290 doBetter - Bildung schafft Zukunft
Shownotes
Viele Menschen sehen Bilder von Kriegen, Flucht und Armut in den Nachrichten und fühlen sich machtlos. Meine heutige Gästin hat sich entschieden, genau das nicht zu akzeptieren. Als 2015 Tausende Geflüchtete am Münchner Hauptbahnhof ankamen, hörte Jacqueline Flory immer wieder den Satz: „Schade, dass man da nichts machen kann.“ Sie packte eine Zeltplane in ihren Koffer, reiste in den Libanon und begann, eine Schule für geflüchtete Kinder aufzubauen. Heute, zehn Jahre später, betreibt ihre Organisation doBetter fast 90 Schulen in Syrien, im Libanon und in Afghanistan. Zehntausende Kinder erhalten Bildung, Frauen lernen lesen und schreiben, Familien bekommen Zugang zu medizinischer Versorgung und sauberem Wasser. Alles spendenfinanziert und getragen von der Überzeugung, dass Bildung der sicherste Weg zu Frieden und Zukunftschancen ist. Liebe Jacqueline, wie wurde aus einer einzelnen Zeltplane eine Organisation, die heute das Leben von so vielen Menschen verändert?
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Hier die Buchtipps von Jacqueline:
"INVICTA – Feministisches (Über-)Leben auf der Flucht" - Verlag Zeitschule e.V.
"Culpability" - Bruce Holsinger
https://www.booklooker.de/B%C3%BCcher/Angebote/isbn=9781954118966
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Transkript anzeigen
00:00:08: Hallo, Weltverbesserer!
00:00:10: Dies ist der Podcast für alle die positiv und gleichzeitig achtsam in die Zukunft gehen wollen.
00:00:15: Ein Podcast über Nachhaltigkeit, soziale Projekte und Innovationen.
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00:00:39: Meine heutige Gästin hat sich entschieden genau das nicht zu akzeptieren.
00:00:43: Als zweitausendfünfzehntausende Geflüchtete am Münchner Hauptbahnhof ankam, hörte Jacqueline Florie immer wieder den Satz «Schade dass man da gar nichts machen kann».
00:00:52: Sie packte eine Zeltplan in ihren Koffer und reiste in den Libanon und begann eine Schule für geflüchtet Kinder aufzubauen.
00:01:00: Heute – zehn Jahre später betreibt ihre Organisation Du Beta fast neunzig Schulen in Syrien im Libanon und in Afghanistan.
00:01:09: Zehntausende Kinder erhalten Bildung, Frauen lernen Lesen und Schreiben, Familien bekommen Zugang zu medizinischer Versorgung und sauberem Wasser – alles spendenfinanziert und getragen von der Überzeugung das Bildung der sicherste Wegzufrieden- und Zukunftsschancen ist!
00:01:25: Liebe Jacqueline erst mal herzlich willkommen in meinem Podcast, schön dass du hier sein kannst.
00:01:29: Wie ist es damals passiert, dass aus dieser Zeltplane die Du da eingepackt hast so eine große Organisation entstanden bist?
00:01:36: Ehrlich gesagt, ich weiß das auch nicht so genau und hättest du mich vor zehn Jahren gefragt.
00:01:41: Wird daraus mal eine große Organisation oder wird daraus irgendwann mal etwas was du hauptberuflich machen kannst?
00:01:47: Hätte ich dich wahrscheinlich für verrückt erklärt!
00:01:49: Aber damals war einfach das Bedürfnis groß, etwas zu tun Diese Masse an Menschen, die sich beschweren und sagen es ist alles ganz schlimm.
00:02:00: Und so viele Flüchtlinge hier und warum tut denn niemand was?
00:02:04: Und wenn wir alle nur darüber reden dass niemand etwas tun und niemand anfängt was zu tun dann kommen wir ja nicht weiter.
00:02:10: also das war eigentlich so der Grundgedanke und ich hätte mir aber damals nie vorstellen können Dass das zehn Jahre später so groß ist dass Ich das hauptberuflich machen kann dass mittlerweile sechs Kolleginnen und Kollegen das haup beruflich Machen.
00:02:26: Also da war, glaube ich ganz viel Glück dabei und ganz viel die Bereitschaft der Menschen um uns herum das wirklich mit offenem Herzen und offenen Augen anzuschauen.
00:02:37: Aber der Ausgangspunkt war wirklich dass was ich was verändern wollte und meine Kinder waren damals fünf und sieben.
