287 Salz und Wasser - mit der Polarstern unterwegs
Shownotes
Die Antarktis liegt weit entfernt von unserem Alltag. Und doch könnte das, was dort geschieht, die Zukunft von uns allen beeinflussen. Während die Folgen des Klimawandels immer sichtbarer werden, arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unter extremen Bedingungen daran, die Veränderungen an den Polen besser zu verstehen. Für ihren Dokumentarfilm „Salz und Wasser“ begleitete die Filmemacherin Ines Reinisch eine Expedition des Forschungseisbrechers Polarstern in die Ostantarktis. Zehn Wochen lang lebte und arbeitete sie mit Forschenden und Crewmitgliedern auf engem Raum, fernab der Zivilisation, um zu dokumentieren, was wissenschaftliche Erkenntnisgewinnung in einer der unwirtlichsten Regionen der Erde wirklich bedeutet. Wir sprechen heute über die Entstehung des Films, über die Menschen hinter der Klimaforschung, über persönliche Grenzerfahrungen und darüber, warum die Zukunft der Antarktis uns alle betrifft.
Hier geht's zu "Salz und Wasser" : https://www.thurnfilm.de/salz-und-wasser/
zum Farbfilmverleih: http://www.farbfilm-verleih.de/
zu Regisseurin Ines Reinisch: https://inesreinisch.de/
Hier der Buchtipp von Ines:
Sancton, Julian und Ulrike Frey - "Irrenhaus am Ende der Welt: Die Reise der Belgica in die dunkle antarktische Nacht." https://www.booklooker.de/B%C3%BCcher/Angebote/isbn=9783492406673
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00:00:45: Die Antarktis liegt weit entfernt von unserem Alltag.
00:00:51: Und doch könnte das, was dort geschieht die Zukunft bei uns allen beeinflussen.
00:00:55: Während die Folgen des Klimawandels immer sichtbarer werden arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unter extremen Bedingungen daran, die Veränderung an den Polen besser zu verstehen.
00:01:05: Für ihren Dokumentarfilm Salz und Wasser begleitete die Filmemacherin Ines Reynisch eine Expedition des Forschungseisbrechers Polarstern in die Ostankarktis.
00:01:15: Zehn Wochen lang lebte und arbeitete sie mit Forschenden und Crewmitgliedern auf engem Raum fernab der Zivilisation, um zu dokumentieren was wissenschaftliche Erkenntnisgewinnungen in einer der unwirklichsten Regionen der Erde zu bedeuten hat.
00:01:29: Wir sprechen heute über die Entstehung des Filmes und über die Menschen hinter der Klimaforschung, über persönliche Grenzerfahrungen und darüber warum die Zukunft der Antarktes uns alle betrifft.
00:01:40: Herzlich willkommen liebe Ines!
00:01:42: Schön dass ich dich heute hier begrüßen darf.
00:01:44: Du hast zehn Wochen auf der Polarstern verbracht in engsten Raum.
00:01:48: Ich habe es gerade schon versucht zu beschreiben Wenn du die Reise mit einem Satz erklären würdest Geht das überhaupt?
00:01:54: Und wie würdest du das machen?
00:01:57: Also erst mal vielen Dank, dass ich bei dir sein darf.
00:01:58: Das war schön!
00:02:01: In einem Satz... oh Gott Ich würde sagen die Reise war wahrscheinlich eines der beeindruckendsten Erlebnisse meines Lebens.
00:02:15: Es ist ja auch was ganz Besonderes an der Polarstern überhaupt an Bord sein zu dürfen.
00:02:19: Also es wurde hier bei der Filmpremiere in Köln so ein bisschen angeschnitten, dass das gar nicht so einfach war da an Bordsuch kommen und da Filmen zu dürfen.
00:02:27: Was hat dich an dem Projekt so sehr gereizt?
00:02:29: Dass du sich dahinter geklemmt hast bei der Expedition dabei sein zu durften?
00:02:34: Also ich habe einen ganz anderen Hintergrund, den man vielleicht gar nicht so – wenn man sich mit Meeres- und Polarforschung auseinandersetzt – erwarten würde.
00:02:43: Ich komme nämlich aus dem Ökolandbau.
00:02:47: Ich habe eine Universität Kassel ökologische Landwirtschaft studiert und im Ökelandbau hat man einen sehr holistischen Blick ein sehr ganzheitlichen Blick auf die Ökosysteme.
00:02:59: Das heißt, wenn wir im Ökolandbau etwas anbauen wollen, dann schauen wir uns sehr genau den Boden an.
00:03:03: Dann schauen wir ganz genau an wie die Fläche aussieht.
00:03:06: Sind da Bäume drüber rum?
00:03:07: Sind da Sträucher drumherum?
00:03:09: Was sind da vielleicht für Insekten oder für Vögel oder für Tiere?
00:03:13: und was ist dafür?
00:03:14: Niederschlag und der Sonnenanstrahl oder die Beschattung?
00:03:18: Die Liste ist wahnsinnig lang!
00:03:20: Wir schauen uns ziemlich viel mit dem Ökosystem zu erwirtschaften.
00:03:32: Nun ist es aber so, dass meine Familie einen Seefahrer hintergrund hat.
00:03:35: Mein Vater war Bootsmann und meine beiden Großväter sind zur See gefahren.
00:03:39: Wir haben bis heute ein Kapitän in unserer Familie und auch ein Schiffsbaum-Ingenieur.
00:03:45: Mein Onkel hat sehr lange in Wilhelmshaven in der Werft gearbeitet.
00:03:49: Ich glaube das waren insgesamt forty-fünf Jahre.
00:03:50: Also da ist auf jeden Fall viel Salzwasser mehres Wasser im Meinenblut.
00:03:56: von daher gehörte für mich zum holistischen Blick immer der Blick über das Land hinaus, nämlich auf die Meere.
00:04:05: Denn in der Landwirtschaft und wir natürlich auch im Ökolandbau bekommen die Veränderungen durch die globale Klimaerwärmung sehr genau mit.
00:04:14: Wenn man mit der Natur arbeitet dann sieht man was da passiert.
