.
00:21:26: das ist natürlich auch, weil wir machen es ja finanziell frei, aber trotzdem braucht der Verein ja viel viel Geld, weil die ganze Veranstaltung kostet Massen.
00:21:35: Und da ist es ganz gut, auch da man aufruft zu machen und zu sagen, trittet er einfach mal als Mitglied allen, kostet nicht viel, ein Jahresbeitrag sind von acht und vierzehn Euro, ich denke man kann sich jeder irgendwo erlauben und das als Spende oder sonst was und ihr seid wieder ein Teil vom Ganzen.
00:21:53: Eine sehr schöne Idee und sehr schöne Aufruf.
00:21:54: darauf wollte ich nämlich eh noch zu sprechen kommen.
00:21:56: Was können Leute machen, die das jetzt mit Begeisterung hören und die sagen toll die zwei.
00:22:00: Ich möchte auch was machen.
00:22:02: Ich möchte auch mitwirken.
00:22:03: Also zum einen können sie spenden über die Homepage wahrscheinlich am besten.
00:22:07: Was gibt es noch für Möglichkeiten vielleicht sich auch zu engagieren, wenn man hier aus der Region kommt?
00:22:11: Also ich würde auf jeden Fall sagen mal auf die Internetseite gehen vom Cologne Pride, also Cologne Pride.de.
00:22:16: Jetzt, wo es früher losgeht, also spätestens ab April, werden ja auch wieder Portale freigeschaltet für die Volontäisten.
00:22:23: Da gibt es ja nicht nur das Awareness-Bereich, sondern man kann ja auch, wenn man sagt, ich kann mir das jetzt nicht vorstellen, aber es gibt ja auch andere Ehrenamtche-Aufgaben, wo immer Leute gesucht werden.
00:22:31: Und es wird in der Regel jedem immer eine Tür aufgemacht, weil man sich ja darüber freut.
00:22:36: Und ansonsten Kolumband hat auch manchmal mehrere Tage im Jahr, wo es so einen offenen Abend gibt.
00:22:41: Da kann man auch hingehen, aber es wäre gut, sich dann erst mal dazu melden, damit man überhaupt informiert bleiben kann.
00:22:45: oder auch über Instagram.
00:22:47: Die haben ja auch soziale Kanäle, wo man Infos bekommt.
00:22:50: Also das wird ja auf jeden Fall Anlaufstellen nehmen, wenn es jetzt genau das sein soll.
00:22:55: Genau.
00:22:55: Und dann letztendlich findet man uns dort ja dann auch.
00:22:59: Genau.
00:23:01: Das hört sich gut an.
00:23:02: Nun habt ihr schon sehr viel erzählt über... Dankbarkeit, die euch entgegenschlägt über Momente, die ihr erlebt habt während eures Ehrenamts.
00:23:09: Ich stelle eigentlich auch immer die Frage, gibt es eine besondere Geschichte, die euch besonders im Kopf geblieben ist oder besonders herzerwärmt war, die ihr mit eurem Ehrenamt verbindet.
00:23:18: Habt ihr da noch eine Geschichte, die ihr mit uns teilen wollt?
00:23:21: Ja, ich denke mal, da sind schon ein paar.
00:23:23: Also ich kann mich jetzt letzten Sommer daran erinnern, dass es kommen ja sehr viele Leute in die Stadt, also auch aus anderen Communities und wir hatten auch den... Mr.
00:23:33: Fetisch Nordrhein-Westfalen da, der auch mit anderen Mr.
00:23:37: Fetischen, ich weiß nicht, ob das die Mehrzahl ist, aber auch teilweise von Österreich und sonst woher.
00:23:42: Und die sind alle extra zu unseren Stand gekommen.
00:23:44: Ich war auch gerade da und hat auch extra quasi auch uns beworben, dass wir das jetzt hier machen.
00:23:49: Und ich fand das auch schon eine sehr hohe Auszeichnung, wenn das gesehen wird.
