5. Spezial För Kölle - wenn Nachbarschaft Fahrt aufnimmt
Shownotes
Heute treffe ich Hans Betzing, der sich ehrenamtlich für die Kölsch Hätz Nachbarschaftshilfe engagiert.
Er schenkt älteren Menschen Zeit, Gespräche und Bewegung – unter anderem, indem er sie mit der Fahrradrikscha von „Radeln ohne Alter“ durch Köln fährt und so Stadt, Erinnerungen und Begegnungen wieder miteinander verbindet.
Hier geht's zu Kölsch Hätz: https://www.koelschhaetz-im-veedel.de/start/
https://www.facebook.com/profile.php?id=100069773840854&locale=de_DE
Radeln ohne Alter:
https://www.instagram.com/roakoeln/
Hier mein Buchtipp:
"Der Rikscha-Fahrer, der das Glück verschenkt" - Biyon Kattilathu https://www.booklooker.de/B%C3%BCcher/Angebote/isbn=9783833869501
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Ihr habt Feedback, Themen oder Verbesserungsvorschläge? Meldet Euch gerne unter: weltverbesserer@gernhardtmedia.de
Transkript anzeigen
00:00:08: Hallo Weltverbesserer,
00:00:10: dies ist der Podcast für alle, die positiv und gleichzeitig
00:00:13: achtsam in die Zukunft gehen wollen.
00:00:15: Ein Podcast über Nachhaltigkeit, soziale Projekte und Innovation.
00:00:21: Abonniere doch unseren Kanal und verpasse keine
00:00:23: weitere Episode des Weltverbesserer Podcasts.
00:00:50: Aber vor allem eins sichtbar macht.
00:00:53: Ehrenamtliches Engagement.
00:00:55: An den kommenden elf Tagen Vorwahl bei Fastnacht stelle ich euch jeden Tag einen Menschen vor, der sich ehrenamtlich für andere einsetzt.
00:01:03: Menschen, die Verantwortung übernehmen, Zeit schenken und oft im Stillen das tun, was unsere Gesellschaft zusammenhält.
00:01:11: Der Kölner Karneval steht in dieser Session unter dem Motto Alarv, Madonna für Kölne.
00:01:18: Gemeint sind
00:01:19: die über zweihunderttausend
00:01:20: Menschen, die sich allein in Köln ehrenamtlich engagieren.
00:01:24: Unabhängig von Alter, Herkunft oder Lebensentwurf.
00:01:28: Sie sind das Rückgrat dieser Stadt.
00:01:31: Und sie stehen stellvertretend für Millionen Engagierte im gesamten deutschsprachigen Raum.
00:01:39: In diesem Podcast geht es nicht um Orden oder Bühnenauftritte, sondern um Haltung, Motivation.
00:01:45: Und um die Frage,
00:01:46: warum
00:01:47: tun Menschen das, was sie tun?
00:01:49: Ohne Bezahlung, aber mit Überzeugung.
00:01:52: Hört heute eine dieser Geschichten.
00:01:55: Hans Betzing engagiert sich ehrenamtlich für Kölsch Herz, die Nachbarschaftshilfe.
00:02:02: Er schenkt älteren Menschen Zeit, Gespräche und Bewegungen.
00:02:05: Unter anderem, indem er sie mit seiner Fahrrad-Rickshaw von Radeln ohne Alter durch Köln fährt.
00:02:12: und so Stadt, Erinnerung und Begegnung wieder miteinander verbindet.
00:02:17: Hallo, lieber Hans.
00:02:18: Schön, dass ich dich hier heute treffe.
00:02:20: Seit wann machst du das denn ehrenamtlich und wie bist du überhaupt dazu gekommen?
00:02:24: Ja, ich mache das jetzt seit fast vier Jahren.
00:02:27: Ich bin dazu gekommen über eine gute Freundin, die Eddie, wenn ich das erwähnen darf, die auch nach ihrer aktiven Zeit bei Kölschitz angefangen hat und die wusste, dass ich Rad fahre.