00:04:18: Und es gab mehrere Jahre... Das waren so die ersten Dürrejahre also zwanzig, achtzehn, zwanzrig, neunzehn wo ich tatsächlich mit meiner Kamera auf ökologischen landwirtschaftlichen Betrieben unterwegs war, weil ich Wissenstransferfilme aus der Ökolandbeforschung für Praktikerinnen und Praktika realisiere.
00:04:41: Und da bekommt man sehr viel von sehr vielen verschiedenen landwirtschaftliche Betrieben mit.
00:04:45: und man bekommt auch mit was wir Probleme die haben wie zum Beispiel dass sie es gar nicht schaffen einen Graschnitt hinzubekommen, weil alles einfach total verdörrt ist ihr Vieh vielleicht über das erste Jahr noch über den Winter bekommen sollen, aber nicht unbedingt durch den zweiten.
00:05:03: Und wenn man sich dann mit der globalen Klimaerwärmung beschäftigt und sich dabei auch mal vom Land weg bewegt und sich die Ozeane anschaut, dann beschäftigt man sich mit den Ozeanzykulationen und dann kommt man ganz automatisch in die polaren Gebiete.
00:05:21: Das hat mich natürlich sehr interessiert was in den polaren Gebieten passiert um dann einmal natürlich aus meiner reinen Neugier heraus, meinen persönlichen Blick zu erweitern.
00:05:33: Aber als Dokumentarfirmerin habe ich ja nun mal dieses wunderbare Instrument die Kamera in der Hand und kann das natürlich einem größeren Publikum präsentieren.
00:05:41: Und da ich halt auch schon immerhin sozusagen bevor ich im Ökolandbau war oder eigentlich parallel dazu professionelle Dokumentarfirmerinnen bin kamen da die Dinge einfach zusammen.
00:05:52: und wenn man in die Polarengebiete will, ist es natürlich die Polarsternen.
00:05:56: Und dann war es auch diese Expedition, weil die sich gerade in die Ostantarktis bewegt hat über den antaktischen Zykumpolastroben.
00:06:06: Der stärkste mächtigste Meerestrom der Welt.
00:06:11: Ehrlicherweise vorher gar nicht so viel wusste.
00:06:14: und hier in unseren Breiten ist so der Golfstrom und dann der verlängerte Abend relevant.
00:06:20: Aber der antaktische Zykumpolastrum, der eigentlich so viel steuert.
00:06:23: Der war für mich dann auch neu.
00:06:25: und dass wir da hingefahren sind und die Messungen gemacht haben... Also nicht wie er ich natürlich!
00:06:28: Ich stand hinter der Kamera das waren die fleißigen Wissenschaftlerinnen, Wissenschaftlern in Zusammenarbeit mit dieser fantastischen Schiffsbesatzung.
00:06:36: Das war natürlich extrem spannend Ja und dann habe ich tatsächlich mein Mut zusammengenommen.
00:06:40: also ich hab dann zwei Jahre tatsächlich mich ganz stark mit den Meereswissenschaften auseinandergesetzt.
00:06:47: Und dann habe Dr.
00:06:50: Markus Gutja, eine E-Mail geschrieben.
00:06:53: Das ist so eine Email gewesen wo ich dachte ja ok ich schick sie ab und... Ich hab's zumindest versucht!
00:06:59: Ich kann dann später sagen ich habe es versucht Es kam anders.
00:07:02: naja Nein das kam ganz anders!
00:07:04: Ich hab sie abgeschickt und es kam fast postwendend einer Antwort.
00:07:08: Ja klar wenn ich gut lasse mal treffen lassen wir drüber sprechen Und somit hat das dann natürlich noch mit wahnsinnig viel Vorarbeit und Logistik und allem tatsächlich auch geklappt.
00:07:18: Das glaube ich dir, dass das viel Arbeit war im Vorfeld und im Nachhinein auch die Schnittarbeit.
00:07:24: Allein schon deswegen bin ich unglaublich beeindruckt von dem Film und kann dir dazu wirklich nur gratulieren!
00:07:30: Du zeigst ja in dem Film sehr viel die Wissenschaftler, die Menschen, die dahinter stehen aber du zeigest auch die Crew, die Besatzung, die das Ganze ermöglicht.
00:07:39: Warum hast du den Film so aufgebaut?
00:07:41: Dass du auch so viel auf die Menschen und ihre einzelnen Schicksale eingehst
00:07:46: weil wir Menschen uns mit anderen Menschen verbinden.
00:07:51: Wir suchen immer etwas von uns, auch in den anderen Menschen und wir wollen von anderen Menschen lernen.
00:07:58: Und dadurch dass ich ja nun mal ein Forschungshintergrund habe, nämlich in der Ökolandauforschung, habe ich einen speziellen Blick dafür entwickelt wie über Wissenschaft kommuniziert wird.
00:08:13: Ich hatte den Eindruck über viele Jahre, das zwar über wissenschaftliche Ergebnisse durchaus kommuniziert wird.
00:08:22: Also es gab wissenschaftlicher Arbeit und das ist das Ergebnis.
00:08:25: Punkt was aber dahinter steht Das wird nicht wirklich kommuniziert Und wenn man nicht weiß wie viel Arbeit hinter einer Wissenschaftlichen Arbeit steht Dann gibt es vielleicht dazu auch nicht mehr so viel Respekt den gegenüber und ich habe das Gefühl dass tatsächlich der Wert der Wissenschaft und der Gesellschaft abgenommen hat.
00:08:50: Also ich stelle mir eigentlich laufen die Frage, wie kann es sein dass wir eigentlich wissenschaftlich so unglaublich gute Belege haben für das was die Menschheit gerade diesen Planeten antut?
00:09:03: Und wir eigentlich dringendst umsteuern müssten?
00:09:08: Wir haben den IPCC Report wo schon alle Ergebnisse im Prinzip drin stehen.
00:09:14: Also nicht alle, wir haben natürlich noch wahnsinnigen Forschungsbedarf aber die wichtigsten Dinge stehen drinnen und vor allen Dingen auch der Handlungsbedarf.
00:09:20: Und es passiert nichts!
00:09:24: Deswegen war es mir wichtig Wissenschaft einfach komplett anders zu erzählen und zwar wirklich über die Menschen, die das machen und dass auch Wissenschaft nicht bedeutet, dass es eine Wissenschaftlerin oder ein Wissenschaftler ist, der sich mit einer wissenschaftlichen Frage beschäftigt sondern dass das eine gesamte Infrastruktur ist.