00:23:54: Also wenn man auch uns hier sieht, weil letztens haben wir ja auch eine Geschichte, die dadurch heilt.
00:23:59: Das ist ja, die da hat ja auch mal einen persönlichen Antrieb.
00:24:01: Warum macht man das eigentlich?
00:24:03: Und für mich so stelle ich das fest.
00:24:06: Bei mir bringt das in meiner Seele auch vieles in Ordnung, was vorher einfach nie gelebt hat.
00:24:12: Und jetzt kommt es endlich zum Blühen.
00:24:14: Und das ist ja auch ein Dank, wenn man so will.
00:24:17: Und du hast ja auch noch ein paar schöne Sachen.
00:24:20: Ja, was ich nur sehr schön finde, ist einfach alle Volontäres, die uns letztes Jahr unterstützt haben, bis auf hier in zwanzig an der Zahl.
00:24:29: super glücklich nach diesen drei Tagen waren und gesagt haben, ob sie nächstes Jahr bitte wieder dabei sein dürfen.
00:24:36: Und wir treffen uns natürlich auch mal außerhalb des CSD, einfach mal auf dem Weihnachtsmarkt gehen oder sonst irgendwas.
00:24:43: Und das finde ich eine große Anerkennung, dass sie gesagt haben, an diesen drei Tagen ist man ja auch schon mal ein bisschen im Stress.
00:24:51: Passt auch mal nicht, dass eine Wort oder man muss mal ein bisschen strenger sein.
00:24:54: Aber die hat dann alle gesagt, ihr habt das so super gemeistert.
00:24:57: Und wenn man eine Führung übernimmt, dann muss man auch mal ein anderes Wort nehmen.
00:25:01: Also von da aus finde ich das schon mega klasse.
00:25:05: Ja, dann hat man letztes Jahr, das wohl eine Frau irgendwie zusammengebrochen und wo sie schon alle gedacht haben, ihr ist verstorben und der Mann saß daneben fix und fertig.
00:25:17: wurde dann im Krankenwagen abgeholt und dann ist es so, dass der Mann da bleiben musste, weil die Tochter, wo er mitgefahren ist und der war fix und alle.
00:25:26: Den haben wir mit ins Erwärmniszelt genommen und ich dachte, ob er mitkommen möchte, mal kurz Erholung.
00:25:31: Ich war dann so froh, da da einfach da in den Zelten mal auf die Liege sehen konnten, sich mal durchschnaufen konnten, mit panetten Worte mal aufheitern konnte, bis dann der Anruf aus dem Krankenhaus kam, dass die Frau über einen Damm ist.
00:25:45: Es war wohl ein elektrischer Anfall mit, keine Ahnung, mit Zuckerschock alles zusammen.
00:25:51: Und die haben einfach happy glücklich aufgestanden jetzt.
00:25:54: Dann hat sich bedankt, es geht nicht mehr.
00:25:56: Wollte uns dann auch noch fünfzig Euro geben, wo ich die gesagt habe, nein, bitte, das geht gar nicht.
00:26:01: Also solltet ihr irgendwo hingeben, aber bitte nicht dafür.
00:26:05: Oder auch die Kittys, die vor der Bühne gesessen haben, wo ich gesagt habe.
00:26:10: Die haben nur Alkohol getrunken und es war heiß gewesen.
00:26:13: Und dann hab ich einfach ein sechster Park Wasser geholt und hab den Hähnichelbser und bitte trinkt das.
00:26:18: Und dann kam dann irgendwie, oh, der ist ja süß.
00:26:23: Aber das ist da einfach schön.
00:26:25: Aber ich habe ihn natürlich auch vorher gefragt, ob ich ab und zu nachgucken kann.
00:26:29: Weil es uns halt wichtig ist, dass es ihnen auch gut geht und es dir den Abend erleben.
00:26:33: Ja, schön.