00:02:44: also für uns spielte gerade Einschulung Schule gehen Wofür ist Schule gut usw.
00:02:49: eine ganz große Rolle.
00:02:51: Und deswegen schien für mich klar zu sein in diesen Kriegs- und Krisengebieten gebraucht wird, auch in allererster Linie Schulen sind.
00:03:01: Weil für mich Bildung das einzige ist was Frieden langfristig sichern kann und gleichzeitig hatte ich aber das Gefühl dass gerade in Richtung Bildung von der europäischen Entwicklungshilfe Seite überhaupt nichts getan wird.
00:03:16: Und so haben wir einfach versucht diese erste Schule zu bauen und haben in der Grundschule meiner Kinder diese besagte dreißig Quadratmeter große Zeltplane bemalt.
00:03:24: Die kamen dann mit in den Koffer, als meine Kinder und ich dann losgeflogen sind.
00:03:29: Und gehofft haben das der Schaffen die erste Schule zu bauen.
00:03:31: Das hat Gott sei Dank geklappt!
00:03:33: Ich finde das unglaublich mutig wenn ich das jetzt vor allem auch noch so höre dass du deine Kinder einfach mitgenommen
00:03:38: hast.
00:03:39: also manche würden vielleicht auch sagen blauäugig aber es hat ja funktioniert.
00:03:42: deswegen meiner Ansicht nach supermutig und toll dass es geklappte.
00:03:45: mittlerweile ist er aus einer schule sind neunzig Schulen geworden Bildungsprojekte Frauenförderung medizinische Hilfe.
00:03:52: Was ist aktuell euer wichtigster Baustein?
00:03:54: Ist das immer noch die Bildung?
00:03:56: Ich würde sagen, es ist immer noch.
00:03:58: Die Bildung, obwohl Bildung natürlich im Laufe der Jahre verschiedene Formen angenommen hat.
00:04:03: Also ich habe immer wieder dort bei der Arbeit vor Ort auch andere internationale große bekannte Organisationen getroffen und mit deren Arbeit angeschaut.
00:04:13: Organisationen denen ich als junge Frau immer gespendet habe weil nicht mehr gedacht habe wenn jemand weiß wie's geht dann der UNHCR oder UNICEF oder wie sie alle heißen Und war geschockt darüber, wie wenig Kontakt zwischen den Entscheidungsträgern dieser Organisationen und den Menschen, denen sie helfen wollen bestehen.
00:04:35: Ich wusste für mich dass ich das auf keinen Fall will!
00:04:38: Ich wollte immer, dass unsere Impulse für das was getan werden muss aus den Camps direkt kommen von den Menschen denen wir eigentlich gekommen sind um zu helfen Und daraus hat sich dann alles, was nach der Schule kam ergeben.
00:04:54: Also wir haben einfach in den Gesprächen mit den Familien erfahren es wird dringend medizinische Versorgung gebraucht.
00:05:01: Wir haben aus dem Gespräch mit den Familien erfahren dass es zweimal im Jahr Kohlerer Epidemie gibt weil das saubere Trinkwasser nicht reicht.
00:05:10: Wir haben sehr schnell nach dem ersten Schulbau erfahren, dass Kinder nicht zur Schule gehen können wenn sie den ganzen Tag auf den Feldern arbeiten müssen weil die Erwachsenen ein Arbeitsverbot haben und nur die Kinder die Familie ernähren können.
00:05:22: Und das wir also die Ernährungssituation der Familie übernehmen müssten um Kindern überhaupt in Schulbesuch zu ermöglichen.
00:05:30: Also das sind alles Sachen Die aus der Arbeit vor Ort, aus dem Kontakt mit den Menschen in den Camps entstanden ist durch die regelmäßigen Besuche meiner Kinder und mir.
00:05:41: Und da haben wir einfach unsere Cues aufgenommen.
00:05:43: was muss als nächstes passieren?
00:05:44: und haben deswegen auch unser Spektrum erweitert und haben dann mit Erwachsenenbildung begonnen und medizinischer Versorgung und Lebensmittelversorgung usw.
00:05:53: Aber die Bildung ist der Kernpunkt unserer Arbeit geblieben und das wird er mit Sicherheit bleiben.
00:06:00: Nun ist das, dass ihr begonnen habt zehn Jahre her über zehn Jahre schon.
00:06:04: Ich kann mir vorstellen, dass deine Kinder sehr stolz sein müssen auf das was du da angestoßen hast.