00:09:45: Da sind ganz viele Menschen dran, sei es von den Personen die im Labor arbeiten, seils die Leute, die die gesamte Infrastruktur überhaupt herstellen.
00:09:55: Im Falle von Polarstern und selbst das ist ja nur ein Ausschnitt von Wissenschaft, ist die Polarsterne dieser Mikrokosmos der da losfährt damit wir überhaupt Proben aus den polaren Gebieten haben Und das war mir einfach sehr, sehr wichtig zu zeigen.
00:10:14: Dass was die da machen nichts ist, was man einfach so hinnehmen kann oder was einfach so hingenommen wird.
00:10:19: also so ja gut dann haben wir wieder irgendwelche Daten aus.
00:10:22: was es ich an Arktis-Arktis aber dass da wirklich Leute hinfahren und dass dort Proben gezuckt werden müssen und dass das mitunter auch sehr gefährlich sein kann und dass da sehr viel persönliche Einsatz hintersteht sowohl von der Besatzung als auch von den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern habe ich bisher vermisst, dass das kommuniziert wird und deswegen hab' ich das so in die Hand genommen.
00:10:45: Und natürlich ist es so... Ich kam aus einer Seefahrer-Familie!
00:10:48: Ich war so neugierig dieser Besatz im Gegenüber und es ist mir... Also ich habe natürlich wahnsinnig viel recherchiert und ich habe wahnsinn viele Filme auch über Polarstellen gesehen.
00:10:57: Es gibt ja wirklich über... Na sie ist über vierzig Jahre alt, es gibt wirklich sehr sehr sehr viele Filmen.
00:11:02: Und ich habe den Großteil hoffentlich davon sehen können.
00:11:05: Ich habe sehr viel rechercheriert und sehr viele gesehen.
00:11:09: Und es wurde immer so ganz grandios an der Besatzung vorbeigeschwenken mit der Kamera und das fand ich irgendwie nicht richtig.
00:11:14: Also klar, es gibt ein Interview mit dem Kapitän vielleicht auch mal mit dem Chef Ingenieur aber so Decks-Besatzungen zum Beispiel die ja auch wirklich eine grandiose Arbeit leisten, die kamen hier drin vor.
00:11:26: Das fand ich ein bisschen komisch und das dachte ich nicht.
00:11:28: Das gehört sich jetzt mal geändert!
00:11:32: Deswegen habe ich das alles gemacht.
00:11:33: Ja, die hast du auch beleuchtet und das fand ich auch sehr spannend diese Interviews zu hören.
00:11:37: Das war richtig cool muss ich sagen.
00:11:40: Na so Seefahrt,
00:11:41: supermögen!
00:11:42: Wenn man das mag dann ist mal falsch.
00:11:45: Das muss ich mal vielleicht schnell erwähnen, weil ich fand es super spannend.
00:11:47: Es wird eine zweite Polarstein-Stern gebaut.
00:11:50: Tatsächlich sind schon alle Gelder dazu in mühsamer Kleinarbeit zusammengesammelt um dieses riesige Projekt zu finanzieren und deswegen ist die Polarstern, die ihr jetzt vierzig Jahre auf dem Buckel hat wie du gerade gesagt hast dann demnächst Polarstellen.
00:12:03: eins Punkt nullens kommt ein zwei Punkt Null.
00:12:05: dazu eine modernere für die Wissenschaftler wesentlich interessantere Technik.
00:12:09: auch an Bord habe ich gehört.
00:12:10: Und was mich auch sehr begeistert hat, dass die Proben, die dort jetzt gezogen wurden in dem Film, den du präsentierst über Jahrzehnte von Wissenschaftlern untersucht werden und uns auch im Jahrzehnten noch neue Erkenntnisse über den Werdiger mit dieser Welt und der Klimaforschung geben werden.
00:12:29: Das fand ich auch super spannend!
00:12:30: Also es lohnt sich auf jeden Fall mit der Polarsterne rauszufahren?
00:12:34: Das kann man nicht anders sagen... Wie hat sich denn dein Blick auf die Klimakrise
00:12:39: verändert?!
00:12:40: durch diese Fahrt?
00:12:41: oder hast du irgendwas Überraschendes erfahren?
00:12:46: Überraschen würde ich in dem Sinne nicht sagen, dass es nicht gut aussieht.
00:12:50: Das war mir tatsächlich schon klar weil sich die Dinge ja nun auch rasant verändern.
00:12:57: wir haben einfach das hinbekommen innerhalb von hundert Jahren wofür das normale in Anführungszeichen Ökosystem mehrere Zehntausend Jahre also Zehnteusend Jahre plus benötigt.
00:13:11: Wir haben das in hundert Jahren geschafft.
00:13:13: Wir haben jetzt gerade einen CO-Zweigerhalt in der Atmosphäre, den es solange es die Menschheit gibt, den noch nicht gab.
00:13:25: So,
00:13:25: d.h.,
00:13:25: diese Zuersamenhänge waren wir natürlich auch schon klar und auch dass die extremen Wettereignisse zunehmen aufgrund der Globalen... Klimaerwärmung, also diese Hitzewellen die wir jetzt erleben.
00:13:36: Diese Dürren die wir erleben aber auch diese starkere Ereignisse.
00:13:40: Wir denken nur ans Ahrtal das ist ja zwar schon ein paar Jahre her aber es war wirklich eine absolute Katastrophe und das findet ja schon bei uns statt und in anderen Ländern sieht's natürlich noch um einiges wilder aus.
00:13:52: Also El Nino ich bin nicht gerade so auf dem aktuellsten Stand Sehr starker El Nino jetzt in diesem Jahr erwartet.
00:14:00: Das heißt, dass gerade in der südlichen Hemisphäre wirklich mit extremen Wetterereignissen zu rechnen ist.
00:14:07: Von daher gesehen das Ausmaß und die Schnelligkeit von den Dingen, die da passieren – die waren ja schon in etwa klar.
00:14:17: aber es ist ein Unterschied ob man etwas kognitiv aufnehmen kann und verstehen kann oder ob man es tatsächlich noch mal in einer anderen Dimension, nämlich in einer emotionalen Dimension nochmal erfährt.