00:26:35: Toll.
00:26:36: Ich frage meine Interviewgäste immer nach einem Buchtipp, weil ich total gerne lese und mich immer freue, was ich für tolle Buchtipps bekomme und was für ein buntes Allerleiter so zusammenkommt, sind aber eigentlich immer gute Sachen dabei.
00:26:46: Und deswegen möchte ich auch euch fragen, habt ihr in letzter Zeit was Gutes gelesen, was euch inspiriert hat?
00:26:51: Und habt ihr da ein Buchtipp für uns?
00:26:56: Die Bücher sind erhältlich bei Buchlucker.de, dem Marktplatz für Bücher.
00:27:03: Da ich wirklich total faul bin im Lesen, kann ich wirklich gar nicht sagen, dass ich einen Buchtipp habe, aber ich habe einen super Serientipp, den eigentlich jeder queere Mensch sich einfach mal angucken sollte oder auch jeder heterosexuelle oder weiß ich was für Menschen mal angucken sollte, die Serie heißt POS.
00:27:22: Da geht es mal wirklich drum, wie es mal an den Anfängen war in der Schulenwelt.
00:27:28: Und es geht da um transsexuelle, schwach zu auch noch, die es ja noch schlimmer hatten als unser eins, der hellhörtig war, der konnte ja schon viel verstecken.
00:27:38: Und das ist so bewegend.
00:27:40: Also wir haben die Serie, glaube ich, hier schon sieben Mal geguckt und das geht ja wirklich über mehrere Tage, weil... Und jedem, dem man es empfohlen hat, den hat es wirklich fast das Herz zerrissen.
00:27:51: Und ich sitze heute noch, wenn ich diese Serie hier sehe, dass ich kommen atmen kann, weil es wirklich wieder an dem erinnert, was mal war, wo wir jetzt stehen, aber wo es auch wieder hingehen kann, wenn wir nicht aufpassen.
00:28:07: Also das ist wirklich, sollte sich jeder mal angucken.
00:28:12: Genau, also dem den Tipp kann nämlich auch wirklich nur sehr anschließen, also das hat mich auch wirklich sehr bewegt und auch das war eigentlich auch so die diese Inspiration oder diese Schwingung, die mich nicht mehr losgelassen hat, selber mal zu gucken, ich habe selber noch ganz viel Potenzial, das noch nicht gelebt wurde und dadurch ist eigentlich auch diese Idee gekommen.
00:28:31: Ich muss was tun.
00:28:32: Ich habe da so viel Zusammenhaltung und Familie und Community gesehen.
00:28:37: Das war das, was ich auch wollte, aber eben auch, wie es mit anderen Menschen geht.
00:28:42: Wir leben ja hier in Köln auf einer super rosen, glitzer Insel und es gibt keinen Ort der Welt, wo es queere Menschen besser fühlen können.
00:28:50: Aber weil ich das auch noch hier kenne... kannte ich auch nichts anderes.
00:28:53: Und ich habe dadurch erst mal gemerkt, wie gut es uns geht und dass es noch lange nicht allen so geht.
00:28:59: Und in anderen Städten und in anderen Ländern sollen es anderen Leuten ja auch gut gehen.
00:29:03: Ich meine, die können gerne zu uns kommen, aber die wollen ja zu Hause auch es schön haben.
00:29:08: Und das war für mich, wo ich gemerkt habe, ich muss jetzt was tun.
00:29:12: Und ich bin jetzt nicht mehr zwanzig, sondern ich bin jetzt über vierzig und ich will Suche weiß.
00:29:15: Und dadurch kam irgendwann die Idee, Mensch, wir haben, ich bin ja Mitglied schon so lange.
00:29:20: Wir könnten doch jetzt eigentlich auch mal hier was machen, so ist das so, nach und nach hat sich das entwickelt.