00:06:09: Du hast gesagt die arbeiten auch immer noch mit.
00:06:11: Was erzählen die so?
00:06:14: Also da gibt es eine ganz lustige Geschichte, weil es wird mir tatsächlich ganz aufwürdig an mich herangetragen.
00:06:18: Deine Kinder müssen ja so stolz sein.
00:06:20: und das erste was ich damit assoziere ist dass ich auch schon wieder ein paar Jahre her vom SC-Magazin angerufen worden bin.
00:06:28: die haben eine Reihe gemacht, vierzig besonderen Mütter und haben mich angerufen und gesagt sie möchten, dass ich einer dieser vierzig besonderen Müttern werde.
00:06:37: Und als dieser Anruf kam, stand mein Sohn neben mir war er vielleicht neunzehn Jahre alt.
00:06:43: Und als ich aufgelegt habe, sagt er, was war das?
00:06:45: Dann hab' ich ihm das erzählt und der sagte, vierzig besondere Mütter.
00:06:49: Was wollen die da mit dir?
00:06:52: Und dann bin ich gesagt, na ja, lieb uns!
00:06:53: Die meinen unsere Arbeit im Libanon und in Syrien und so.
00:06:57: Und dann guckt ihr immer noch ganz verwirrt und sagt dem Hammer es ist doch nichts besonderes.
00:07:04: Immer wenn ich das erzähle, sagen andere Frauen dann zu mir, oh, es tut mir total leicht.
00:07:08: Dass deine Kinder das nicht zu schätzen wissen.
00:07:10: und wenn die Eltern sind bestimmt.
00:07:12: aber tatsächlich fand ich diese Reaktion total cool weil mir hat dieser Reaktionen gesagt dass es für ihn normal ist so aufzuwachsen dass wir in den Ferien im Flüchtlingscamp sind und Lebensmittel verteilen Und dass das eigentlich mit ein großer Wunsch von mir war als ich mit dieser Arbeit angefangen habe, dass meine Kinder mit dieser Realität aufwachsen.
00:07:34: Dass wenn man Veränderungen sehen will dann muss man jetzt damit anfangen sie in Gang zu bringen und deswegen fand ich diese Selbstverständlichkeiten das er das ganz normal findet eigentlich ganz toll Und Sie gehen tatsächlich immer noch sehr gerne mit weil sie im Laufe der Jahre dort einfach ganz viele Freundschaften geschlossen haben.
00:07:52: also sie sind mit diesen Kindern in diesen ersten Camps aufgewachsen.
00:07:57: Und ich habe auch meinem Handy Tausende von Fotos von meinen Kindern und den Kindern aus dem Camp, wie sie fünf, sechs Jahre alt sind und wie sie jetzt eben alle im Kopf größer sind als ich und mit uns gemeinsam erwachsen geworden sind.
00:08:13: Und deswegen ist das einfach sehr schön, dass meine Kinder erleben dürfen, dass Flüchtlinge nicht diese anonyme homogene Masse sind.
00:08:21: Sondern dass wir Gesichter und Namen, Geschichten, Schicksale und Freundschaften damit verbinden
00:08:26: können.
00:08:27: Ja auf jeden Fall ich habe das Gefühl dadurch ist deine Energie die du da hast auch total ansteckend.
00:08:32: also
00:08:32: deine Kinder
00:08:33: haben es übernommen.
00:08:34: wahrscheinlich viele Kinder vor Ort und auch Erwachsene sind auf deinen Zug aufgesprungen sozusagen und helfen mit.
00:08:41: Mit wem arbeitet ihr vor Ort zusammen?
00:08:42: Ich denke, dass das total wichtig ist oder du hast es ja eben auch schon gesagt, dass ihr die Leute anspricht.
00:08:47: was für Nöte habt ihr?
00:08:48: wo können wir helfen?
00:08:50: Was gibt's
00:08:50: dafür Zusammenarbeiten?
00:08:52: Wir haben tatsächlich vor Ort darauf sind wir auch sehr stolz überhaupt keine Angestellten.
00:08:57: also wir haben dort kein Büro keine Niederlassung nicht irgendwelche bei uns fest angestellte Menschen die da regelmäßig die Camps betäuen oder ähnliches, sondern es war uns von Anfang an wichtig dass wir mit den Menschen dort auf Augenhöhe sprechen und ihnen so viel Selbstbestimmung zurückgeben wie möglich.