00:14:34: Und ich bin ja nunmal mit dem Helikopter über den Darmann Gletscher geflogen als wir da unten waren um zu zeigen wie ein Gletschertort am Sterben ist der auch nicht und dieses Sterben nicht mehr zu stoppen ist.
00:14:52: Dieses Sterben findet statt, es findet jetzt statt und es findet in einer Dimension statt, die mich absolut ungehauen hat.
00:15:01: Also ich habe es probiert mit der Kamera einzufangen.
00:15:03: Ich saß auf den Kufen des Helikopters Und wir sind da über eine ja die Bruchstelle dieses Gletschers eines der größten Gletscher der Ost an Arktis geflogen.
00:15:16: Wenn allein der Denman Gletscher schmilzt, haben wir einen globalen Nährespiegelanstieg von einst Komma fünf Metern.
00:15:23: Wenn die gesamte Ost- und Arktischschmilz sind es jetzt zweiundfünfzig Meter globaler Schmierenspieg.
00:15:28: Das dauert natürlich.
00:15:28: das ist jetzt nicht etwas was in den nächsten Zwei drei Jahren passiert dass passiert aber kontinuierlich.
00:15:36: Und diesen Blick Den ich natürlich auf der Einseite durch die Kamera hatte Aber den ich natürlich auch mit meinen eigenen Augen hatte.
00:15:43: wie gesagt Ich habe probiert mit der Kamera einzufangen und die große Leinwand eignet sich natürlich auch dafür ist, einmal so zu zeigen.
00:15:50: Aber es mit eigenen Augen zu sehen diese Dimension wie riesig!
00:15:55: Wie endlos!
00:15:57: Wie schier dieser Zusammenbruch dieses Gletschers isst und diese Eismassen die einfach unwiderruflich schmelzen werden und sie sich jetzt schon auf den Weg machen das war heftig.
00:16:12: Das hat in mir noch mal einen richtigen Klick ergeben von okay, das ist etwas, das können wir eigentlich nicht verantworten.
00:16:21: Und wir tun es aber leider!
00:16:23: Ich muss ehrlich gestehen, dass ich schon skeptisch in die Zukunft
00:16:26: blicke
00:16:27: weil wir Menschen eigentlich so lange das Wissen haben und sich trotzdem ja bisher so
00:16:32: wenig tut.
00:16:38: Du stellst ganz am Anfang des Films die Frage wie wird mich diese Reise verändern?
00:16:43: Ist das einer der Punkte, der dich ein bisschen verändert hat?
00:16:46: Definitiv also... Verantwortungsbewusstsein, würde ich mal so sagen.
00:16:51: Ich war lange bei den Pfadfinderinnen und auch sehr jung.
00:16:54: da musste ich schon sehr früh Verantwortung übernehmen.
00:16:58: Das ist etwas was man da ganz klar mitbekommt.
00:17:01: Da werde ich sagen Verantwortung ja weiche nicht unbedingt aus.
00:17:06: das macht auch mein Beruf als Dokumentarfilmerin aus.
00:17:09: meine Verantwortung trage ich Mit meiner Kamera dass sich eine Tür zu einer Welt öffnet die dem Publikum vielleicht verschlossen wäre und somit halt etwas in die Welt zu bringen, was spannend ist.
00:17:22: Was aber auch vielleicht uns begreifen lässt, dass unsere Welt sehr divers ist, sehr komplex Und ja es sind sehr viele verschiedene Perspektiven auf das Geschehen und auf die Welt gibt.
00:17:35: Aber was mir durch die Reise und gerade auch durch die Interaktion mit der Shift-Screw und auch mit der Wissenschaft klar geworden ist Verantwortung bedeutet, was das wirklich bedeutet.
00:17:48: Und dass die Entscheidung, die wir treffen und Maxi noch so persönlich sein letztendlich immer in einem Kontext mit anderen steht.
00:17:57: Das ist mir nochmal dadurch sehr viel klarer geworden.
00:18:03: Was ich mich am Ende des Films gefragt habe war vor allem Folgendes – ich versuch's mal zu erklären!
00:18:11: Der Film nimmt sich sehr viel Zeit für Beobachtungen und ruhige Momente.
00:18:16: Die Antarktis bietet ja sehr viele spektakuläre Bilder, die du ja bei diesem Flug zum Beispiel über den Gletscher auch eingefangen hast.
00:18:23: Aber du hast das sehr ruhig gemacht!
00:18:26: Du hast nichts verdramatisiert oder so effektascherisch dargestellt.
00:18:32: Warum hast du darauf verzichtet und diesen Film eher bewusst ruhig erscheinen lassen?
00:18:38: Weil es so ist wie's isst... Ich habe sehr bewusst die auditive Ebene des Filmes eingesetzt.
00:18:46: Ich hätte natürlich überall Musik drauf klatschen können.
00:18:49: Unser Komponist Sascha Blank hat wirklich eine fantastische, wunderschöne Musik geschrieben und wir haben sie sehr, sehr bewusst eingesetzt.
00:18:56: also es gibt Momente mit Musik die natürlich auch dem Publikum einfach ein bisschen Zeit gibt um einfach mal zu reflektieren oder sich kurz mal zu erholen will.
00:19:08: man nimmt ja trotzdem bei so einem Film und gerade wenn man im Kino sitzt ja sehr viel auf.
00:19:13: Aber was mir einfach wichtig war, ist dass das Publikum das Gefühl hat sie sind mit uns dort vor Ort.
00:19:20: Und wenn man irgendwo ist egal wo man ist wir nehmen ja die Welt nicht nur über unsere Augen wahr sondern vor allen Dingen über unsere Ohren.
00:19:29: Das heißt wie komme ich an einen Ort wirklich an?
00:19:32: Ja durchaus durch unsere Augen aber viel mehr durch unser Gehör über unsere akustische Wahrnehmung weil es so ist dass wir das aus der akustisch wahrnehmen gar nicht emotional filtern können.
00:19:44: Also Bilder in unserem Kopf können wir vielleicht ausblenden, aber Geräusche können wir nicht ausblendern.
00:19:50: Das geht direkt ins emotionale Zentrum.
