284 SARAH Seenotrettung - jedes Leben zählt

Shownotes

Jeder Mensch hat das Recht auf Leben. Und doch sterben Jahr für Jahr Tausende Menschen auf der Flucht über das Mittelmeer. Sie fliehen vor Krieg, Verfolgung, Armut oder Perspektivlosigkeit und setzen ihre Hoffnung auf eine gefährliche Überfahrt, die für viele tödlich endet. Während Politik und Gesellschaft über Migration diskutieren, gibt es Menschen, die handeln. Die Organisation SARAH – Search and Rescue for all Humans – rettet Menschen aus Seenot und setzt sich dafür ein, dass niemand auf dem Meer seinem Schicksal überlassen wird. Mein heutiger Gast ist Olaf. Er ist Gesellschafter und Rettungsleiter SARAH. Mit ihm spreche ich über die Realität der Seenotrettung, über Menschlichkeit in Extremsituationen und darüber, was ihn trotz aller Herausforderungen antreibt, immer wieder aufs Meer hinauszufahren.

Olaf, was bedeutet SARAH in einem Satz?

Hier geht's zu SARAH: https://sarah-seenotrettung.org/

https://www.facebook.com/SearchAndRescueforAllHumans/

https://www.instagram.com/sarah.seenotrettung/

Hier die Buchtipps von Olaf:

"Hinter Mauern: Geschlossene Grenzen als Gefahr für die offene Gesellschaft" - Volker M. Heins

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"Gegenmacht: Die Zivilgesellschaft schlägt zurück – Eine Anleitung für die demokratische Offensive -Demokratie, Widerstand, Hoffnung" - Arne Semsrott

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Die Bücher sind erhältlich bei booklooker.de, dem Marktplatz für Bücher. www.booklooker.de

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Transkript anzeigen

00:00:08: Hallo Weltverbesserer!

00:00:10: Dies ist der Podcast für alle, die positiv und gleichzeitig achtsam in die Zukunft gehen wollen.

00:00:15: Ein Podcast über Nachhaltigkeit, soziale Projekte und Innovationen.

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00:00:33: Jeder Mensch hat das Recht auf Leben – und doch sterben Jahr für Jahr tausend Menschen auf der Flucht über das Mittelmeer?

00:00:38: Sie fliehen vor Krieg, Verfolgung, Armut oder einfach Perspektivlosigkeit und setzen ihre Hoffnung auf eine gefährliche Überfahrt die für viele tödlich endet.

00:00:47: Während Politik und Gesellschaft über Migration diskutieren gibt es Menschen, die handeln.

00:00:52: Die Organisation Sarah rettet Menschen aus Seenot und setzt sich dafür ein dass weniger Menschen auf dem Meer ihrem Schicksal überlassen werden.

00:00:59: Mein heutiger Gast ist Olaf.

00:01:01: er ist gesellschafter und Rettungsleiter von Sarah.

00:01:03: Mit ihm spreche ich über die Realität der Seenotrettung, über Menschlichkeit in extremen Situationen und darüber was ihn trotz aller Herausforderungen antreibt immer wieder aufs Meer hinauszufahren.

00:01:13: Hallo lieber Olaf erstmal ganz herzlichen Dank dass du den Weg in diesen Podcast gefunden hast und mir heute hier zu meinen Fragen Rede und Antwort stehst.

00:01:21: Was bedeutet denn?

00:01:21: Sarah erklärt das mal kurz?

00:01:23: Ja zunächst einmal auch mal guten Morgen und vielen Dank für die Einladung mache ich gerne.

00:01:28: also tatsächlich in der Übersetzung heißt es Search and Rescue for all humans.

00:01:33: Wir sind eine Nicht-Regierungsorganisation, eine NGO.

00:01:36: Eine von vielen in Deutschland die die Notwendigkeit sehen im zentralen Mittelmeer Seenotrettung zu fahren weil es keinerlei staatliche Seenodrettung gibt.

00:01:45: seit zwei Tosen vierzehn.

00:01:48: Wie bist du persönlich zu dem Thema gekommen und auch dich dafür so extrem einzusetzen?

00:01:54: Ich habe mir sehr lange überlegt schon vor zwanzig Jahren was ich tun kann um die Ungerechtigkeit zwischen globalen Norden und globalen Süden da entgegenzutreten.

00:02:06: Und habe mich auch bei Ingenieure ohne Grenzen beworben, weil ich vom Beruf Architekt bin.

00:02:11: Das waren aber immer sehr, sehr lange Einsätze, die ich familiär einfach nicht hingekriegt habe.

00:02:17: Ich bin seit sixundneunzig passionierter Segler und hab über einen Segler-Kameraden von der Organisation SeaEye damals gehört.

00:02:26: Ich bin auch sofort genommen worden.

00:02:30: Das war im Oktober, der Sechzehn und ich bin dann über Ostern, den ersten Einsatz für SI gefahren.

00:02:39: Aber du bist nicht bei SI geblieben?

00:02:40: Wie kam es dazu?

00:02:42: Ich bin dreimal für SI gefahren und dann hatte SI wahnsinnige Probleme mit dem Schiff so dass die Sicherheit der Crew damals noch nicht gewährleistet war und hat mich entschieden zu wechseln.

00:02:59: bin dann zu Mission Lifeline gegangen, bin da einmal gefahren.

00:03:03: Dann bin ich für Rescue Ship einmal gefangen und dann haben wir vier Menschen insgesamt, vier sehr erfahrene Seenotretter die sich alle von sie eikanten entschieden.

00:03:15: Wir finden es gut wenn ein weiteres Rettungsschiff ins Wasser kommt und haben daraufhin Sarah gegründet.

00:03:22: Wenn man so einen Gedanken hat und dann eine Organisation gründet Wie geht das vonstatten?

00:03:29: Man braucht ja einen Schiff, man braucht eine gewisse Organisation.

00:03:32: Man muss wissen wo man lang fährt.

00:03:33: kannst du das kurz erklären wie das dann bei euch so praktisch in die Realität umgesetzt wurde?

00:03:39: Ja es war vor Corona als wir uns gegründet haben ganz kurz vor Corona und hatten gesagt wir wollten ein kleineres Schiff ins Wasser bringen dass dafür sehr schnell ist und hatten tatsächlich ein Angebot aus einer türkischen Werft die uns für eine Motorjacht gebaut hätten.

00:03:57: Dann kam Corona und dann waren sowieso alle Spenden eingefroren, wir konnten keine Veranstaltungen machen haben dann erneut dieses Angebot aus der Türkei eingeholt und plötzlich war die Jagd doppelt so teuer und das ging dann gar nicht mehr.

00:04:10: Dann haben wir uns entschieden auf dem Gebrauchmarkt um uns umzusehen und haben dann Ende zweiundzwanzig in Malaga eine ehemalige Luxusmotorjacht aus den achtziger Jahren gekauft also so wie man sich das vorstellt, somit Klischsofa und Hochflurteppich und Champagnerbar.

00:04:33: Die haben wir da für relativ wenig Geld erstanden und haben die dann komplett ausgebeint und ein für uns taugliches Rettungsschiff daraus gebaut.

00:04:44: Und sind mit diesem Schiff mehrere Einsätze gefahren, haben allerdings nicht nur durch Corona sondern auch denn durch die Ukraine.

00:04:53: Weitere politische Unsicherheiten sind die Spenden bei allen NGOs dermaßen im Keller gegangen, so dass wir die laufend Betriebskosten dieses Schiffs einfach nicht mehr stemmen konnten.

00:05:05: Und aus diesem Grund habt ihr euch jetzt entschieden auf eine Segeljacht umzusteigen.