00:29:25: Ja, und guck mal, jetzt entweder haben wir eine Awareness Team für eine Million Festveranstaltungen, so wie das gekommen ist und jetzt machen wir ein Podcast zusammen.
00:29:33: Ansonsten kann ich auch noch gerne empfehlen, also Post läuft auf Disney+, kann man ja ruhig sagen.
00:29:38: Und auf Netflix läuft gerade die letzte Staffel von Queer Eye.
00:29:45: Das ist auch etwas sehr inspirierendes, wo es ja auch um fünf schwule Männer geht, die jemanden helfen, wieder das Leben in Ordnung zu bringen und auf die Beine zu kommen.
00:29:54: Also ich will jetzt nicht so viel verraten.
00:29:56: Aber es kann mich mal sehr ans Herz gehen und es zu sehr Welten verändern.
00:30:03: Ja, ja, genau.
00:30:04: Das würde ich einfach empfehlen.
00:30:06: Super.
00:30:07: Vielen Dank.
00:30:07: Und da ihr ja für mich Weltverbesserer seid, diese Krone müsst ihr euch jetzt mal überstülpen lassen, möchte ich euch natürlich auch fragen, habt ihr Ideen, wie die Welt ein besserer Ort werden könnte?
00:30:18: Wenn ich euch jetzt mal sage, ihr habt drei Wünsche frei, was würdet ihr euch wünschen?
00:30:22: Mir liebe für alle Menschen, dass wirklich jeder mal in sich guckt und auch mal selber überlegt, was für Worte ich benutze, die verletzend sein kann.
00:30:35: Weil das ist für mich seit ein paar Jahren mehr Wert geworden auf Worte zu achten.
00:30:41: Weil Worte können genauso schlimm verletzend sein wie Schläge und wirklich auch mal den anderen zu lieben, auch wenn er einen Fehler gemacht hat.
00:30:50: Und ja, das ist für mich so, ich glaube, ja, Liebe ist eigentlich alles, wo man auch in Köln sagt, für Liebe gibt es kein anderes Wort, weil Liebe was besonderes ist, was sie die ganze Welt bewegen kann.
00:31:05: Genau, also drei Wünsche, wenn ich viel wäre, auf jeden Fall wünsche ich mir, dass Menschen sich wieder Zeit nehmen für das Miteinander und das bedingt auch natürlich auch mehr immer in sich schauen, auch andere Menschen wieder als Menschen sehen, dass die auch nur nach Glück und Frieden und ein schönes Leben sich sehen und jeder das aber auf eine andere Weise macht.
00:31:27: Manchmal klappt es halt sehr gut, manchmal sind Leute aber auch unbeholfen und hätten vielleicht aber gerne jemand, der ihnen das mal zeigt oder vorlebt.
00:31:36: Und wenn man Dinge gut kann oder man hat einfach ein gutes Gefühl, dann einfach machen und nicht fragen, was andere davon meinen könnten oder sich mit anderen messen und vergleichen.
00:31:47: Ich habe auch irgendwann entschieden, ich mache jetzt einfach was und wusste noch nicht mal was.
00:31:53: Aber ich war klar, ich wollte das und alles andere ist dem dann irgendwann gefolgt.
00:31:57: So ist das halt gekommen und ich weiß, dass das bei anderen auch so ist.
00:32:02: Wir sind da keine Ausnahme, sondern wenn man wirklich auf sich hört, wirklich, was man wirklich erleben will, sollte man einfach danach leben und schon verändern sich Verhältnisse und man hat so viele Möglichkeiten zu wachsen und zu geben und auch zu bekommen.
00:32:16: Das ist ja auch mal ganz wichtig und schon steht viel mehr Frieden und Harmonien.
00:32:19: Das wünsche ich mir.
00:32:21: Und vielleicht noch was mal gut sagen kann.
00:32:24: Und dafür, um das zu erleben, eignet sich besonders der Akkulopat und der Kölner Karneval, weil das wird nämlich da gefeiert.