00:19:52: Ich bin von einem Warnheimus Psychologen im Film ausgebildet worden.
00:19:56: Da spiegelt sich das leider ein bisschen wieder.
00:19:58: Aber das wollte ich auch dem Publikum nicht vorenthalten die Akustik der Antarktis Wirklich das Gefühl zu haben man ist dort und es wirklich zu erleben Und ich habe diese riesengroße Leinwand Und es ist ja auch genauso, wie wenn man vor Ort ist.
00:20:18: Es sind ja wirklich Dimensionen.
00:20:20: Also man schaut daraus und das sind ja keine kleinen Eisbergchen, sondern das ist schon wirklich ziemlich groß!
00:20:29: Das Gefühl vor Ort zu sein, das bekommt man über die Akustik und ich habe es deswegen ruhig und auch langsam erzählt weil wir ja auch nicht durch jeden Raum durchsprinden, wenn wir in unserem Leben sind.
00:20:41: Ja, wir müssen uns manchmal beeilen aber... Wir nehmen ja Räumlichkeiten und Orte, dadurch war das wir uns darin aufhalten.
00:20:50: Und dass wir uns da drin umschauen und dass wir ein bisschen Zeit da drinnen verbringen.
00:20:54: Dass wir diesen Raum und auch das Geschehen da drin ganz bewusst wahrnehmen.
00:21:01: Diese Wahrnehmung wollte ich durch diese Form des Erzählens den Menschen nahe bringen.
00:21:08: Ich habe das Gefühl, dass es auch ganz gut funktioniert!
00:21:11: Definitiv.
00:21:12: Und ich verstehe das jetzt auch umso mehr, denn ihr habt ja für viele Stücke der Reise auch sehr lange Zeit gebraucht zum Beispiel als ihr das Eis durchbrechen musstet was du auch total toll dargestellt hast durch dieses Geräusch dass das Eis macht wenn man da mit dem Schiff, mit dem Eisbrecher durchfährt.
00:21:29: Da habt ihr Ewigkeiten gebrauchten für drei Kilometer oder vier Kilometer und insofern kann ich das total gut verstehen.
00:21:40: kleiner ja das Feedback oder Kritikpunkt daran höchstens gewesen wäre, war halt.
00:21:46: zum Beispiel hatte ich einen dreizehnjährigen jungen Mann dabei.
00:21:49: der halt glaube ich wahrscheinlich eher hätte erreicht werden können mit dieser Thematik wenn man den Film schneller und vielleicht auch ein bisschen anders gebaut hätte.
00:22:02: aber wahrscheinlich möchtest du auch sowas nicht erreichen.
00:22:06: Mit dem film kann ich mir vorstellen für ihn war es vielleicht ein bisschen langweilig an manchen stellen.
00:22:11: Deswegen denke ich, es ist ja auch die Frage, wen möchte man mit dem Film ansprechen?
00:22:16: Also...ja.
00:22:17: Ich glaube das ist auch sehr individuell!
00:22:19: Es wird auch gesagt dass die jüngeren Menschen aus das jüngere Publikum Teenager alles gerne laut und schnell haben wollen.
00:22:27: Ich habe diesen Film auch anderen Teenagerinnen und Teenagern gezeigt Und die auch sehr offen sind.
00:22:33: Das ist ja das Gute an dem Alter.
00:22:35: Die wollen ja eigentlich einen Immerkontra geben Und da kam eigentlich eher so die Rückmeldung, oh wie schön dass es mal ruhig war und wie schön das man dem erfolgen könnte.
00:22:45: Ich glaube das ist total individuell!
00:22:46: Es wird sicherlich auch erwachsene Menschen geben, die sagen, oh bruh das war mir jetzt irgendwie ein bisschen so... Das ist ja auch vollkommen in Ordnung, ich wollte nur nicht einfach den ausgetretenen Fahrt nehmen der schon tausendmal Tausend ist alles in gleicher Weise über Wissenschaft zu erzählen, weil ich glaube genau dieser Punkt wie schaffen wir es auch wertschätzend damit umzugehen.
00:23:12: Weil wenn ich etwas wertschätze dann nehme ich das auch ernst und wenn wir etwas ernst nehmen können wir auch etwas für uns und auch für andere bewirken.
00:23:21: Und das war einfach mein Ziel.
00:23:23: Ja was würdest du dir wünschen was die Menschen die diesen Film im Kino sehen oder allgemein den Filmen sehen?
00:23:29: Was sie mitnehmen?
00:23:31: Einmal würde ich mir wünschen, dass Sie etwas gefühlt haben.
00:23:35: Das ist mir wirklich wichtig!
00:23:37: Dass sie nicht nur etwas verstanden haben sondern... ...dass sie etwas gefült haben weil ich glaube Gefühle ein Gefühl für etwas zu entwickeln kann sehr nachhaltig sein und das ihr vor allen Dingen auch nicht nur die Wissenschaft als solches sehen.
00:23:52: also Alexander von Humboldt der daraus segelt eine Fliege fängt und sagt das es Fliegus endarcticus so dass es nicht wissenschaft sondern das Wissenschafts sehr viel Arbeit bedeutet, extrem viel Teamarbeit.
00:24:08: Eine hohe Akribie, unfassbar viel Geduld und auch eine hohe Verantwortung.
00:24:15: Und dass die Verantwortung gerade was die Polarsternen und was Polarforschung in den polaren Gebieten anbelangt nicht nur Wissenschaft bedeutet, sondern auch eine hochspezialisierte Shiftscrew, die unfassber viel aus ihrem eigenen Leben tatsächlich opfert!
00:24:32: und das kann ich gar nicht beschreiben, damit wir Forschungsergebnisse aus den Polaren gebieten haben.
00:24:39: Denn die Wissenschaftler selber können Polarstellen als Schiff selber einfach nicht fahren!
00:24:43: Da braucht man eine sehr, sehr gute Schiffscrew und hat die Polarsternen.
00:24:49: Und diese sind jedes Jahr für ein halbes Jahr auf diesem Schiff Fahre nicht nur eine Expedition, sondern sie fahren ja jedes Jahr Expedition.
00:24:58: Für Sie ist das Alltag aber sie verpassen natürlich auch ein halbes Jahr zusammen zu Hause mit den Liebsten und es ist ein ganz krasser Unterschied ob man auf dem Schiff auf See is oder an Land Zuhause.