00:09:17: Die man auch der Flucht wenn man von Spenden- und Hilfsgeldern und anderen Projekten abhängig ist zweifellos verliert das wir soviel davon wie möglich zurück geben können um dieses Selbstwirksamkeitsgefühl wieder erzeugen.
00:09:31: Und deswegen ist eigentlich alles, was an Arbeiten vor Ort anfällt wird in den Camps von den Geflüchteten selbst erledigt.
00:09:40: Also das fängt beim Unterricht an!
00:09:42: Wir haben in allen unseren Camps viele geflüchtete Lehrer die teilweise seit Jahren darauf warten... wieder unterrichten zu können, wieder arbeiten zu können und die machen dann den Unterricht in unseren Schulen.
00:09:53: Das geht weiter mit dem Zeltbau und der Zelt-Instandhaltung.
00:09:58: auch da haben wir viele Berufsgruppen von Geflüchteten, die dafür sehr viel besser geeignet sind als ich es jetzt zum Beispiel wäre.
00:10:05: Das geht weiter bei der Lebensmittelverteilung, was eine riesige logistische Aktion ist jede Woche.
00:10:13: Weil wir Camps haben mit mehreren Tausend Bewohnern und da genaue Listen geführt werden welche Familien, welche Lebensmittel brauchen ob es kleine Kinder in der Familie gibt die vielleicht noch Milchblüfer brauchen oder Windeln?
00:10:26: Ob es Allergien oder Krankheiten in der Family gibt die Medikamenten Auslieferungen abfordern also allein das sicherzustellen dass jede Familie, jede Woche ihr für sie bestimmtes Lebensmittelpaket bekommt.
00:10:39: Das ist ein riesiger logistischer Aufwand, für den wir pro Camp fünfzehn bis zwanzig Menschen brauchen, die sich damit den ganzen Tag beschäftigen.
00:10:46: und all das wird in den Camps direkt von den Menschen gemacht, die wahnsinnig froh sind endlich wieder eine Sinn von der Aufgabe zu haben um nicht dem ganzen Tag auf Zeltwände starren zu müssen.
00:10:58: Und es bedeutet für uns, dass wir alles was wir machen und im Moment haben wir ninety-fünf Schulen mit fünfzig tausend Schülern in täglichen Unterricht.
00:11:08: Und hundertfünfzigtausend Menschen die wir mit Lebensmitteln versorgen das können wir im Moment alles stemmen zu siebt hier im Büro in München.
00:11:18: Und das bedeutet natürlich, dass wir einen sehr geringen Verwaltungsaufwand haben und dass wir unseren Spendern sagen können.
00:11:24: Neunzig Prozent von dem was du spendest kommt auch wirklich da an wo es ankommen soll.
00:11:30: Das ist für mich ganz wichtig weil ich mir dieser Verantwortung gegenüber Spenden spenden sehr bewusst bin.
00:11:35: Also ich kann mich gut erinnern vor zehn Jahren Als wir das Projekt an der Schule gestartet haben, waren unsere ersten Spender natürlich wir selbst und andere Eltern die an derselben Schule waren wie unsere Kinder, die wir den Verein gegründet haben.
00:11:50: Und die uns dann eben auch finanziell unterstützt haben damit wir die erste Schule bauen können.
00:11:54: ich kann mich gut erinnern an die allererste Spende von einem wild fremden Menschen.
00:12:01: Unfassbar mir das erschienen ist, dass jemand mit dem ich noch nie gesprochen habe den nicht aufm Pausenhof bequatscht habe oder ähnliches.
00:12:09: Dass jemand der einfach in der Zeitung von uns gelesen hat und von diesem Projekt ein Wildfremder uns was spendet.
00:12:16: Und auch jetzt noch jede Woche wenn ich Spendenquittungen unterschreibe finde es faszinierend!
00:12:22: Das Menschen aus Berlin, aus Hamburg, aus der Schweiz, aus Österreich uns Geld spenden und dieser Verantwortung, dass da jemand sich gedacht Ich vertraue dir fünfzig Euro an.
00:12:33: Ich vertrau, dass du damit das Beste mögliche vor Ort in diesen Ländern tust.
00:12:39: Dem bin ich mir sehr bewusst und deswegen finde es ganz toll, dass wir mit so wenigen Menschen so viele Menschen versorgen können!
00:12:47: Schön.
00:12:47: Ja, finde ich auch total super.