00:02:40: und auch ein kleines Projekt mache, quer durch Köln, Kreuzung quer durch Köln und dann kann ich das beides miteinander verbinden.
00:02:48: Was genau passiert da an so einem typischen Ehrenanstag bei dir?
00:02:53: Ja, ich kriege Informationen und wenn ich abholen darf, an dem Mittwoch ist das meistens für zwei bis drei Stunden hier in Nippes Weidenpech, da hole ich dann Zwei Menschen ab, die wahrscheinlich noch nie gefahren sind, aber die sind immer sehr begeistert.
00:03:11: Vorher schon nervös natürlich ein bisschen, aber die fahre ich dann hier durchs Fädel.
00:03:17: Die erste Kundin, die ich hatte, die war über neunzig und die habe ich dann auch noch mal dort zum Einkaufen gefahren.
00:03:26: Also ganz nette Geschichten, die sich da so entwickeln.
00:03:30: Wie lange gehen die Touren denn dann so ungefähr und wo fährsten du so lange durch Köln?
00:03:34: Ja, die Touren dauern zwei bis drei Stunden.
00:03:38: Ich hole die Menschen noch ab von zu Hause oder von irgendeinem Heim oder dergleichen.
00:03:45: Und ja, ich frage immer, wo sie gerne hinmöschen.
00:03:49: Und die meisten wünschen sich die Flora oder an den Rhein.
00:03:53: Ich bin aber auch schon quer durch Nippes gefahren.
00:03:57: Wie schön.
00:03:57: Und ich nehme an, ihr redet dann auch miteinander.
00:03:59: Wie ich eben gesehen habe, hat deine Rikscha zum Glück auch ein... E-Motor, also du schaffst es zwischen dem Atmen auch noch mal ein Wort zu sagen, oder?
00:04:06: Ja, auf jeden Fall.
00:04:07: Also die Damen oder Herren, die erzählen dann von ihrem Ortsteil, dass sie länger nicht mehr raus waren, wo sie gelebt haben, was sie so tun.
00:04:17: Also da erfährt man so die ganze Lebensgeschichte.
00:04:20: Das ist schon sehr interessant.
00:04:22: Das finde ich sehr, sehr toll.
00:04:25: Was genau treibt dich an, dich für andere so zu engagieren?
00:04:28: Du hast eben gesagt, du hast das nach deiner aktiven Zeit, also eventuell dann mit Start der Rente begonnen?
00:04:34: Nein, Ehrenämter mache ich schon viel viel länger.
00:04:36: Das ist irgendwie so in der Familie schon länger und ich habe daneben auch noch einen Ehrenamt in einem Jugendwohnheim oder auch in der Eigentümergemeinschaft tätig.
00:04:50: Aber das hier, das erfüllt mich mit mehr Freude, ganz ehrlich.
00:04:54: Und ich hoffe, dass das noch lange so weitergeht.
00:04:58: Wo du so ein erfahrener Ehrenamtler bist, bekommst du genug zurück für deine Tätigkeit, die du da so erfüllst?
00:05:04: Ich meine, als Ehrenamtler macht man das ja unentgeltlich und man setzt seine Zeit ein, man setzt seine Energie ein.
00:05:10: Hast du das Gefühl, dass du dafür
00:05:12: auch genug zurück erhältst?
00:05:13: Ja, bei der Rikscha auf jeden Fall.
00:05:15: Also das mag man, wie gesagt, schon vorher, wenn ... Die Damen und Herren einsteigen und das ist während der Fahrt auch, was da zurückkommt.
00:05:25: An Gesprächen, an Lebenserfahrungen, die ich gerne aufnehme und natürlich zum Schluss, wenn sich alle herzlich bedanken.
00:05:34: Es wird auch ein bisschen gespendet.
00:05:35: Manchmal fahren wir auch zum Bäcker, zum Gonditor und essen ein Stück Kuchen oder einen Kaffee.
00:05:44: Und das macht einen sehr stolz und das ist eine tolle Anerkennung.