00:05:09: oder ist das in einer anderen Begründung?

00:05:11: Nein nein!

00:05:12: Das ist genau.

00:05:12: die Begründen werden zudem auch noch technische Probleme mit dem Schiff.

00:05:16: Es hat ein Aluminiumrumpf und er hat immer wieder Risse bekommen sowohl technisch, aber auch finanziell gestanden kriegen dieses Schiff nochmal zu reparieren.

00:05:27: Und dann ist durch einen sehr glücklichen Umstand durch zwei Freiwillige die uns mal auf ein Schiff besucht haben und mitgeräufen haben, die dann auf die Idee kamen selber eine Segliacht zu kaufen und die uns für relativ schmales zur Verfügung zu stellen.

00:05:45: Das ist die Titis II.

00:05:47: Die ist jetzt gerade im Moment auf dem Weg von Farel an der Nordsee Ins Mittelmeer sind im Moment gerade kurz vor der Biskia und werden die in den nächsten Tagen durchqueren.

00:05:59: Und ich werde auch in nächsten zwei Wochen dann irgendwo nach Portugal fliegen und das Schiff übernehmen.

00:06:04: Boah, super!

00:06:05: Dann steht also ein Einsatz direkt bevor.

00:06:08: Warum ist es euch wichtig Seelotrettung unabhängig von politischen Diskussionen zu verstehen?

00:06:15: Man lässt keine Menschen erdrinken.

00:06:16: Punkt.

00:06:18: Die Politik tut genau das Gegenteil.

00:06:20: Deshalb sehen wir uns einfach in der humanitären Pflicht diesen Job zu machen, auch wenn das nicht eigentlich ein Job ist, der durch Ziel gesellschaftliche Organisationen gemacht werden sollte.

00:06:32: Ehrlich gesagt verstehe ich als Mensch nicht genau warum das eigentlich seit Jahren so ist?

00:06:38: Warum sich da nichts dran ändert?

00:06:40: Kannst du mir das erklären?

00:06:42: Naja es ist im Prinzip genau das Gegenteil was man sich erhoffen würde.

00:06:47: Wir hatten in sehr, sehr starke Unterstützung durch die italienische Küstenwache mit dem wir sehr eng zusammen gearbeitet haben.

00:06:56: Das hat sich komplett gewandelt das einfach der europäische Wille nicht mehr mit NGOs zusammen zu arbeiten sondern eher mit den libyschen Streitkräften und den tunesischen Streitkäften um die Menschen zurückzupulen.

00:07:09: Es ist einfach nicht mehr gewollt dass wir ein Land in Europa das rein politischer Akt der Abschottung Wie so ein Mauerbau zwischen Europa und Afrika, der aber nicht aus einem Zaun wie in den USA besteht.

00:07:27: Sondern aus ganz vielen kleinen Puzzleteichen.

00:07:29: In dem zum Beispiel auch zivile Seenotrettung extrem kommunalisiert wird und auch behindert wird.

00:07:36: Traurig!

00:07:38: Richtig traurig... Im

00:07:39: Jahr zwei Jahrzehnte gab es zwei sehr große Schiffsumglücke direkt vor Lampelusa.

00:07:46: Da sind weit über tausend Menschen gestorben.

00:07:49: Die ganze Welt hat aufgeschrien, insbesondere auch Frau Merkel damals die gesagt hat so was darf nie wieder passieren.

00:08:00: Das waren aber leider nur ganz leere Worte.

00:08:04: aus Deutschland kam da gar nichts.

00:08:06: Italien hat damals Marin Ostrom ins Leben gerufen eine tatsächlich staatliche Seenotrettung, die sehr gut aufgestellt mit Suchflugzeugen, Rettungsschrauben und Schnellbooten

00:08:17: usw.,

00:08:18: die in einem Jahr fast hunderttausend Menschen gerettet haben.

00:08:22: Was natürlich ein Haufen Geld gekostet hat.

00:08:25: und nicht mal eine monetäre Hilfe kam aus den Nachbarländern, sodass am einunddreißigsten zehnten, zwei-tosensviertzehnmalen Ostrom eingestampft wurde und es gibt seitdem eben keine staatliche Seenotrettung

00:08:37: mehr.".

00:08:40: Vielleicht kannst du mir ganz kurz erklären, wie ein typischer Einsatz für Onfen euch im Mittelmeer aussieht.

00:08:47: Was passiert wenn ihr Notleidendes Boot trefft oder Menschen treffen die in Seenot sind?

00:08:54: Also zunächst mal sind... Die meisten NGOs sind in Likata auf Sizirien stationiert.

00:09:02: von dort fahren wir los.

00:09:03: Wir brauchen dann zwischen zehn und fünfzehn Stunden bis in die sogenannte SAR Zone, die Surgeon Rescue Zone wo Boote zu erwarten sind und wo wir uns auch noch hintrauen.

00:09:17: Das ist ungefähr fünfzig Sehmeilen vor der rühbischen Küste also knapp hundert Kilometer vor der Küste.

00:09:24: Also dieses Argument wie würden sie direkt am Strand abholen?

00:09:27: Ist ein bisschen daneben.

00:09:29: Wenn wir dort sind koordinieren wir uns mit den anderen NGOs hier auch draußen sind dass wir uns gut platzieren das nicht alle auf dem selben Fleck fahren.

00:09:38: Das Mittelmeer ist sehr, sehr groß.

00:09:40: Auch wenn es nicht so erscheint, wenn man mit dem Flieger drüber fliegt... ...aber wenn wir dann im Schiff unterwegs sind doch ein sehr großes Gebiet das ungefähr dreihundert Kilometer von West nach Ost ist also ein sehr sehr großes Gebiet.

00:09:56: Wir halten den Ausschauern in Ferngläsern und werden uns noch eine Thermokamera anschaffen.

00:10:05: die kommt tatsächlich aus einem militärischen Bereich.

00:10:08: Die kann auf ein paar Kilometer ein Lebewesen im Wasser identifizieren und auch, ob das Mensch oder Fische ist.

00:10:16: Wir stehen in Kontakt mit zivilen Suchflugzeugen wie zum Beispiel von SeaWatch oder von Pilot Volontär die da täglich kreisen und uns dann Position durchgeben.

00:10:27: Und die dritte Sache ist wir stehen in Verbindung mit Alarmphone.

00:10:32: Das ist eine europäische NGO bei der sich flüchtende Menschen melden können und so eine ungefähre Position durchgeben können, wo sie sind wenn Sie es denn wissen.

00:10:43: Und die geben uns die Position dann durch und da fahren wir dann ran.

00:10:47: Wenn wir dort sind und haben das Boot entdeckt stoppen wir das Mutterschiff so ein anderthalb zwei Kilometer vorher auf Kranen unser RIP aus.

00:10:57: Ein RIP ist ein sehr schnelles festrumpf Schlauchboot.

00:11:02: Das beladen wir mit Rettungswesten und fahren dann zu dritt in alle Regeln an dieses Boot ran, am Anfang sehr schnell und dann sehr langsam wenn die wissen ja nicht wer auf sie zukommt.

00:11:13: Wenn wir dann dort sind umkreisen wird das Boot so drei vier fünf mal versuchen Kontakt mit jemandem an Bord aufzunehmen und checken dabei wie viele Leute sind an Bort?

00:11:26: gibt es Sterbende gibt es Schwangere?

00:11:28: gibt es Kinder?

00:11:30: haben die Leute Rettungsmittel an?

00:11:32: haben sie Rettungspfästen an?