00:25:10: Und dass müssen die Familien zu Hause aushalten wenn jemand nicht da ist Wenn zum Beispiel jemand verstirbt oder jemand krank wird Die Kinder geboren werden oder die Hochzeit des allerbesten Freundes, oder der allerbestem Freundin.
00:25:25: Das wird dann alles verpasst dafür dass diese Menschen an Bord arbeiten und diesen wirklich sehr auch nicht gerade ungefährlichen Job machen damit alle auch lebend wieder aus den Polarengebieten kommen.
00:25:38: es ist würde ich mal so sagen das gefährlichste Seegebiet der Welt.
00:25:43: Ja das finde ich wurde auch deutlich gemacht.
00:25:46: Denkst du Besatzungen und auch die Wissenschaftler, die auf der Polarstern arbeiten.
00:25:52: Dass das weltverbesserbar sind im Sinne unseres Podcasts?
00:25:56: Ja
00:25:57: schon finde ich auch.
00:25:58: also Ich glaube sich dazu zu entscheiden einmal auf der einen Seite diesen wissenschaftlichen Weg zu gehen Der ja wirklich lang ist.
00:26:09: Das fängt ja mit dem Studium an und dann kommt erstmal der Bachelor, dann der Master.
00:26:13: Dann gibt es die Promotion und vielleicht noch die Habilitation oder man arbeitet als Postdoc weiter und das ist wahnsinnig viel Arbeit weil es nicht nur die Forschungsarbeit ist sondern sie müssen auch immer wieder neue Gelder einwerben dafür dass sie überhaupt forschen können.
00:26:34: wirklich anstrengend.
00:26:35: Und so wie das ja auch im Film erzählt wird von Marit, es ist einfach so dass auch gerade das Beschäftigungsverhältnis in der Wissenschaft nicht besonders gut ist.
00:26:47: Das sind immer nur drei Jahresverträge und dann vielleicht geht's dann weiter?
00:26:52: Dann hat man hier eine Viertelstelle und da noch mal ne Achtelsteller und dann kommt er nochmal vom dritten Projekt irgendwie nach einer Viertelsstelle... obendrauf und dann puzzelt man sich das zusammen, hat aber den Kopf eigentlich in drei verschiedenen Projekten.
00:27:04: Muss nebenher noch Studierende betreuen hier noch eine Bachelorarbeit betreuten da noch eine Masterarbeit gleichzeitig denn auch die nächsten Anträge stellen damit es irgendwie weitergeht.
00:27:11: Das sind wirklich prekäre Arbeitsverhältnisse und die Menschen machen das trotzdem weil sie einfach diese Verantwortung spüren und weil sie natürlich auf diesen Neugier spülen diese Komplexität die in unserer Welt nun mal da ist weiter auf den Grund zu gehen Wissensstand zu erweitern.
00:27:29: Und was die Polarstein-Q anbelangt, ja Polarstern ist ein extrem besonderes Schiff.
00:27:34: sie ist hochkomplex, sie ist ein Eisbrecher.
00:27:38: Sie fährt aber durch alle Klimazonen denn wenn sie von Prima Hafen in die Antarktes aufbricht fährt sie auch durch die Tropen und auch bei diesen Transitstrecken wird Wissenschaft durchgeführt.
00:27:49: Das heißt, ja sie ist ein Eisbrecher der auch durchaus in den Truppen aktiv sein kann und sein muss.
00:27:57: Sie hat sämtliches wissenschaftliches Equipment an Bord.
00:28:00: Sie muss Passagiere vorgesorgen nämlich dreieinneunzig an BORD.
00:28:03: das heißt es muss genügend Essen da sein und zwar auch genügt essen und genüge Möglichkeiten falls dieses Schiff mal tatsächlich von Eischäulen eingeschwingelt oder nicht weiterfahren kann.
00:28:15: Bisher ist nicht wirklich was passiert, aber es liegt einfach an dieser fantastischen Crew.
00:28:19: Aber das kann passieren!
00:28:21: Es ist gefährlich und ich glaube die Menschen, die auf Polarstellen fahren, das sind nicht unbedingt diejenigen denen alles egal ist sondern gerade diejenigen, die halt noch etwas in der Bühne haben.
00:28:31: Das klingt jetzt so gemein in den anderen Seeleuten, die über so meine ich das nicht.
00:28:34: Aber es ist einfach ein sehr... Also Seeleute machen einen unglaublichen Job für uns denn halt auch wenn man in die andere Seefahrt schaut was die Containerschiffe anbelangt das sind auch sehr schwierige Arbeitsbedingungen und wir bekommen immer unsere Bananen über die Schifffahrt hier nach Deutschland.
00:28:49: Wir haben zwar Truppengewechshäuser aber dass würde unseren Bananennedarf halt einfach nicht decken.
00:28:53: Und wir denken halt wir gehen im Supermarkt kaufen Bananens sind immer da Nee!
00:28:57: Die kommen irgendwo her und wir müssen auch von A nach B transportiert werden.
00:29:01: Das ist ein harter Job.
00:29:03: Und die Leute auf Polarstellen, die müssen ja einfach in so vielen verschiedenen Dingen dann auch noch fit sein.
00:29:08: Die müssen für die Wissenschaft misdenken und haben die wissenschaftlichen Geräte drauf.
00:29:12: Gleichzeitig müssen sie halt dieses Schiff am Laufen halten.
00:29:15: Sie ist über vierzig Jahre alt.
00:29:18: Die Maschine, die Hauptmaschinen alles was dazu gehört, die Navigationssysteme, die Eiskarten... Die Kombüse.
00:29:25: Da hängt einfach wahnsinnig viel dran und das sind einfach spezielle Menschen und ich würde schon sagen, dass auf jeden Fall Weltverbesser.
00:29:32: Das wollte ich gerade sagen!
00:29:34: Einige werden es einfach darauf, dass sie alle das weltverbessere Krönchen von uns aufgesetzt bekommen.
00:29:38: Das sehe ich auf jeden fall auch so.
00:29:40: Kommen wir nochmal zurück zum Film denn darüber wollten wir eigentlich sprechen... Wo läuft der?