00:05:50: Schön, dass freut mich, dass du da auch was zurückbekommst.
00:05:52: Nun läuft ja deine Rikscha-Aufgabe über Kölsch Hetz.
00:05:56: Und die haben das Motto Nachbarn, helfen Nachbarn.
00:05:58: Wie wichtig ist Nachbarschaft?
00:06:01: Ja, das ist schon sehr wichtig.
00:06:02: Ich sehe das bei mir selber.
00:06:03: Ich habe eine Wohnung mit über vierzig Nachbarn und da muss man sich schon gegenseitig helfen.
00:06:10: Das ist schon sehr wichtig.
00:06:11: Das ist glaube ich so das Hauptmerkmal.
00:06:15: Dann lege ich schon sehr wert drauf, der Zusammenhalt muss stimmen, der Respekt untereinander und nur wenn man in der Kommunikation bleibt, dann hat man auch ein gutes soziales Umfeld.
00:06:28: Das kann ich nur unterstützen.
00:06:29: Kolch Hetz ist ja hier eine Organisation aus Köln.
00:06:32: Kannst du uns ein bisschen über die Organisation erzählen und vielleicht auch, warum das so typisch Kolch ist, dass es hier sowas gibt?
00:06:40: Ja, ich kann in der Tal gar nicht so viele zählen.
00:06:43: Ich bin eigentlich Richterfahrer, aber trotzdem weiß ich, die machen einen guten Job.
00:06:48: Nachbarschaftshilfe heißt, sie fahren auch wirklich dahin, hoffen die Menschen an, kümmern sich, wenn was ist, also auch telefonisch manchmal, aber auch vor Ort.
00:06:59: Das ist auch sehr wichtig gerade im Alter, den sozialen Kontakt weiterhin zu pflegen und dass man weiß, dass irgendwo jemand ist, der mir zuhört und auf den ich mich verlassen kann.
00:07:14: Ist das was, was du mit Köln stark verbindest, dass man sich so hilft und nachbarschaftlich so miteinander sozialisiert ist?
00:07:21: Oder ist das was, was du denkst, das gibt es in jeder Stadt?
00:07:24: Ein Stück weit gibt es in jeder Stadt, aber hier in Köln finde ich das schon sehr ausgeprägt.
00:07:31: Das fängt schon in der Jugend an und geht über Sportvereine und Gesellschaften.
00:07:37: Nachbarschaft ist wichtig, also Vereine.
00:07:41: Das habe ich immer hier kennengelernt.
00:07:44: Ja, in einem sehr großen Umfang und wenn ich so Touristen mit denen ins Gespräch komme, dann höre ich immer wieder diese Offenheit hier, diese Herzlichkeit.
00:07:54: Also das kann ich wirklich nur unterstützen.
00:07:58: Und das spiegelt sich ja auch im Kölner Karneval, was ja auch unser Thema ist.
00:08:02: Wie würdest du einem, der nicht aus Köln kommt, erklären, was der Kölner Karneval ist?
00:08:06: Ja, da habe ich lange überlegt.
00:08:08: Das kann man einem kaum erklären.
00:08:11: Ich sage immer, man muss es mitmachen.
00:08:13: Man zieht denjenigen mit, der kriegt, sagen wir einfach halber, kriegt er eine Pappnase auf und dann geht's los.
00:08:21: Das kann man wie gesagt nicht mit Worten fassen.
00:08:24: Das ist ein Lebensgefühl.
00:08:26: Wenn man hier wie ich jetzt so lange hier wohnt, dann ist das so eingeimpft.
00:08:32: Also dass ja vielleicht auch ein Aufruf kommt einfach alle nach Köln und probiert es mal aus wie es ist.
00:08:36: Nun geht es ja in dieser Karnevalssession ums Ehrenamt, denn das Motto der Session heißt Alarv medunnet für Kölle und da soll das Ehrenamt so ein bisschen ins Rampenlicht gestellt werden.
00:08:47: Den Ehrenamtlernen soll halt ein bisschen Dankbarkeit entgegen kommen.