00:11:34: läuft der Motor noch?

00:11:36: sind die ganz gut versorgt mit Wasser oder mit Nahrung.

00:11:40: Denn wenn das alles gegeben ist, dann ist dieses Boot nicht in Seenut.

00:11:43: Dann dürfen wir es gar nicht abretten.

00:11:47: Das ist aber meistens nicht so.

00:11:50: Also im Alleregel haben sie keine Rettungsweste an und haben kein Wasser dabei, den Motor läuft nicht mehr.

00:11:56: Dann fahren wir langsam an das Boot ran und evakuieren eine nach der anderen Person und bringen die zum Mutterschiff zurück.

00:12:05: Währenddessen passiert auf dem Muttersschiff Folgendes, da gibt es eine Person die ausschließlich Kontakt zu Behörden hält.

00:12:12: Da werden E-Mails geschrieben und das wird alles abgestimmt mit der italienischen Küstenwache so dass sie jederzeit wählt sind was für wir machen.

00:12:20: Wenn wir die Leute dann abgeborgen haben markieren würde dieses Boot als es gerettet wurde also mit Positionen und wer gerettete hat.

00:12:29: zu welchem Datum Werden die Leute, wenn sie ein Bord der Sahas sind, respektive der Tätis, werden sie medizinisch versorgt durch den Medical Team?

00:12:39: und dann fragen wir die italienischen Behörden nach einem Hafen an.

00:12:45: Wir fragen nur die italianischen Behöden an, also die Maltesischen auch aber in Malta hat sich so aus dem Jahr zwei Tausend Achtzehn ungefähr herausgestellt.

00:12:53: Die gehen entweder gar nicht ins Telefon oder sie nehmen einmal ab und dann nie wieder mit den tunesischen und löschen Behörde werden wir immer aufgefordert Kontakt aufzunehmen, das machen wir nicht.

00:13:05: Denn das bietet einfach jedes Gesetz, das wir haben – ob es ist seerecht oder völkerrecht – dass wir Menschen dorthin zurückbringen, wo ihnen Gefahr für Leib und Leben droht.

00:13:18: Dann bekommen wir irgendwann mal von Italien einen Hafen zugewiesen.

00:13:23: Der neueste Trend ist, dass man uns helfen in Norditalien zu weist um uns möglichst lange aus der Saarzone fernzuhalten.

00:13:33: Da haben wir jetzt wiederum den Vorteil mit den kleinen Schiffen, dass wir soweit gar nicht fahren können.

00:13:38: Das geht nur mit den großen Schiffens und deshalb weiß man uns im besten Fall am Bedusa zu oder aber irgendwo in Hafen in Zizirien.

00:13:46: Genau da bringen wir die Leute dann hin, schiffen sie denn aus so wie sich das nennt sich das?

00:13:52: Und übergeben die Menschen an die Behörden?

00:13:55: In der Zeit der Überfahrt klären wir die Menschen auf über ihre Rechte was sie sagen und was sie besser nicht sagen sollten Weil in den jeweiligen Häfen wartet nicht nur das italienische Rode Kreuz, sondern auch viele, viele Frontexperten die die Leute löchern und möglichst irgendwelche Schleusertätigkeiten anhängen wollen.

00:14:17: Zum Beispiel Versas Amotor.

00:14:20: der wird automatisch dann erst mal angeklagt.

00:14:24: Okay.

00:14:27: Entschuldigung dass ich da die Hintergründe nicht genau kenne.

00:14:29: aber dürfen diese Menschen dann in Europa bleiben oder werden sie sofort wieder zurück transportiert?

00:14:35: Das wissen wir ehrlich gesagt nicht.

00:14:36: Also viele bleiben in Italien tatsächlich, die wenigstens kommen nach Deutschland.

00:14:42: Die meisten bleiben tatsächlich in Italen und was mit ihnen da geschieht Wissen wir leider nicht.

00:14:49: Nun habe ich das Gefühl also Ich kann mir das mit Sicherheit nicht so vorstellen wie es ist.

00:14:53: Aber wenn ich so ein Mensch wäre auf so einem Boot Und man ist ja wahrscheinlich in Panik Man hat Durst, man hat Hunger, man Hat vielleicht Angst um sein Leben und dann kommt da jemand Klappt das dann immer gut mit der Kommunikation, dass ihr euch da als friedliche helfende Menschen zu kennen gebt?

00:15:10: Naja was so Blödsinn klingt.

00:15:13: Wir haben natürlich auf unserem Schnellboot eine deutsche Flagge hängen.

00:15:17: weil es auch in Deutschland registriert ist müssen wir fahren.

00:15:21: Das beruhigt die Leute schon mal und in aller Regel kommt.

00:15:26: Ganz viele kommen aus den Subzahara-Staaten, die mal ehemals Kolonie waren und dann auch Englisch oder Französischsprachig sind.

00:15:34: Und die, die eben arabisch können, denen wird es dann innerhalb des Bootes immer ganz gut kommuniziert.

00:15:42: Das funktioniert ganz gut!

00:15:45: Welche Gefahren bestehen denn dort vor Ort für euch?

00:15:48: Weil du hast gesagt ihr werdet da teilweise auch irgendwie... verfolgt, rechtlich verfolgen.

00:15:54: Ich kann mir vorstellen auch teilweise.

00:15:55: das Wetter und die Umgebung sind nicht immer friedlich mit euch Und was für Gefahren geht ihr da auch ein wenn ihr solche Rettungen veranstaltet?

00:16:07: Zunächst mal zum Wetter.

00:16:08: also wir beobachten natürlich den Wetterbericht über mehrere Kanäle.

00:16:14: Wenn wir merken dass innerhalb dieses Seegebiet heißt die kleine Sirte Da vor der Tunesien und Libyen, da wechselt das Wetter unglaublich schnell.

00:16:23: Und wenn wir sehen es wird richtig hohe Welle dann machen wir auch kehrt weil dann finden wir auch keine Boote selbst wenn wir weiterfahren.

00:16:32: Dann kennt er die vorher schon und wir haben gar keine Chance die zu finden.

00:16:36: also da geht der Eigenschutz tatsächlich immer vor.

00:16:41: welche Gefahren gut sind alles erfahrene erfahrene Seeleute, was man so im Freizeitsektor eben sagen kann.

00:16:50: Wir haben tatsächlich teilweise auch berufsnautiger dabei.

00:16:54: Die sind dann wirklich Profis, sodass eigentlich von der Seite keine Gefahr ausgeht.

00:16:59: Also gut Wasser ist nicht das menschliche Meteor.

00:17:03: Da geht immer eine gewisse Gefahr davon aus aber das gehen wir mit jedem Segeltüren auch ein.

00:17:08: Was wir viel mehr fürchten tatsächlich ist die sogenannte lübische Küstenwache.

00:17:15: Wir sagen immer so genannte libysche Küstenwache, Libyen ist ein failed state.

00:17:19: Die haben keine einheitliche Küsten-Wache sondern im Osten gibt es diesen Neffen von General Haftar der sehr brutal und Menschenhändler ist und der betreibt eine eigene Küstenware.

00:17:32: Im Westen sind es auch Leute die per internationalem Haftbefehl gesucht werden, die betreiben da auch eigene Küstonwachen, die auch nachgewiesenermaßen gleichzeitig schlepper sind.

00:17:42: Das ist eine Personalunion, die verdient richtig gut Geld.

00:17:46: Einmal mit dem Schleppen und dann bekommen sie für alle Personen, die zurückgeführt werden durch die EU auch noch Geld.