00:12:48: vor allem dass ihr das so wertschätzt und die Spenden so wertschezend behandelt ist es richtig toll denn ihr kommt ja auch ohne große staatliche Förderung oder ohne große institutionelle Förderer aus so viel ich weiß.
00:13:00: Ich glaube wir beantragen tatsächlich gar keine öffentlichen Gelder sehr bewusst nicht weil es in der europäischen Entwicklungshilfe tatsächlich immer noch so ist der Abstimmung mit der Regierung im betreffenden Ausland ausgegeben werden müssen und natürlich in den Regionen, in denen wir tätig sind wäre das undenkbar.
00:13:22: Also wenn wir jetzt mit der afghanischen Regierung besprechen würden wie viel Geld wir ins Land bringen wollen und wo wir das ausgeben wollen dann würde die Hälfte davon bei dieser afghanische Regierung hängen bleiben und deswegen ist es wahnsinnig wichtig für uns dass wir unabhängig agieren können, ohne die entsprechende Regierung mit einzubeziehen.
00:13:42: Und das können wir nicht mit öffentlichen Geldern und deswegen sind wir tatsächlich rein privat spenden finanziell.
00:13:49: Super!
00:13:50: Da kommst du auch schon direkt auf das Thema was ich jetzt ansprechen wollte.
00:13:53: ihr habt ja mittlerweile einen großen Schwerpunkt in Afghanistan.
00:13:56: warum ist gerade dort so wichtig die Frauen und Mädchen zu fördern?
00:14:01: Weil Afghanistan das einzige Land der Welt ist, das Gender-Apartheid hat.
00:14:06: Das gibt es tatsächlich in dieser Form nirgendwo sonst auf der Welt und weil es im Moment auch keine Hinweise darauf gibt dass sich das in absehbarer Zeit ändern wird.
00:14:17: Im Gegenteil wird sich die Situation der Frauen in den nächsten Jahren und Jahrzehnten massiv verschlechtern.
00:14:24: Denn das was jetzt die jungen Frauen so beschränkt also dem zwölften Lebensjahr nicht mehr weiter zur Schule gehen können, dass sie keine Berufsausbildung machen können.
00:14:35: Wirklich zum Drama werden in zehn bis fünfzehn Jahren.
00:14:39: Denn das heißt, dass es in zehn- bis fünfzen Jahren keine Ärztinnen, keine Lehrerinnen und keine Hebammen mehr gibt, weil es dafür niemand diese Berufe erlernt.
00:14:48: Und da Frauen sich nicht von Männern behandeln oder unterrichten lassen durften, heißt das... dass die Kindersterblichkeitsrate in Afghanistan explodieren wird, obwohl sie jetzt schon unglaublich hoch ist.
00:15:02: Weil Frauen in Zukunft alle allein entwinden werden.
00:15:05: Frauen werden in Zukunft keinen Zugang mehr zu medizinischer Versorgung haben weil es ja keine Ärztinnen geben wird.
00:15:11: Auch Mädchen unter zwölf Jahren werden nicht mehr zur Schule gehen können, weil es hier keine Lehrerinnen mehr geben wird.
00:15:18: Da vor eineinhalb Jahren ein Erdbeben in Afghanistan wo schreiende, noch lebende Frauen unter den Trümmern liegen gelassen wurden.
00:15:27: Weil natürlich bei den Sanitätern nur Männer dabei waren, Frauen haben keinen Arbeitsverbot und diese Männer dürfen diese fremden Frauen nicht berühren.
00:15:35: also hat man diese Frauen unter dem Trümmer sterben lassen weil die Sanitäter sie nicht berührt durften.
00:15:42: Und solche Situationen werden in Zukunft häufiger und häufiger werden, weil Frauen kein Zugang mehr zu Hilfe haben werden.
00:15:50: Und deswegen finde ich es in keinem Land wichtiger als in Afghanistan.
00:15:54: Frauen auch jede nur erdenkliche Art und Weise zu unterstützen, gerade auch weil es in unseren Medien nicht präsent ist.
00:16:01: Also Afghanistan hat während des Krieges nach Nine Eleven in unseren Medien stattgefunden und hat ganz extremen den Medien stattgefundet beim Abzug der Nachzugkräfte.
00:16:14: Aber seitdem nehme ich so eine Stimmung wahr, wie in Afghanistan ist es halt schrecklich.
00:16:19: Aber dagegen kann man ja nichts machen.
00:16:20: Wir haben uns ja zwanzig Jahre lang versucht und es ging eben einfach nicht.