00:08:52: Warum ist das besonders wichtig, dass es so ein Karnevalsmotor gibt dieses Jahr?
00:08:56: Ja, wir sind schon recht gut aufgestellt, was die Ehrenämter betrifft, aber... Da die Mittel des Staates oder auch der Kommunen der Gesellschaft immer weniger werden, ist das natürlich umso wichtiger, dass wir wieder neue Menschen generieren, die Lust haben, die motiviert sind, so einen Ehrenamt auszuführen.
00:09:18: Es schließt ja immer die Lücke, die andere hinterlassen.
00:09:22: Und es fördert auch die eigene Entwicklung, finde ich, als Ehrenamtler.
00:09:26: Das ist auch schon sehr wichtig.
00:09:28: Auf jeden Fall.
00:09:28: Insofern ist es super wichtig, dass man auf die Ehrenamtler ein bisschen mehr eingeht.
00:09:32: Und das jetzt im Karneval finde ich auch eine ganz tolle Sache.
00:09:34: Kommen wir nochmal zum Karneval.
00:09:36: Was ist dein Lieblings-Karnevals-Song und warum?
00:09:41: Wenn der Trömmelschi geht.
00:09:43: Das ist der Klassiker, der wird immer gespielt, wenn es losgeht am Irften.
00:09:48: Und wenn ein Tor fällt im Stadion hier in Köln?
00:09:52: Ja, super sympathisch, sehr schön.
00:09:53: Du bist ja auch im Karneval aktiv.
00:09:55: Du bist in der Karnevalsgesellschaft hier in Nippes, richtig?
00:09:57: Ja, ganz genau, bei der Nippes-Herbergerin.
00:10:00: Und ich bin sicher, dass du da auch nicht die Füße still hält, sondern auch einen Ehrenamt innehast, oder?
00:10:05: Ich habe gehört, du bist Kassenprüfer und machst noch
00:10:07: was?
00:10:08: Ja, neben dem Kassenprüfer bin ich noch stellvertretender Vorsitzender im Ehrenrat.
00:10:14: Und da schlichten wir Konflikte zwischen Vorstand und Mitglieder, die es natürlich ganz, ganz selten gibt, Gott sei Dank.
00:10:22: Aber das sind so die zwei Sachen, die ich gerne für die Gesellschaft tue.
00:10:29: Ich habe das Gefühl, du machst so viel eher ein Ämter, dass du schon fast vergessen hast, was du alles machst, mein Lieber Hans.
00:10:35: Genau, so ist das.
00:10:36: Ja, manchmal wächst einem das ein bisschen über den Kopf, aber... Ich bin dann trotzdem irgendwann wieder gut motiviert und freue mich dann auf die nächsten Dinge, die da auf mich zukommen.
00:10:46: Und beim Rikschauffahren kann man wahrscheinlich schön die Gedanken schweifen lassen und auch mal Kraft tanken,
00:10:50: oder?
00:10:51: Auf jeden Fall.
00:10:52: Also man ist draußen, man spürt so die Stadt auf sich verrücken, dann die Rikschauffahrer, die dann Fahrerinnen und Fahrer, die da mitfahren.
00:11:05: die erzählen ihre Lebensgeschichten und da ist schon die ein oder andere tolle Geschichte dabei.
00:11:11: Was mich in dem Zusammenhang noch interessieren würde, wie wirst du denn von den Kölner Verkehrsteilnehmern so aufgenommen?
00:11:17: Also wird das akzeptiert?
00:11:19: Ist du da die Straße oder den Fahrradweg mal kurz blockiert?
00:11:21: Sind die Leute die gegenüberfreundlich?
00:11:23: Ich nehme an, wir sind hier in Köln, oder?
00:11:25: Die sind fast immer freundlich.
00:11:27: Also das kann ich wirklich nicht bemängeln.
00:11:29: Man begrüßt uns härtlich und daumen hoch.
00:11:33: und lächeln.
00:11:35: Also wunderbar.
00:11:37: Schön.