00:17:53: Und die sind jetzt mittlerweile da zu... Die waren schon immer da und haben uns schon immer bedroht Mit ihren Maschinen gewähren.

00:18:01: Mittlerweile ist es aber so dass wir auch tatsächlich schießen also nicht nur auf flüchtende Menschen schießen das machen Sie schon immer Sondern auch auf Rettungsschiffe zuletzt auf die CW-Fünf, die über zweihundertvierzig Schüsse abgekriegt hat.

00:18:18: Auch gezielte Schüssen... Das ist eine wirklich zunehmende Gefahr wo wir noch nicht so ganz sicher sind wie weit wir da auch ran fahren können, wobei sie sich nicht in ihren Gewässern bewegen also in der Vierundzwanzig Meilenzone vor Libyen sondern im internationalen Gewässer wird er auf uns geschossen und das tatsächlich eine Gefahr, die nichts zu unterschätzen ist.

00:18:40: Das hört sich so an, meine Güte.

00:18:41: Und das sind internationalen Gewässern eigentlich unglaublich!

00:18:45: Wie schätzt du die Lage im zentralen Mittelmeer aktuell ein?

00:18:50: Du hast das ja über die letzten Jahre fast Jahrzehnte schon verfolgt.

00:18:53: Du bist ja eigentlich ein Experte was das Thema anbelangt.

00:18:56: Sind das mehr Flüchtlinge geworden oder weniger und woran liegt

00:19:02: es?

00:19:04: große Steigerungen an Flüchtlingen feststellen.

00:19:07: Vorwiegend auch aus Tunesien, das in den letzten Jahren sehr stark geworden war, weil dort tatsächlich auch Frau von der Leyen im Jahr und hat mit Frau Meloni und dem tunesischen Staatspräsidenten geschlossen hat, dass eben vermehrt schwarze Menschen zurückgeführt werden nach Tunesin.

00:19:25: also es hat sehr stark zugenommen.

00:19:27: was abgenommen hat sind die Ankünfte in Italien.

00:19:30: damit rühmt sich Frau Meloni immer ganz gerne.

00:19:35: Das liegt aber nicht daran, dass es weniger Flüchtlinge gibt sondern das mehr abgefangen werden und auch mehr ertrinken einfach.

00:19:44: Wenn ich so dran denke dann hört man ja auch immer wieder von Flüchtlingen die irgendwie auf griechischen Inseln an landen.

00:19:51: Ist das für euch kein Gebiet in dem ihr unterwegs seid weil es einfach vor der italienischen Küste einfacher ist?

00:19:56: oder woran liegt es?

00:20:00: Das Wasser zwischen der Türkei und Griechenland nur wirklich nicht sehr, sehr groß.

00:20:06: Und da ist die türkische Küssenwache ziemlich aktiv eigentlich, die zwar Leute dann auch zurückpult in die Türkei aber wir denken dass in der Türkeis eben nicht so große Gefahren für den Menschen bestehen wie Intonesien und Libyen und das zentrale Mittelmeer als einfach die tödlichste Fluchtroute der Welt und da ist es einfach glaube ich notwendiger.

00:20:27: also es gibt noch andere Gebiete wie in Atlantik, der gefahren werden sollte weil es so eine Westafrika-Route gibt von Westafrica auf die Kanaren.

00:20:39: Das ist auch ein noch größeres Seegebiet und noch gefährlicher, da dort sehr viele in Nordostwinde herrschen, sprich die Boote dann südlich der Kanaren vorbeitreiben und dann eben auf dem offenen Atlantik rausgetrieben werden.

00:20:53: Aber das ist eben der Grund warum wir im Zentralmittelmeer uns darauf konzentrieren.

00:20:57: Im Moment gerade wird tatsächlich ein Schiff hier in Deutschland gebaut.

00:21:04: Die wollen noch ein bisschen geheim bleiben, deshalb sage ich nicht wer es ist und wo's ist.

00:21:08: Die wollen tatsächlich auf die Kanaden fahren.

00:21:10: Super!

00:21:11: Schön!

00:21:11: Sie nehmen auch ganz viele Ersatzteile oder Teile von unserer Sarah.

00:21:16: Da werden sie übernehmen so dass sie da gut equipped sind.

00:21:22: Sehr gut.

00:21:23: Schön das ihr in den einzelnen Organisationen so toll netzwerkt und zusammenarbeitet.

00:21:27: Das freut mich sehr zu hören.

00:21:30: Wenn du jetzt mal an deine letzten Jahre zurückdenkst welche Momente?

00:21:34: Bleiben Sie so am meisten im Gedächtnis?

00:21:36: Gibt es Situationen, die du mit uns teilen kannst.

00:21:39: Also wir fallen zwei Sachen ein, die mir wirklich immer wieder nachgehen.

00:21:43: Wir hatten eben Osten in twoi-tosend-sebzehn zwei fürchterliche Dinge nämlich wir haben eine hochschwangere Frau aus Nigeria an Bord genommen Die sofort auch wegen Unterkühlung da hat es vierzehn Grad Temperatur draußen Auch das Wasser war sehr kalt.

00:22:00: Dann haben wir ein Board genommen und die sofort zusammengebrochen.

00:22:04: Wir haben sie dann zu viert abwechselnd insgesamt achtzig Minuten reanimiert.

00:22:12: Und bis der Arzt gesagt hat, jetzt können wir uns wirklich bleiben lassen.

00:22:15: Jetzt geht da gar nichts mehr!

00:22:19: Damals auf der SeaEye gab es keinen Kühlraum für Verstorbene... Wir mussten die dann also in einen Bodybag, die wir immer dabei haben.

00:22:26: Also diese leichen Säcke einpacken und in irgendeinen Maschinenraum reinpacken.

00:22:31: Und verstorbene Menschen übernimmt die italienische Küste war sehr, sehr ungern.

00:22:36: Da haben wir über zwei Stunden mit ihnen diskutiert bis wir die Personen auch über Bart geben konnten.

00:22:43: Das zweite war bei einer ähnlichen Rettung auch Ostern-Seventeen.

00:22:48: da hatten wir ein sinking Rubber Boat, also ein Gummiboot.

00:22:52: Grundschlauch geplatzt war, da sind wir rangefahren und es ist von vornherein klar dass das mit Toten abgehen wird.

00:22:59: Da wurde die Crew auch vorhin nochmal gepreift, dass jetzt wirklich böse wird.

00:23:04: Und in dem Boot war schon so Knie tief, das Wasser stand da drin, die Leute natürlich in voller Panik... Geht es auch nicht wie vorhin beschrieben, dass man dreimal drum herumfährt und die Leute beruhigt.

00:23:17: Da ist einfach Todespanik!

00:23:19: Und sie haben sich gegenseitig in diesem niedtiefen Wasser gegenseite ersäuft weil einfach solche Panik war unter anderem.

00:23:28: Wir haben den noch gesehen einen kleinen achtjährigen Jungen dessen Eltern auch mit auf dem Boot waren.

00:23:35: Aber er saß hinten am Motor, weil er da irgendwie spannend fand und sie saßen vorne und konnten ihm nicht helfen.

00:23:41: Und irgendwann ist das Boot auseinandergebrochen und der kleine Junge ist in den Tiefen des Mittelmeers verschwunden.

00:23:49: Die Mutter, die wir dann an Bord genommen haben hat mich dann dummerweise auch noch gefragt wo ihr Junge isst und ich musste ihr das erklären.

00:23:59: Zu dem Zeitpunkt es war Karfreitag Ne, Samstag.

00:24:04: Oster-Samstag war das.