00:16:24: Jetzt sind wieder die Taliban da!
00:16:26: Und das ist ein Grundgedanke, dem mich nicht anschließen kann weil wir durch unsere Arbeit im Libanon und in Thüringen die Erfahrung gemacht haben dass man immer was tun kann.
00:16:35: Dass man immer die Lebensumstände der Menschen vor Ort verbessern kann.
00:16:39: Deswegen ist das auch in Afghanistan ganz wichtig.
00:16:43: Trotzdem stelle ich mir das gerade da besonders schwierig vor, weil es ist verboten die Frauen in dem Sinne zu fördern.
00:16:52: Also macht
00:16:52: ihr das im Untergrund?
00:16:56: Ja also es ist natürlich allein die Rahmenbedingungen sind sehr viel schwieriger in Afghanistan.
00:17:02: Also angefangen davon dass ich mich als Frau ja auch nicht alleine benutze unbeaufsichtig doch bewegen kann.
00:17:10: Also um überhaupt ein Visum für Afghanistan zu bekommen, muss ich nachweisen dass es einen einheimischen afghanischen Mann gibt der die Vormundschaft für mich übernimmt und der also praktisch garantiert das ich mich an alle Regeln halte, dass ich adäquat verhüllt bin ,dass ich niemanden anspreche und auch ansonsten nicht gegen Regeln versstoße.
00:17:33: Und dieser Mann muss mich vom Flughafen abholen Die komplette Zeit, über die ich dort bin eine Woche zehn Tage mich ununterbrochen überall hin begleiten.
00:17:43: Ich darf nicht allein unterwegs sein.
00:17:45: Das macht es natürlich schon sehr schwierig und das ist die gegenteilige Erfahrung, die ich habe wenn ich jetzt im Libanon oder in Syrien unterwegs bin.
00:17:53: Aber abgesehen von diesen Rahmenbedingungen Es ist so dass wir Natürlich nicht vor der Regierung verheimlichen konnten Dass wir in diesem Flüchtlingslagern Schulen bauen und dass wir überrascht waren, wie wenig Steine uns da in den Weg gelegt worden sind seitens der Taliban.
00:18:12: Also da haben wir im Libanon mit der Folla schon sehr viel schwierigere und schlimmere Erfahrungen gemacht.
00:18:19: Tatsächlich war es so das die Taliban auf dem Standpunkt stehen uns gegenüber.
00:18:25: Wir haben nicht die Infrastruktur und nicht die finanziellen Mittel, um uns diese Menschen in den Camps zu kümmern.
00:18:32: Wenn du es machst ohne uns zu stören bitte!
00:18:35: Das ist so die Grundhaltung der Taliban was ich jetzt schon mal sehr positiv finde und wir werden wenig drangsaliert.
00:18:42: also wir müssen natürlich bei alle paar Kilometer müssen wir in Checkpoints und das ist aber lieber nur mit der Spolder auch so und werden da kontrolliert.
00:18:50: Und müssen Rechenschaften verabgeben, warum wir hier sind, was wir machen usw.
00:18:55: Aber abgesehen davon können wir relativ ungestört actieren.
00:19:00: Schön!
00:19:01: Das ist ja schon mal gut.
00:19:02: Du hast einmal gesagt ich habe viele Frauen getroffen die alles verloren haben außer ihren Mut.
00:19:07: das finde ich ein sehr schönes Zitat von dir.
00:19:10: welche Begegnung hatte ich denn dabei besonders geprägt?
00:19:14: Oh, da gibt es ganz viele.
00:19:15: Also generell ist es so dass ich immer merke wenn ich von einer Reise zurück komme beobachte ich bei meinen Kindern das die einen Knopf im Kopf umlegen können und dann sind sie zack wieder hier.
00:19:28: Und wenn wir auf dem Weg ins Lager sind legen Sie auch diesen Schalter um und sind einfach in dieser Flüchtlingsrealität.
00:19:36: Das ist mir nie so leicht gefallen.
00:19:40: Ich merke mit zunehmendem Alter Hunderte, vielleicht Tausende.
00:19:46: Ich weiß es nicht von Reisen hinter uns haben wird's auch nicht leichter.
00:19:49: und ich merke das dann immer wenn ich hier wieder ankomme Und hier in diese auch immer schlimmer werdenden Nörgel Realität komme Wo wir ja wirklich immer noch auf sehr sehr hohem Niveau jammern wo mir dann auffällt wie unfassbar stark die Frauen vor Ort sind.