00:11:38: Gibt es denn in deinem Ehrenamt für dich auch Herausforderungen, mit denen du umzugehen hast?
00:11:44: Ja, die gibt es auch jetzt nicht direkt hier bei Kölsch.
00:11:48: Jetzt, aber in anderen Ehrenämtern, das sind schon Herausforderungen in der Form, dass man gewisse Strukturen nicht mehr findet, die man neu beschaffen muss.
00:11:59: Dann wie gesagt, die Gelder fehlen manchmal.
00:12:02: Und ja, man ist nicht immer einer Meinung, das ist auch eine Herausforderung zu überzeugen, was der richtige Weg ist.
00:12:09: Das sind so die Hauptgründe.
00:12:12: Ja, das kann ich verstehen.
00:12:14: Was würdest du dir denn für die Zukunft des Ehrenamtes wünschen?
00:12:16: Vielleicht gibt es ja auch gesellschaftlich oder politisch irgendwelche Faktoren, die geändert werden könnten, dass vielleicht das Ehrenamt ein bisschen mehr gefördert wird?
00:12:25: Ja, auf jeden Fall mehr zuhören, weniger diskutieren.
00:12:30: Das sind wichtige Sachen.
00:12:31: Ja, motivieren.
00:12:33: Die Menschen motivieren das zu tun, mehr Anerkennung.
00:12:37: und ja, so grundlegende Sachen halt, die man erwartet, wenn man so ein Amt ausführt.
00:12:47: Wenn uns jetzt Hörerinnen und Hörer zuhören und die sagen so, boah, was der Hans da macht, das finde ich ja total klasse.
00:12:53: Vielleicht können die sich ja auch einbringen.
00:12:55: Was können die machen?
00:12:56: Ich habe gehört, ihr sucht Rikschafahrer.
00:12:58: Vielleicht gibt es ja auch andere Ehrenamtbereiche bei Kölsch Hetz, bei denen man sich noch engagieren könnte.
00:13:03: Wohin muss man sich wenden?
00:13:04: Vielleicht kannst du mal einfach sagen, wie die Homepage heißt oder wo man sich hinwenden kann.
00:13:08: Ich denke, da hast du bestimmt ein paar Informationen, oder?
00:13:11: Auf jeden Fall.
00:13:13: Man kann also auf die Homepage Kölsch Hetz minus imfädel.de oder einfach in der Mail schreiben an info.atkölschhetz.de.
00:13:24: Wir haben natürlich auch viele Telefonnummern.
00:13:27: die auf der Homepage zu finden sind, ja, das sind so die wesentlichen Informationen.
00:13:35: In den Schaukästen hängen Informationen, an denen man sich wenden kann, ja, das sind so die wesentlichen Quellen.
00:13:45: Und man kann entweder seine Zeit einbringen, so wie du das so wunderbar machst.
00:13:48: Man kann natürlich auch spenden, wenn man ein paar Euro zu viel hat oder ein paar Euro abgeben möchte, dann ist das natürlich auch sehr gerne gesehen.
00:13:54: Und wie du schon gesagt hast, es gibt es eigentlich auch in jeder Stadt.
00:13:56: Also es ist jetzt nicht nur auf Köln bezogen, sondern sowas ähnliches wie Kölschhets gibt es wahrscheinlich auch in Hamburg oder München.
00:14:02: Also wenn da jemand aus einer anderen Stadt sich engagieren möchte, da findet ihr mit Sicherheit auch im Internet irgendwas, wenn ihr das mal in die Suchmaschine eingebt.
00:14:09: Ich frage
00:14:09: eigentlich alle meine Interviewgäste immer nach einer besonders schönen oder besonders herzerwärmenden Erinnerung, die sie an ihr Ehrenamt haben.
00:14:18: Welche Geschichte magst du denn mit uns
00:14:19: teilen?
00:14:21: Ja, das war sozusagen meine erste Rikscha-Fahrerin, die Efi.
00:14:27: Die habe ich auch zu Hause öfters besucht.