00:24:06: Im Jahr zwei Jahrzehnte war auch mein kleiner Sohn unsere Jüngste auch acht Jahre alt und hat wohl mit seinen Ostergeschenken gespielt.

00:24:15: und seine einzige Sorge war vielleicht dass der Papa irgendwann gut wieder nach Hause kommt.

00:24:20: aber ansonsten ein nahezu sorgenfreie Aufwachsen des Kindes und wo mir nochmal so deutlich geworden ist was der Unterschied zwischen dem globalen Süden und wo auch keiner stolz drauf sein darf, sondern einfach das pure Zufall ist, wo man geboren wird.

00:24:39: Und vielleicht wären die zwei ja sogar Freunde gewesen, wenn sie sich gekannt hätten.

00:24:44: Ich war im Oktober des selben Jahres noch mal auf dem Wasser.

00:24:47: Damals mussten wir dann vom sehr starken Sturm ablaufen nach Tunesien, nach Tzatzis.

00:24:53: Das ging damals noch, es geht heute nicht mehr... Da darf man zwar reinfahren aber nie mehr raus!

00:24:58: Und dort gibt es einen Ramistinimazu.

00:25:01: Der war mal früher Fischer und der hat aber den Beifang, den er in seinen Netzen hat wie viele andere Fischer in Tunesien auch nicht mehr ertragen.

00:25:11: Und hat sich dann zurückgezogen und läuft jeden Tag den Strand im Tunesium ab um angespüle Leichen einzusammeln zu waschen und auf dem Friedhof der unbekannten Toten ins Arzt ist zu begraben.

00:25:25: Zudem hatte ich kurz vorher Kontakt und der hatte mich angeschrieben und gesagt hätte gehört dass wir einen kleinen Jungen verloren hätten, bei ihm sei einer eingeschwemmt worden.

00:25:35: Und als wir dann in Zazis waren hat er uns aus seinem Friedhof genommen ein übles Gelände im Mitten von Müll halten wo auch die Müller teilweise drüber rattern und hat uns dieses Grab des kleinen Jungs gezeigt und wir haben ihm dann so ein kleines Spielzeug oder auch sein Grab gelegt.

00:25:55: Oh Mann, das geht auf jeden Fall jetzt schon mir allein vom Zuhören krass unter die Haut und ich muss sagen meine Bewunderung für euch und euer Tun wächst sehr.

00:26:04: Ich frage mich nur wie könnt ihr das aushalten?

00:26:06: Dass ihr sowas irgendwie mehrfach erlebt.

00:26:10: Wie kommt ihr überhaupt damit so seelisch klar?

00:26:14: Na, ich würde mal sagen... Die Crews bestehen ja immer aus Voluntieren also aus Freiwilligen.

00:26:23: So knapp die Hälfte macht es einmal und dann nie wieder Und die andere FD macht es immer wieder, wo ich eben auch dazugehör.

00:26:30: Wir haben einen Traumatologen-Team am Start, wo wir vorher Briefings kriegen und ganz kurz vor dem Einsatz dann nochmal ein Briefing kriegen.

00:26:42: Nach dem Einsatz ist jedes Crewmitglied verpflichtet in einem Debriefing teilzunehmen, auch in Einzelgesprächen.

00:26:48: Es gibt auch ein paar von uns, da gehöre ich dazu, diese wirklich schmalspurige Fortbildung zu postformatischen Belastungsstörungen erhalten hat.

00:27:00: Und wir dann, während wir unterwegs sind auch jede einzelne Person immer wieder beobachten und auch versuchen mit den Leuten zu reden und sodass da möglichst keine PDPS daraus entsteht.

00:27:15: Es ist tatsächlich so dass... Da gibt es Statistiken drüber das bei den NGOs die irgendwelche Belastungsstörungen hinterher bei unter zehn Prozent liegen.

00:27:26: Wohingegen?

00:27:26: Bei so Berufsfeuerwehrleuten oder Rettungssanitätern, das bei über dreißig Prozent oder sowas liegt.

00:27:33: Das erklärt man sich damit, dass sie das eben jeden Tag sehen und wir sehen es einmal zwei Wochen im Jahr oder auch zweimal zwei Wochen.

00:27:41: Und das erklärt da einiges eigentlich.

00:27:45: Damit komme ich auch schon zu meiner nächsten Frage.

00:27:48: Das würde mich wirklich sehr interessieren.

00:27:49: Du hast gerade gesagt du hast ja Familie, du hast Kinder zu Hause Und trotzdem zieht es dich immer wieder raus, den Menschen im Mittelmeer zu helfen.

00:27:57: Wie viel Zeit verbringst du da und wie kriegst du das koordiniert?

00:28:00: Nimmst du deinen ganzen Urlaub dafür?

00:28:02: Ich nehme nahezu meinen ganzen Urlaub dafür.

00:28:05: schon deshalb also nicht weil ich dauernd rausfahre sondern wir haben sehr intensive Trainings bevor wir tatsächlich auslaufen eine Woche lang ungefähr und da fliege ich eben auch zum Teil nach Likata und mache dann das Bootstraining mit dem oder auch... Wir werden in allem geschult Also nicht nur in dem Aufgabenbereich, sondern kriegen erste Hilfekurs.

00:28:25: Den kann ich natürlich nie machen.

00:28:26: Das macht der Arzt über rechtliche Dinge.

00:28:29: wie verhält man sich bei... Was weiß ich?

00:28:32: Wenn wir selber im Grunde kommen, bei Wassereinbruchfeuer wird alles trainiert und auch dazu braucht es halt immer wieder erfahrene Leute die da mit hinkommen.

00:28:42: und dann bin ich da eine Woche dort und fliege wieder nach Hause

00:28:46: Und dann impliziert das dass du eine sehr verständnisvolle liebevolle Familie im Hintergrund hast weißt, dass du so bist und es dich nur so gibt.

00:28:54: Und dich halt auch unterstützen oder?

00:28:57: Ja also meine Frau auf jeden Fall ja die ist auch sehr aktivistisch unterwegs und auch sehr viel weg.

00:29:02: von daher nicht im Bereich der Seenotrettung sondern für Teachers for Future.

00:29:07: Wir haben drei Kinder.

00:29:08: der älteste ist neunundzwanzig Der hat sich da nie so sehr dafür interessiert.

00:29:14: Die mittlere Dinele ist Zweiundzwantig Die ist auch politisch aktiv.

00:29:21: Und der Kleine, wie gesagt.

00:29:22: Der Ole ist jetzt achtzehn geworden, der hat immer noch Angst wenn ich rausfahre.

00:29:28: Na gut aber auf jeden Fall toll dass du das machst und dass deine Familie da trotzdem hinter steht auch wenn sie Angst um dich haben?

00:29:35: Also in vor allem der Ole, der kleine, sondern nicht mehr... Aber als eben dieser dramatische, diese dramatische Rettung Ostern zwei Jahrtausendsebzehn war hatten wir auf der Seeei tatsächlich einen Brand im Maschinenraum Während eine Rettung und das wurde von einer anderen NGO gefilmt.

00:29:53: Und es kam tatsächlich in den Logo Nachrichten, der Oleh hat dann so der Mama gesagt, guck mal Papa ist im Fernsehen die sind ins Seenot.

00:30:03: Das war ganz schön schwierig auch weil damals die Kommunikation nach Hause nicht so einfach war von den Schiffen da zu sagen nein wir sind nicht ins Seennot.

00:30:11: Es ist alles überreizt worden.

00:30:13: uns geht's allen gut und wir kommen auch wieder gut nach hause

00:30:15: Super.

00:30:16: Meine Güte!