00:29:45: Jetzt gerade zu dem Moment, wo wir sprechen.
00:29:46: Hab ich die Premiere schon in Köln gesehen?
00:29:48: Du bist auf dem Weg zur Berlin-Premiere ... Ja!
00:29:50: Aber der Film läuft ja jetzt an.
00:29:52: kommender Woche Dienstag geht dieser Podcast online.
00:29:54: also wenn der Podcast online ist läuft der Film schon.
00:29:57: Wo kann man den sehen?
00:29:58: wie lange ist er?
00:29:59: was muss man vielleicht vorbereitend wissen Wenn man sich den film anguckt oder geht man einfach um vor eingenommen rein?
00:30:05: Was würdest du empfehlen?
00:30:07: Also der Film läuft bundesweit, was sehr schön ist.
00:30:10: Schaut einfach bei dem Kino eurer Wahl ob er dort läuft.
00:30:14: Wenn er dort nicht läuft dann sagt den Filmverleih Bescheid das ist der Fahrpimpferlei und sagt ich möchte gerne diesen film sehen oder sagt in eurem kino vor allen Dingen bescheid und sagt Ich möchte es als Wasser sehen oder wenn ihr auch ja in Umweltgruppen, Klimagruppen organisiert seid oder selber von der Wissenschaft kommt.
00:30:33: Ihr könnt auch sehr gerne Veranstaltungen mit diesem Film organisieren, Bildungseinrichtung, Schulen und so weiter.
00:30:38: also das ist alles möglich.
00:30:40: jetzt läuft er erstmal im Kino und das würde ich euch auf jeden Fall auch empfehlen weil ich nämlich auch den Ton gemischt habe und nicht schon angedeutet habe es ist ein sehr besonderer Ton und dass ist natürlich besonders schön im Kinos zu hören und Es ist ein film der einfach auf die große Leinwand gehört.
00:30:55: Dafür ist er gemacht.
00:30:57: Und wie sollte man sich vorbereiten?
00:30:59: Gar nicht!
00:31:00: Geht hin und lasst euch beeindrucken, sag ich mal.
00:31:02: Ich gehe die Hin
00:31:02: und lasse euch beeindrücken nimmt aber... ...ich würde sagen Vorsitzender war eine Packung Taschentücher mit.
00:31:07: es kann durchaus emotional werden.
00:31:11: Das passt ja gut zu dem Faktor den ich eh noch erklären wollte.
00:31:15: im Salzwasser des Meeres ist ungefähr der gleiche Salzgehalt wie in unseren Tränen, die wir weinen.
00:31:20: das stimmt richtig?
00:31:21: Ja
00:31:22: Also natürlich ist es so, dass die verschiedenen Wassermassen verschiedene Salzgehalte haben und ein Mediziner würde jetzt auch sofort sagen ah Moment mal.
00:31:31: Aber es kommt in etwa hin.
00:31:33: Ja das ja jetzt auch nur als Sidekick sozusagen.
00:31:38: Was müsste deine Ansicht nach passieren liebe Innes damit die Welt ein besserer Ort wird?
00:31:41: wenn du dir drei Dinge wünschen dürftest?
00:31:43: Frieden Als allererstes weil Krieg unglaublich viel zerstört unglaublich viel Vertrauen zerstört, unglaublich viele Hass bildet den wir gar nicht brauchen.
00:32:01: Wir könnten jede Sekunde, jede Minute entscheiden die Waffen niederzulegen überall auf der Welt und einfach gemeinsam Tee trinken und dann vielleicht einfach miteinander reden und feststellen dass wir gar nichts so verschieden sind.
00:32:14: das könnte jeden Tag passieren und wenn das passiert dann findet wieder Dialog statt.
00:32:23: Und Krieg ist auch unfassbare Umweltzerstörung.
00:32:26: Das ist etwas, das man ja auch gerne mal vergisst... ...das unfassbare Leid der Menschen die sterben, die verwundet werden Die Familien, die nicht wissen wo ihre Liebsten gerade sind weil sie verschleppt sind oder irgendwo getötet worden sind und wo man sich nicht wiederfindet.
00:32:42: Wie grausam sind wir Menschen?
00:32:45: Und gleichzeitig diese Umwelterstörung, die mit Krieg auch mit einher geht und auch der CO² Ausstoß, der auch extrem hoch ist durch Krieg.
00:32:57: Wenn wir es schaffen tatsächlich wieder zueinander zu finden dann können wir auch gemeinsam Lösungen finden und dazu brauchen wir als Menschheit Verständnis dafür dass wir alle sehr unterschiedlich sind, dass wir unterschiedliche Perspektiven haben können.
00:33:11: das ist uns nicht daran hinderten gemeinsam Kondenszenz zu finden um tatsächlich die Schritte einleiten zu können die uns allen langfristig helfen können.
00:33:21: Schöne Wunsch!
00:33:22: Zählt er für drei?
00:33:24: Ja, ich würde sagen ja.
00:33:26: Und ansonsten wünsche ich mir natürlich... Also ansonstens wünsch ich mich natürlich dass ihr halt viele diesen Filmen sehen.
00:33:32: Ich glaube einfach weil er anders ist bringt der auch Spaß.
00:33:35: Es sind tolle Leute dabei die bei diesem Film zu sehen sind Die tolle Sachen sagen.
00:33:40: und ja ich habe auch so viele Menschen getroffen die gesagt haben oh man ich wird auch so gerne auf eine Expedition Ich werde so gern in die Polaren gebietet.
00:33:49: das ist natürlich nicht für alle Menschen möglich aus sehr guten Gründen Aber ich habe mich bemüht euch sozusagen alle mitzunehmen, mit der Kamera und deswegen.
00:33:57: Ja, schaut ihn euch
00:33:58: an.
00:34:02: Super!
00:34:02: Ich habe noch drei kurze Fragen.
00:34:03: Einmal hast du eben erwähnt das Umweltorganisationen die diesen Film gerne präsentieren möchten vor ihren eigenen Leuten für Leute, die vor Ort sich da sehr viel interessieren und sich auch melden könnten?
00:34:14: Das finde ich natürlich super spannend.
00:34:15: Können sie das nach der Kinorausstrahlung oder ist es jetzt schon möglich?
00:34:20: Wohin muss man sich da wenden?