00:14:31: Die wohnt hier in der Nähe und wir sind zwar auch viel Rikscha gefahren, aber wir haben auch viel bei ihr zu Hause gesessen, weil sie an dem Tag keine Lust hatte oder was auch immer.
00:14:43: Und dann haben wir halt erzählt, Kaffee getrunken.
00:14:47: Das waren schon sehr nette Erlebnisse und da hat sie wusste, dass ich nicht verheiratet war.
00:14:51: Da hat sie gesagt, dann wärst du ja wieder zum Heiraten frei.
00:14:56: Mit einem kleinen Schmunzeln.
00:14:58: Ja, das war eine sehr nette Geschichte.
00:15:01: Ich hoffe, sie ist noch fit und wir können nochmal zusammen irgendwann mal fahren.
00:15:06: Habt ihr den Kontakt gerade so ein bisschen verloren?
00:15:09: Ja, sie ist ein Heim und da ist der Kontakt etwas verloren gegangen.
00:15:13: Ich weiß im Moment nicht, wie es ihr geht, aber ich drück ihr fest die Daumen.
00:15:17: Okay, also Efi, solltest du das hören?
00:15:19: Dann melde dich doch bitte beim Hans.
00:15:21: Ich glaube, er würde sich sehr freundlich nochmal in der Rikscha oder woanders treffen zu können.
00:15:26: Lieber Hans, transportierst du eigentlich nur ältere Herrschaften mit deiner Rikscha oder hast du auch schon mal junge Leute durch Köln gefahren?
00:15:33: Ja, in der Tat nur ältere.
00:15:36: Das ist so der Sinn des ganzen Projektes.
00:15:40: Ja,
00:15:41: vollkommen in Ordnung.
00:15:42: Was wünschst du
00:15:43: dir denn für
00:15:44: die Zukunft des Ehrenamtes?
00:15:46: Auf jeden Fall mehr Aufmerksamkeit von der Gesellschaft und dadurch eine bessere Anerkennung.
00:15:54: Manchmal ist es auch wichtig, dass man dieses Ehrenamt finanziell ein bisschen unterstützt, zumindest eine Aufweinsentschädigung gibt.
00:16:02: Das motiviert auch die Menschen.
00:16:06: Der Staat könnte sich natürlich immer gerne etwas mehr damit beschäftigen und die finanziellen Mittel zu verfügen stellen.
00:16:13: Das finde ich auch.
00:16:14: Da habe ich übrigens neulich auch mit einer anderen Gäste im Podcast drüber gesprochen.
00:16:19: Da hatten wir die Idee, eventuell für alle Ehrenamtler des Deutschlandticket zum Beispiel kostenfrei oder stark reduziert abzugeben.
00:16:26: Oder aber, dass die Arbeitgeber sagen, einen Tag im Monat darfst du deinen Ehrenamt machen in der Arbeitszeit.
00:16:33: Das sind ja eigentlich auch ganz gute Ideen, die man denkt immer so relativ einfach umzusetzen werden, oder?
00:16:37: Ja, auf jeden Fall.
00:16:38: Das wären genau die Argumente, die ich auch im Kopf hätte.
00:16:43: Ja, das mit dem Deutschland-Dicket, das wäre eine gute Idee.
00:16:48: Na gut, wir schmeißen das mal so in den Raum und gucken, wer zuhört.
00:16:52: Kommen wir mal zu meiner vorletzten Frage.
00:16:54: Die geht immer nach einem Buchte.
00:16:56: Liest du gerne, kommst du zum Lesen bei all den Ämtern, die du so hast und hättest du ein Buch, was du uns empfehlen könntest.
00:17:05: Die Bücher sind erhältlich
00:17:07: bei Buchlucker.de.
00:17:08: Dem Marktplatz
00:17:09: für Bücher.
00:17:13: Also ich bin nicht der große Leser, eher so technische Sachen, da kann ich auch nicht viel empfehlen.
00:17:20: Aber ich finde viele Lesen wichtig und wenn ich die Zeit dazu noch habe, dann mache ich das natürlich sehr gerne.