00:30:17: Du hast eben schon erwähnt, ihr nehmt Voluntiers mit auf eure Seenotrettung.

00:30:22: Das ist ja so eine Art Ehrenamt dann halt für eine gewisse Zeit.

00:30:26: Was für Voraussetzungen muss man erfüllen wenn man dabei euch mitmachen möchte?

00:30:30: Wie viele Leute nehmst ihr mit?

00:30:31: wo kann man sich bei euch melden?

00:30:33: Also man kann sich bei uns auf der Homepage melden Sich bewerben.

00:30:37: Wenn wir aktiv ins Crewing gehen Dann posten wir das auch oft auf Instagram und Facebook.

00:30:44: Gut, als Medikateam muss man natürlich am besten als Notarzt gefahren sein und Ärztin.

00:30:51: Und in der Regel besteht das Medikteam aus einer Ärztinnen- und einer Rettungssanitäterin die Schiffführungen übernehmen müssen gewisse Bootsführerscheine haben und auch Funkzeugnisse haben.

00:31:08: Das ist auf dem kleinen Schiff, auf der Tätis alles nicht mehr so kompliziert.

00:31:12: Auf der Sarah haben wir einen ausgebildeten Maschinisten gebraucht um diese Motoren zu warten und zu unterhalten Und ansonsten braucht es eigentlich keine Vorkenntnisse.

00:31:23: Also die Vorkennisse wenn man Seno-Trettungserfahrung hat das ist natürlich super Aber ansonstend braucht es da eigentlich keine Vorkenntnissen.

00:31:30: wie gesagt wir machen ein intensives Sehr sehr anstrengendes ein.

00:31:34: welches Training in Likata?

00:31:36: sehr viel Theorie, aber auch sehr viel Praxis und da werden die Leute so ausgebildet dass sie das im Prinzip um Schlaf können.

00:31:45: Im Ernstfall ist es natürlich dann nochmal eine andere Nummer, aber es ist nicht so, dass jemand nicht richtig weiß was er tun soll und erst wenn wir komplett sicher sind, dass alle auf ihrem Posten oder auf ihren verschiedenen Positionen sicher sind.

00:31:59: erstmal laufen wir aus.

00:32:01: Gut, du hast ja eigentlich erklärt das man als Ehrenamtler zu... ...als ehrenamtliche Hilfskraft sozusagen bei euch mit retten kann.

00:32:08: Aber du hast jetzt gesagt ihr wisst gut wenn ihr ein Arzt seid, es ist gut wenn er in Rettungssanitäter seid, dass es gut wenn dir was vom Segeln oder von der Schifffahrt versteht.

00:32:15: aber was ist mit Leuten die all diesen Hintergrund gar nicht haben können die auch über euch mitmachen?

00:32:19: werden solche Leute auch gesucht?

00:32:21: Ja, natürlich.

00:32:22: Also eine Seecrew kann nur gut funktionieren oder kann überhaupt nur funktionieren wenn es eine funktionierende Land Crew gibt.

00:32:29: und da kann man sich vielfältig engagieren vor allem im Fundraising in Social Media-Vereinstallungen organisieren, spenden sammeln, Infostände machen.

00:32:41: also man kann sich da viel fältigst engagieren.

00:32:44: Gern sind auch Juristen gesehen tatsächlich die uns unter Umständen in Streitfällen vertreten können.

00:32:51: Also alle NGOs zusammen haben einen Juristenteam in Italien sitzen, weil italienisches Recht halt noch mal ein bisschen was anderes ist aber die dann mit den deutschen Anwälten sich in Verbindung setzen und man so irgendwelche Lösungen finden

00:33:04: kann.

00:33:05: Super also vielfältige Einsatzmöglichkeiten für jeden der mitmachen möchte.

00:33:09: auf einer Seite kann man natürlich auch passiv helfen sozusagen indem man spendet.

00:33:14: Vielleicht nennst du einfach noch mal die Homepage von Sarah und was schon gesagt auf Instagram oder Facebook findet man euch.

00:33:20: Ja, das werde ich gerne auch in den Shownotes verlinken.

00:33:23: aber wie heißt eure Homepage?

00:33:25: Die heißt www.sara-cenotrettung.org.

00:33:30: Super!

00:33:30: Dann können das jetzt alle finden.

00:33:32: Mein lieber Olaf, was würdest Du Dir denn gesellschaftlich wünschen im Umgang mit Flucht und Migration, was sich da ändert Wenn du dir was wünschen dürftest.

00:33:42: Wenn

00:33:42: ich mir was wünschten durfte, würde ich sagen offene Grenzen.

00:33:45: dann müsste nämlich niemand mehr diese gefährliche Flucht übers Meer machen weil mit diesen geschlossenen Grenzen.

00:33:52: das hat wirklich ja ganz ganz viele Nachteile eben dass es eben tödlich sein kann oder in vielen Fällen das auch ist.

00:34:00: und wenn die Leute denn mal in Europa sind werden sie nicht mehr freiwillig zurückgehen obwohl es vielleicht gar nicht ihrem ihren Vorstellungen entspricht, wie sie leben möchten.

00:34:10: Weil komplett andere Kultur oder Fremdenfeindlichkeit oder was auch immer.

00:34:15: wenn wir offene Grenzen hätten könnten diese Menschen einfach wieder nach Hause oder irgendwo anders hin ziehen.

00:34:22: man redet ja von schwachen Passen und von starken Passen.

00:34:25: Wir haben unglaublich starke Pässe.

00:34:27: wir müssen einfach nur ein Visum und paar Euro in die Hand nehmen und können dann nahezu auf der ganzen Welt rumreisen.

00:34:32: Diese Möglichkeit haben die Leute eben nicht dass sie Wieser kriegen und deshalb bleibt die einfach nur diese scheißgefährliche Flucht.

00:34:42: Und so was fände ich gut, das wird allerdings einen frommeren Wunsch bleiben denke ich mal, denn genau das Gegenteil ist eben der Fall.

00:34:52: Gäbe es eine andere Möglichkeit ein bisschen mehr auf die Menschen zuzugehen, die ihr da rettet außer jetzt komplett die offenen Grenzen?

00:35:01: Ja klar, also vielleicht

00:35:03: gibt es ja auch die Möglichkeit doch eine europäische Seenotrettung ins Leben zu rufen.

00:35:06: Also die halt nicht nur von den Italienern finanziert wird sondern keine Ahnung ob Frau von der Leyen zuhört.

00:35:12: aber das wäre vielleicht mal ne Idee.

00:35:14: Das sollte nicht passieren!

00:35:15: Man macht eben genau das Gegenteil.

00:35:17: man baut Frontex aus.

00:35:19: im Jahr zwölf hund vierzehn hat Frontex eine Million zur Verfügung gehabt und mittlerweile ist es fast das Zehnfache wenn man bAUt.

00:35:27: also Frontex schickt ein Haufen Geld rein, um eben genau Flucht zu verhindern und nicht zu helfen wenn irgendwo Menschen ertrinken.

00:35:39: Also die sind zwar überall im Mittelmeer unterwegs, die helfen aber nicht.

00:35:43: Es gibt eine weitere Organisationen das ist die Euna vor Irini.

00:35:49: Das ist ein Militärverband aus den europäischen Staaten.

00:35:53: Da hat auch Deutschland jeweils einen Schiff im Einsatz im Mittelmere.

00:35:58: Die wechseln immer mal, kostet und steuert zahler vierzig Millionen Euro im Jahr.