00:20:11: Also wenn wir da nur als ein Beispiel nehmen, die Frau, die ich vor Ort als Allererstes kennengelernt habe war in unserem Giraffencamp.
00:20:18: Das war im Jahr zwei Tausendsechzehn unser allererstes Camp wo wir die erste Spule gebaut haben Und ich habe mich da mit einem Lehrer unterhalten, der geflogen ist und seit zwei Jahren in diesem Camp lebte.
00:20:29: Und seine Frau war auch Lehrerin.
00:20:30: Das war die erste Familie, die uns in ihr Zelt eingeladen hat um mit ihr zu essen und mit der wir die Möglichkeit einer Schule besprochen haben.
00:20:38: Ihr Name war Mabdu und sie war damals schon jahrelang in diesen Camp.
00:20:44: Hat dort drei Kinder großgezogen in einen Zelt ohne Strom oder Wasser einzigen Raum, wo sie Sommer und Winter auf dem Boden schlafen.
00:20:54: Und diese Frau war so dankbar und so wertschätzend!
00:21:00: Sie hat mir glaube ich in diesem ersten Gespräch dreimal gesagt, sie sind wirklich die Glücklichen weil sie haben niemanden in der Familie verloren.
00:21:08: Wir haben wirklich Glück gehabt.
00:21:10: Ich habe noch alle meine drei Kinder, mein Mann ist noch am Leben Das hat sich ständig betont.
00:21:15: Es gibt auf Arabisch sagt man Hamdela Gott sei es gedankt und dieses Wort fällt so oft in Konversationen im Camps, dass die Leute einfach dankbar sind das sie noch am Leben haben.
00:21:30: Dass sie diese Zelte über den Kopf haben Und wie dankbar sie waren als wir dann kamen und angefangen haben Wasser zu verteilen Die Schule zu bauen und ich habe mir gedacht Wir könnten hier von so viel lernen dass wir zu schätzen wissen, was wir haben anstatt immer nur darüber zu lamentieren.
00:21:48: Was wir vermeintlich nicht mehr haben oder vielleicht bald verlieren.
00:21:53: und diese Frauen sind so positiv und so mutig und so stark und so würgevoll.
00:22:00: und solche Frauen habe ich immer wieder in den Camps getroffen.
00:22:03: und ich denke mir... Ich hab glaube ich seit dieser ersten Reise, Kein einziges Mal mehr unter einer heißen Dusche gestanden, ohne an M-Aktu zu denken.
00:22:13: Weil M- Aktu mir damals erzählt hat, dass sie vor vier Jahren zum letzten Mal heiß geduscht hat.
00:22:18: Sie könnte sich jeden Morgen mit kaltem Wasser waschen, das ist alles!
00:22:23: Und es hat mir so gezeigt wie viel ich auch als selbstverständlich ansehe und angemessen zu schätzen weiß, dass ich ganz oft in Situationen wo ich eigentlich gerade ausraste will.
00:22:35: Mir denke wie dankbar wäre MAPTO jetzt grade wenn das ihr größtes Problem wäre?
00:22:41: Und es ist so etwas was ich für mich mitgenommen habe und wo ich mir wünschen würde dass wir alle uns da ein bisschen mehr davon abdrücken könnten.
00:22:49: Ja genau das hab' ich auch gerade gedacht.
00:22:51: hast du denn einen Tipp für jemanden, der hier in unserem wunderschönen Europa im relativen Luxus lebt.
00:22:58: Viele vielleicht ja auch nicht aber trotzdem haben wir immer noch mehr als die meisten Menschen vor unserer Behilfs.
00:23:04: Was
00:23:05: kann man vielleicht tun damit man mehr Selbstwirksamkeit entwickelt?
00:23:10: Also ich weiß dass uns das immer schwerer fällt weil wir eben so gefangen sind wie furchtbar ist alles hier bei uns und alles geht den Bach runter und alles wird immer schlimmer.
00:23:22: Ich finde es ganz wichtig, dass wir nicht verlernen über den Tellernamen zu gucken und zu schauen wie es in anderen Teilen der Welt braucht.
00:23:31: Ich bin ja oft zu Vorträgen auch im Grundschulen hier in Deutschland Und Kindern fällt das ganz leicht.
00:23:38: Für Kinder selbst für Erstklässler ist es ganz leicht zu verstehen Was für ein Glück sie haben, dass Sie zur Schule gehen können.