00:32:32: Genau, das will ich aussehen, dass auch die Menschen mehr die Vereine mal unterstützen sollen.
00:32:37: ob es jetzt der Kolonbreit ist, ob es alle Preise hier drumherum sind, ob es die Erzhilfen sind und und und weil die ja auch mehr knapsen müssen, gerade die Erzhilfe hat so viel gestrichen, die kriegt und das ist wirklich gerade die Erzhilfe so eine wichtige Organisation in unserem Leben, die wirklich vielen Menschen Anlauf bietet, Anlaufstellen bietet, die die Tests so günstig teilweise auch für Leute, die kein Geld haben, auch... kostenlos anbietet.
00:33:05: und und und und da sind so viele Menschen, die so viel Gutes tun und wir brauchen, die EZV braucht das Geld.
00:33:12: Genau wie alle CSD-Foreine und und und.
00:33:15: Und auch die neu gegründet werden.
00:33:17: Und wir haben ja gehört, dass jetzt auch Langenfeld neu gegründet wird.
00:33:22: Und das ist auch so die kleinen Dommarum.
00:33:24: Mehr Achtung geben, weil auch da muss mehr sich bei Kiting kommen.
00:33:28: Total super.
00:33:29: Ich danke
00:33:30: euch ganz herzlich.
00:33:31: Ihr seid ein tolles Team.
00:33:32: Ihr seid für mich große Vorbilder mit eurem Engagement.
00:33:34: Das macht ihr richtig toll.
00:33:35: Bitte macht weiter so.
00:33:36: Gebt damit
00:33:37: niemals auf.
00:33:38: Und schön, dass ihr hier in diesem Podcast wart.
00:33:40: Aber du möchtest noch was sagen, Detlef.
00:33:42: Genau.
00:33:43: Und das Schönste, wir sind dieses Jahr vom Kolumbreit im Kölner Rosenmontag zu.
00:33:49: Gruppe, siebensechzig A dabei.
00:33:51: Kommt hin
00:33:52: und jubelt
00:33:53: uns zu.
00:33:54: Das würde uns mega, siebensechzig A, Kölner Rosenmontag zu.
00:33:58: Wir freuen uns auf euch.
00:34:00: Ich bin dabei.
00:34:01: Erst mal mit der Kamera und am Ende auch privat.
00:34:03: Also, ich werde zweimal auf euch zukommen.
00:34:06: Und möchte dann natürlich auch ein... von euch haben.
00:34:10: Ja, prima.
00:34:10: Vielen lieben Dank.
00:34:11: Ja, und auf
00:34:12: bald.
00:34:13: Danke.
00:34:13: Danke auch und alles Gute.
00:34:19: Diese Episode war eine von elf Folgen des Weltverbesserer Podcasts spezial für Köln.
00:34:26: Ich hoffe, sie hat Menschen aus Köln genauso inspiriert wie alle anderen.
00:34:31: Hört auch in die anderen Episoden rein, die alle in den elf Tagen Vorweiberfastnacht erscheinen und jeden Morgen um elf Uhr elf online gehen.
00:34:39: Wie immer findet ihr natürlich alle Informationen und Links zu diesem Projekt in den Show-Notes.
00:34:45: Hat es euch gefallen?
00:34:47: Fühlt ihr euch inspiriert?
00:34:48: Bewegt?
00:34:49: Habt ihr Verbesserungsvorschläge für mich?
00:34:52: Dann schreibt mir gerne.
00:34:53: Auch die E-Mail-Adresse findet ihr in den Show-Notes.
00:34:56: Abonniert doch den Weltverbesserer Podcast.
00:34:59: Dann verpasst ihr keine Episode mehr.
00:35:01: Teilt, liked und kommentiert diese Folge des Weltverbesserer Podcasts.
00:35:06: Ich würde mich sehr freuen.
00:35:07: Vielen Dank dafür.
00:35:09: Bis bald, eure Bilder.
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