00:36:03: Auch diese Schiffe helfen nicht, sondern die fahren ausschließlich dort wo eigentlich keine flüchtenden Menschen da sind ist auch eine reine Organisationen, die explizit Szenotrettung nicht in Mandat hat zum Wiederholten Mal, sondern Schläuser- und Schlepperbekämpfen

00:36:19: soll.".

00:36:21: Das Geld könnte man wirklich besser anderweitig gebrauchen also fürchterlich.

00:36:25: im Grunde genommen verstehe ich gar Eigentlich sollten wir dafür alle auf die Straße gehen grundsätzlich.

00:36:31: Wie sieht denn konkret die Zukunft von Sarah aus?

00:36:33: Was habt ihr so für Pläne, außer dass du jetzt gesagt hast in vierzehn Tagen geht's wieder los für euch oder geht es schon mal für einen Teil der Crew wieder los?

00:36:42: Unsere Plänen sind bis Mitte Juli Ende Juli in Licata zu sein.

00:36:47: Nach der Piscaya muss man ja noch ganz Portugal runter segeln, dann durch Gibraltar und dann nochmal komplett durchs Mittelmeer.

00:36:55: Zumindest einen großen Teil durch das Mittelmeere.

00:36:57: Dann werden noch ein paar Sachen an Bord von der Sarah eingebaut.

00:37:03: Es steht da auch schon die Crew für die erste Rotation wie wir es nennen Und dann werden wir denke ich Anfang August unsere erste Rotations fahren.

00:37:13: Die wird drei Wochen gehen also eine Woche Training und zwei Wochen auf See Und dann soll eigentlich, wenn das Geld reicht, so dieses Jahr noch ungefähr fünf, sechs Rotationen gefahren werden.

00:37:28: Super!

00:37:30: Das ist ein bisschen paradox aber kannst du sagen wie viele Menschen ihr dann helfen könnt in dieser Zeit?

00:37:36: Es ist tatsächlich ein bisschen paradoks.

00:37:38: Also früher war es so, dass man rausgefahren ist und zwei Wochen lang kein einziges Boot gefunden hat.

00:37:47: Diesen Umstand gibt es nicht mehr.

00:37:49: Sobald man in der Saarzone ist, hat man sofort eine Position die man anfahren kann und dann kommt es eben drauf an wie groß das Boot ist was wir da abretten.

00:37:58: Das schwankt im Moment zwischen fünfzehn-und fünfzig Menschen die auf den Booten sind.

00:38:04: Es hat sich auch sehr stark geändert.

00:38:07: In zwei tausend siebzehn achtzehn neunzehnt waren das immer so Schlauchboote mit hundertsechzig-hundertneinzig Menschen belegt waren Oder auch große ausgebahrende Fischerboote.

00:38:16: Das Größte, was wir hatten waren auf drei Etagen.

00:38:19: Siebenhundertfünfzig Menschen.

00:38:21: So etwas gibt es Gott sei Dank fast nicht mehr weil da stößt man dann noch sehr schnell in seine Kapazitätsgrenzen.

00:38:28: aber wenn man pro Rettung von zwanzig bis fünfzig Menschen ausgeht... Ja!

00:38:36: Dass jeden Tag über drei Wochen dann auf jeden Fall schon eine starke Zahl.

00:38:40: Für mich lieber Olaf, seid ihr eindeutig Weltverbesserer?

00:38:43: Denn ihr rettet Menschenleben.

00:38:44: Wie kann man die Welt sonst verbessern wenn man so was macht?

00:38:46: das ist hervorragend wunderbar.

00:38:48: Ich kann mich nur im Namen eigentlich der ganzen welt bei euch bedanken.

00:38:53: Und deswegen meine frage an dich wie ich jeden in meinen weltverbessere podcast stelle nennen mir doch bitte drei dinge Die du dir wünschen würdest um die welt zu einem besseren ort zu machen.

00:39:03: natürlich kannst Du auch gerne die seelotrettung mit einfließen lassen und eure themen aber es darf auch etwas ganz allgemeines sein.

00:39:09: Also wie ich vorhin schon mal angedeutet habe, der globale Norden muss aufhören den globalen Süden auszubeuten.

00:39:16: Und das tun wir jeden Tag.

00:39:18: nicht nur seit der Kolonialzeit sondern eben immer noch sind die so stark von uns abhängig durch irgendwelche komischen Freihandelsabkommen

00:39:25: usw.,

00:39:26: sodass wir den Staaten im Globalen Süde gar nicht die Chance geben die Füße auf dem Boden zu kriegen.

00:39:32: also ich nenne da immer Diese zehn Rosen, die man im Supermarkt für einst, neun und neunzig kaufen kann.

00:39:39: Da kann man sich ja denken wo sie herkommen, wo dort ganze Landstriche mit Pestiziden verseucht werden und das Leben einfach unmöglich machen wird.

00:39:47: Sowas muss einfach aufhören!

00:39:50: Wir müssen ganz stark was für unser Klima tun denn auch da ist der Globales Wünnen als erstes betroffen.

00:39:58: Ersten Auswirkungen sind ja schon spürbar.

00:40:00: also derzeit sind weltweit Hundertzwanzig Millionen Menschen auf der Flucht.

00:40:05: Man geht davon aus, dass es in den nächsten fünf Jahren sich verdoppeln wird, weil sie einfach ja in ihren Ländern nicht mehr leben können.

00:40:16: und wie ich vorhin schon sagte, ich würde mich wahnsinnig freuen wenn Grenzen also vielleicht auch nicht ganz öffnen aber offener werden und Menschen die Chance haben genauso wie wir auf der ganzen Welt rumzureißen und eben sich nicht in diese Boote setzen müssten.

00:40:32: Wunderschöne Wünsche!

00:40:34: Kann ich nur unterstützen.

00:40:36: Wie

00:40:37: kannst du denn... Du hast es ja eben schon gesagt, ihr habt teilweise eine Ausbildung um mit Traumas fertig zu werden.

00:40:44: Ihr habt auch Unterstützung von Psychologen.

00:40:46: Aber was gibt dir unter anderem Hoffnung?

00:40:49: Um diese Belastung der du da ausgesetzt bist Auch immer wieder entgegenzutreten?

00:40:54: Also wir erleben natürlich sehr viel Leid und sehen grausame Dinge aber Ich war das jetzt fast zehn Jahre und wenn nicht auch nur hätte ein Menschen retten können, hat sich das alles gelohnt.

00:41:09: Es sind jetzt mittlerweile um die zwei tausend, die ich gerettet habe und es gibt mir einfach Kraft dass es zwar traurig ist, dass es uns geben muss aber wir können dennoch einen ganzen Haufen bewegen.

00:41:22: Und wenn es auch in Tropfen auf dem heißen Stein ist im zentralen Mittelmeer die ganzen NGOs zusammen retten zwischen zehn und vierzehn prozent der menschen.

00:41:31: Aber wie gesagt es lohnt sich für nur einen Menschen daraus zu fahren, dann haben wir einen tollen Job gemacht.

00:41:38: Hast du eigentlich zu irgendeinem der geretteten Menschen noch Kontakt?

00:41:42: Wir besuchen tatsächlich demnächst einen Menschen in Dortmund.

00:41:47: Dann haben wir im Jahr ist es im Jahr und haben wir hier im Jahr mit der Sarah geredet.

00:41:50: Der ist ein Bord unmächtig geworden und musste auch reanimiert werden.

00:41:57: Und unser Ärztedeam hat dann gesagt, wir können nicht stabilisieren an Bord.

00:42:01: Wir müssen einen Medi weg also eine medizinische Evakuierung beantragen und da kamen auch die italienischen Küstenwache relativ schnell.