00:17:26: Auch mal so kleinere Romane, die ich da lese und einfach das was so in die Hände fällt, meine Frau liest ja gerne und dann schnappe ich mich schon mal.
00:17:41: Ein ausgelesenes Buch von Eher.
00:17:43: Ach, das ist auch super, weil dann kann man über das Buch auch gleich reden.
00:17:46: Das finde ich auch viel schöner, als wenn man es ganz alleine liest und niemanden zum Quatschen hat.
00:17:49: Herr Voragend, du hast mir eben erzählt, dass du Maschinenbaustudiert hast.
00:17:53: Deswegen das Interesse an den Technischen?
00:17:55: Ja, auf jeden Fall, ja.
00:17:57: Das ist schon damals, mein Vater, der hat auch sehr viel gebastelt und repariert, alles selbst gemacht und die Gene habe ich wahrscheinlich übernommen.
00:18:08: Also wenn an der Rikscha mal was passiert, dann ruckzuck ist sie wieder ganz.
00:18:12: Ja, ich habe immer ein bisschen Werkzeug dabei.
00:18:15: Sehr gut.
00:18:16: Kommen wir zu meiner allerletzten Frage.
00:18:17: Die stelle ich eigentlich auch jedem Gast.
00:18:20: Für mich bist du ja ein Weltverbesserer, weil du so viel Gutes tust und so viel Menschenfreude bereitest.
00:18:24: Was müsste denn deine Ansicht nach passieren, damit die Welt ein besserer Ort wird?
00:18:28: Sag mal mal, du hast drei Wünsche frei.
00:18:29: Die gute Fee kommt vorbei.
00:18:31: Da wüsste ich noch mehr.
00:18:34: Ja, auf jeden Fall mehr Empathie, Menschlichkeit.
00:18:38: weniger Social Media Konsum.
00:18:41: Ich glaube, das spaltet die Gesellschaft in vielen Bereichen zu sehr.
00:18:45: Wir diskutieren mittlerweile sehr viel und wir müssten mehr handeln.
00:18:51: Das ist so meine Botschaft.
00:18:53: Das hört sich sehr gut an.
00:18:54: Das mit der Empathie strahlst du auf jeden Fall auch schon aus.
00:18:56: Und das Handeln hast du ja auch übernommen.
00:18:59: Ganz, ganz herzlichen Dank für dein tolles Engagement.
00:19:01: Hans, herzlichen Dank, dass du heute für das Interview hier bereitstandest.
00:19:04: Und ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg und viel Spaß beim Rikscha-Fahren.
00:19:08: Und ja, wir hören voneinander.
00:19:10: Vielen Dank.
00:19:11: Tschüss.
00:19:11: Tschüss.
00:19:12: Vielen Dank fürs Interview.
00:19:24: Ich hoffe,
00:19:25: sie hat Menschen aus Köln genauso inspiriert wie alle anderen.
00:19:29: Hört auch in die anderen Episoden rein, die alle in den elf Tagen Vorweiber fast nachts erscheinen
00:19:34: und jeden Morgen
00:19:35: um elf Uhr elf online gehen.
00:19:38: Wie immer findet ihr natürlich alle Informationen
00:19:40: und
00:19:40: Links zu diesem Projekt in den Show Notes.
00:19:44: Hat es euch gefallen?
00:19:45: Fühlt ihr euch inspiriert?
00:19:46: Bewegt?
00:19:48: Habt ihr Verbesserungsvorschläge für mich?
00:19:50: Dann schreibt mir gerne.
00:19:51: Auch die E-Mail-Adresse findet ihr in den Shownotes.
00:19:55: Abonniert
00:19:55: doch den Weltverbesserer-Podcast, dann verpasst
00:19:58: ihr keine Episode mehr.
00:20:00: Teilt, liked
00:20:01: und kommentiert diese Folge des Weltverbesserer-Podcasts.
00:20:04: Ich würde mich sehr freuen.
00:20:06: Vielen Dank dafür und bis bald, eure Birte.
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