00:34:22: am Farbfilmverleih?
00:34:23: oder wie geht das?
00:34:24: Genau, man wendet sich an den Farbfilmpferlei dann kann man das gemeinsam organisieren.
00:34:29: Okay, super!
00:34:30: Also das werde ich hier alles auch in den Show-Notes verlinken.
00:34:32: wer da Intervesse dran hat bitte guckt da rein.
00:34:34: Sehr schön
00:34:36: Was ist für dich gerade die Zukunft?
00:34:38: Also außer natürlich gerade wahrscheinlich auch PR für den Film zu machen ein wenig so wie hier auch was ist dein nächstes Projekt?
00:34:45: Mein nächstes Projekt oder ein Projekt, wo ich gerade parallel dran arbeite ist meine Bachelorarbeit.
00:34:51: Oh okay!
00:34:51: Wie cool du hast dich von den Wissenschaftlern inspirieren lassen.
00:34:54: Na
00:34:54: ja also mein Studium ist ein bisschen länger geworden in Ökolandbau.
00:35:00: das hatte einfach damit zu tun dass sich in meiner Zeit meines Studiums in Ökolandbau wahnsinnige viele Wissenstransferfilme aus der Ökolandbauforschung für die Praktikerinnen und Praktika gemacht habe oder realisiert habe.
00:35:14: und zum zweiten, dass ich noch meinen ersten Kinodokumentar filmen werde.
00:35:17: Ein Gartengek wächst über ein Obannes Gartenprojekt in Kasse was ich für zwei Jahre mit der Kamera begleitet habe, realisiert haben.
00:35:24: Somit hat sich mein Studium ein bisschen länger gestreckt und ich bin da wirklich der absolute Dinosaurier!
00:35:31: Deswegen ist jetzt die Bachelorarbeit dran und danach möchte ich gerne in einer Festanstellung arbeiten im Kontext Wissenstransfer, gerne natürlich Ökolandbau oder halt auch Meeresforschung.
00:35:46: Ja da bin ich noch ganz offen aber da möchte ich halt gerne hin.
00:35:50: Sehr geschickt jetzt hast du hier direkt eine kleine Bewerbung abgegeben.
00:35:52: sehr cool!
00:35:55: Also alles offen.
00:35:56: schaut euch den Film an.
00:35:57: Ich habe vor wenig Dingen Angst.
00:35:59: ich hänge mich aus dem Helikopter raus Kein Ding.
00:36:04: Also das wäre etwas, was mir wirklich sehr viel Spaß bringt würde und ich möchte einfach gerne in der Festanstaltung arbeiten.
00:36:10: Sehr verständlich!
00:36:11: Als allerletzte frage stelle ich immer die nach einem Buchtipp.
00:36:13: Ich habe einen netten kleinen Buchsponsor und wiesst du gerne?
00:36:16: Hast du vielleicht gute Buchtips auch für die Anti-Arktis?
00:36:18: Die Arktis keine Ahnung.
00:36:20: Du hast bestimmt was...
00:36:31: Ja, also tatsächlich ein Buchtipp.
00:36:34: Wenn man mal lesen will wie man eine Antarktes Expedition nicht durchführen sollte dann lohnt sich das Buch über die Belgiker Expedition ihren Haus am Ende der Welt.
00:36:47: Das habe ich auch in Vorbereitung gelesen.
00:36:49: und da drin steht dass Pinguin Fleisch sehr ekelhaft schmeckt.
00:36:52: Man sollte sie nicht essen.
00:36:54: Ja, die waren damals ... Die Basic Expeditionen waren noch mit einem Segelschiff.
00:36:59: Wir sprechen hier von Zeiten, wo tatsächlich so die ersten Expedition überhaupt in die Antarktes stattgefunden haben und ich fand das sehr beeindruckend, was diese Natur und diese Abgeschiedenheit mit diesen Menschen gemacht hat und weil einfach so viel schief gelaufen ist.
00:37:15: bei denen konnte man natürlich auch wahnsinnig viel daraus lernen!
00:37:18: Ich hab das Buch nicht aus der Hand gelegt, weil ich dachte es kann nicht wahr sein!
00:37:22: Und da war ich hin?
00:37:24: Ja, also es ließ sich super und macht auch noch mal klar dass die Antarktis ein Lebensraum ist in dem wir Menschen wirklich gar nichts zu suchen haben.
00:37:34: Nichts!
00:37:35: Und selbst das Gefühl auf Polarständen zu sein und dort zu sein war schon auch fand ich sehr herausfordernd weil man wusste wir gehören da nicht hin.
00:37:45: Spannend, vielen Dank.
00:37:48: In einer Zeit, in der viele Menschen Klima-Daten nur als Zahlen wahrnehmen, erinnert uns Salz und Wasser daran, dass hinter jeder wissenschaftlichen Erkenntnis Menschen stehen.
00:37:56: Menschen die unter extremen Bedingungen versuchen unsere Zukunft zu verbessern und zu verstehen.
00:38:01: Vielen Dank liebe Ihnen es für diesen eindrucksvollen Film, für diese eindrucksvollen Einblicke, der die Verbindung zwischen Forschung Verantwortung und Menschlichkeit sehr sichtbar macht.
00:38:10: deswegen meine absolute Guck-Empfehlung für Salz und Wasser geht in die Kinos.
00:38:15: Und dir ganz herzlichen Dank für dieses riesige Projekt, für deine Arbeit daran.
00:38:20: Viel Erfolg damit!
00:38:22: Bis bald mal wieder.
00:38:22: Danke schön.
00:38:23: Vielen lieben Dank.
00:38:24: Vielen dank, dass ich bei dir sein durfte.
00:38:26: wie schön.
00:38:40: Habt ihr Verbesserungsvorschläge für mich?
00:38:42: Dann schreibt mir gerne.
00:38:44: Auch die E-Mailadresse findet ihr in den Shownotes!
00:38:47: Abonniert doch den Weltverbesserer Podcast, dann verpasst
00:38:50: ihr keine Episode
00:38:51: mehr.
00:38:52: Teilt, liked und kommentiert diese Folge des Weltverbesserer Podcasts – ich würde mich sehr freuen.
00:38:58: Vielen Dank dafür und bis bald eure Birte.
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