00:42:10: Der wurde dann aus Festland gebracht weil ein Lampelusa die versorgen, medizinisch versorgn eher einer Sanitätsstation ist.

00:42:18: Der hatte eine sehr schwere Thrombose und die Ärzte haben ja gut gescheinigt dass er das an BORD nicht überlebt hätte.

00:42:24: Und der kam dann tatsächlich nach Deutschland, weil da ist ein Neffe wohnt.

00:42:29: Die haben natürlich über die Flucht gesprochen und dieser Neffe hat uns dann angeschrieben... ...weil er gesagt hat also er wüsste natürlich nicht ob wir die richtigen sind aber sein Onkel habe gesagt es sei ein Orangenschiff gewesen das ihn gerettet hat.

00:42:42: Und wer sieht die einzige Orangener NGO?

00:42:45: Und den besuchen wir demnächst

00:42:47: mal.

00:42:47: Oh toll!

00:42:48: Mensch das ist dann bestimmt auch ein gutes Gefühl, da kriegt man dann bestimmt dann auch einiges an Dankbarkeit zurück und das gibt dann bestimmt auch wieder Energie für die nächsten Einsätze.

00:42:57: Toll!

00:42:59: Gibt es noch irgendein Gedanken oder irgendeine Botschaft, die du uns mit auf den Weg geben möchtest?

00:43:02: Die du nicht schon in deinen Wünschen untergebracht hast?

00:43:07: Ja vielleicht nur zu Info.

00:43:08: Es gibt gerade ein Pilotprojekt verschiedener NGOs.

00:43:11: da gehören wir auch dazu dass wir Workshops zum Thema Migration aber auch Senotrettung aber Schwerpunkt Migration an Schulen anbieten werden nächsten, übernächsten Monat an.

00:43:27: Also wenn es da interessierte Lehrkräfte gibt die sich so was vorstellen können, können sie sich gerne also entweder bei SeaWatch, bei CI, bei Rescue Ship oder bei Sarah melden und wir führen das dann alles zusammen und gucken aus welchem Bundesland da Leute da sind die das machen können.

00:43:46: Und genau das wird dieses Jahr noch anlaufen.

00:43:49: Super.

00:43:50: Tolle Idee!

00:43:51: Ich kann mir vorstellen, da hat deine Frau bestimmt auch ein bisschen mitgewirkt mit Teachers for Future.

00:43:55: auf jeden Fall toll dass ihr das ins Leben gerufen habt ist eine richtig super gute Idee finde ich denn vor allem unsere Kinder müssen auch erfahren was da passiert.

00:44:02: man kriegt es ja heutzutage im Alltag gar nicht mehr so mit.

00:44:04: Auch die Nachrichten darüber sind zurückgegangen und ich find's super dass auch die kommende Generationen Weiß, was da

00:44:10: los ist.

00:44:11: Zumal das einfach politisch gewollt ist.

00:44:13: so eine Angstmache dass wir überflutet werden und überrannt werden und dazu soll dieser Workshop auch im übrigen Beitragen um eben damals wirklich Zahlen auf dem Tisch zu kriegen.

00:44:25: Da ist auch ein Quiz dabei den wir machen wo die Chilis teilnehmen können.

00:44:31: es konzipiert für im Moment Klasse neun bis zwölf.

00:44:35: Es wird daran auch noch gefeilt es für jüngere Schüler ist zu machen.

00:44:41: Es wird da bewusst auch keine brutalen Bilder gezeigt, es werden Comics gezeigt zu diesem Thema und ich glaube das wird richtig gut.

00:44:51: Super!

00:44:52: Ja dann vielen Dank noch für diesen Tipp.

00:44:54: und als allerletzten Tipp lieber Olaf nehme ich immer den Buch-Tipp entgegen weil ich so gerne lese und ich habe einen Buchsponsor den ich damit immer erwähnen möchte hast du in letzter Zeit irgendein Buch gelesen was sich sehr beschäftigt hat dass du sehr gerne gelesen hast was du uns empfehlen magst?

00:45:11: Die Bücher sind erhältlich bei booklucker.de, dem Marktplatz für Bücher!

00:45:18: Ja also tatsächlich zwei im Moment.

00:45:20: das eine schon aus den Jahren ist ja aus den Jahresjahrs, ich glaube es nennt sich Hintermauern geschlossene Grenzen als Gefahr für die offene Gesellschaft.

00:45:28: von Volker M. Heinz und Franz Wolf erschienen bei Zurkamp.

00:45:35: Das kann ich nur wirklich sehr warm empfehlen wie aktiv durch Durch Regierungen, nicht nur durch die Deutsche sondern auch ganz viele EU-Länder Ängste geschürt werden.

00:45:47: Bewusst um eine gewisse Abneigung gegen Migranten zu schaffen.

00:45:53: Okay und du hast gesagt zwei Bücher?

00:45:56: Ja genau ich lese im Moment gerade ich habe es erst angelesen das neue Buch von Anne Semsrott Gegenmacht Die Zivilgesellschaft schlägt zurück.

00:46:03: Ich finde ein sehr schönes Buch sehr gut gelungen.

00:46:08: Einen etwas zitieren darf, vorlesen darf.

00:46:12: Er schreibt unter anderem Vertrauen ist untrennbar mit zivilgesellschaftlichem Engagement verknüpft.

00:46:17: wer sich engagiert baut auf vertrauen auf schafft neues vertrauen und bekämpft aktiv systemisches misstrauen.

00:46:24: super schön vielen dank dass du uns auch das noch mit auf den weggegeben hast.

00:46:29: Lieber Olaf, mir bleibt gar nichts anderes übrig als dir ganz herzlich zu danken für dein jahrelanges Engagement.

00:46:34: Toll dass du das so lange machst, toll dass deine Familie dich auch dabei unterstützt und toll, dass ihr mit Sarah so viele Menschenleben schon gerettet habt.

00:46:41: Ja... Das ist unschätzbar wichtig!

00:46:45: Wie gesagt vielen lieben Dank dafür.

00:46:47: Danke fürs Gespräch, dass du dir die Zeit heute für das Interview genommen hast Und bitte mach weiter so und gib niemals auf damit.

00:46:53: Ich dank dir ebenfalls, dass sie uns die Möglichkeit gegeben hat Sarah vorzustellen.

00:46:58: Ich freue mich drauf, das zu hören.

00:47:00: Und vielleicht noch mal ganz zum Schluss die Shownotes.

00:47:03: da stehen alle Sachen drin, die ihr finden möchtet über Sarah um zu spenden und mitzumachen entweder vor Ort oder aber auch euch zu Hause ganz einfach vom Schreibtisch aus mitzuhelfen.

00:47:12: und ja Spenden wie gesagt sind jederzeit natürlich auch herzlich willkommen!

00:47:17: Danke Olaf und bis bald tschüss!

00:47:19: Bis bald, tschüß!

00:47:21: Wie immer findet ihr natürlich alle Informationen und Links zu diesem Projekt in den Shownotes.

00:47:30: Hat es euch gefallen?

00:47:31: Fühlt ihr euch inspiriert, bewegt?

00:47:33: Habt ihr Verbesserungsvorschläge für mich?

00:47:36: Dann schreibt mir gerne auch die E-Mailadresse findet ihr in den shownotes!

00:47:41: Abonniert doch den Weltverbesserer Podcast dann verpasst ihr keine Episode mehr.

00:47:46: Teilt, liked und kommentiert diese Folge des Weltverbessere Podcasts.

00:47:50: ich würde mich sehr freuen.

00:47:52: Vielen Dank dafür.

00:47:53: Und bis bald, eure Bilder.

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