00:23:46: Dass Sie so einen tollen Pausenhof mit Bäumen draufhaben.
00:23:49: Dass die so tolle Schultoiletten und eine Mittagsbetreuung haben, wo es jeden Tag warmes Mittagessen gibt.
00:23:55: Also unsere Kinder können das noch!
00:23:58: Das ist nicht was uns angeboren wird dieser Negativismus sondern das ist etwas was wir uns selber angewöhnen.
00:24:05: Und ich glaube dieses einzige Gift dagegen ist sich zu engagieren Sich wirklich zu beschäftigen damit wie es anderen Menschen geht und auch zu helfen, weil in dem Moment indem man hilft kommt man aus dieser Machtlosigkeit raus.
00:24:22: Wenn wir uns alle jeden Tag einreden ja das ist ja alles so scheiße und wir können nichts dagegen tun dann entsteht daraus keine Situation von Kraft und Wirksamkeit.
00:24:33: wenn wir uns aber ganz gezielt eine Situation anschauen und sagen doch also wir haben bei uns zum Beispiel kostet einen Jahr Schule für ein Kind im Jahr.
00:24:44: Und ich glaube, dass neunundsiebzig Euro in einem Jahr einen Betrag ist, den sich viele von uns leisten können – auch wenn es uns finanziell nicht mehr so gut geht wie früher vielleicht mal -, und wenn man sich vorstellt, das sich mit diesem relativ kleinen Betrag des Kostet-Einmal-Essen gehen, einen Kind ein Jahr Schule finanzieren kann.
00:25:05: Also den Unterschied machen kann zwischen Kann dieses Kind lesen oder schreiben?
00:25:09: Oder kann Dann ist das unglaublich, finde ich.
00:25:13: Und wenn ich dann noch einen bekannten oder ein Familienmitglied davon überzeuge, dass auch zu machen, dann sind da schon mal zwei Kinder, deren Leben sich innerhalb dieses Jahres für immer verändern wird.
00:25:25: und wenn wir das multiplizieren damit wie viele Menschen wieder auf dieses Problem aufmerksam machen können, dann können wir ein ganzes Camp damit verändern und in einem ganzen Camp eine Schule realisieren.
00:25:36: also es gibt so viel was man mit relativ wenig tun kann Und sobald wir damit anfangen, kommen wir aus diesem Machtlosigkeitsgefühl raus.
00:25:44: Ich glaube das wäre der allerwichtigste Schritt, dass wir auch bei uns etwas verändern.
00:25:49: Ja definitiv!
00:25:51: Das sehe ich ganz genauso und ich denke auch nicht, dass es da Ausreden gibt zu sagen, ich habe keine Zeit oder ich hab kein Geld denn es gibt unterschiedlichsten Wege auf denen wir uns engagieren und selbst wirksam werden können.
00:26:02: Man kann bei der Tafel um die Ecke helfen dafür braucht man nicht viel Zeit und überhaupt gar kein Geld.
00:26:07: Man kann euch spenden, wenn man keine Zeit hat.
00:26:10: Also es gibt die unterschiedlichsten Wege und deswegen denke ich auch bitte hört auf mit den Ausreden und tut was.
00:26:15: das hilft euch auch im Herzen positiver zu sein.
00:26:19: Sehr schön!
00:26:20: Was ist denn für euch als Dubetta?
00:26:22: Im Moment die größte Herausforderung, was würdest du sagen Jacqueline?
00:26:26: Also im Moment ist die größter Herausforderung dass wir vor einigen Wochen gestartet haben mit unserer ersten Schule in Gaza und das nochmal vor völlig neue Herausforderungen stellt, weil unser Projekt eben bisher darauf gefußt hat dass ich sehr sehr oft im Gespräch mit den Menschen vor Ort bin.
00:26:48: In Gaza ist es im Moment kaum möglich dort tatsächlich hinzukommen.
00:26:52: Das heißt wir sind jetzt sehr beschränkt auf Telefon auf WhatsApp, ich habe zum Beispiel die Aufnahmegespräche für die neue Schule jetzt alle am Telefon geführt was sehr ungewöhnlich ist.
00:27:08: Was mich dazu zwingt dass sich die Sachen in den letzten zehn Jahren an Routinen einfach bewährt haben umzuschmeißen und mich nochmal etwas völlig neu einzulassen Von null an wieder zu erarbeiten, wie wir das am besten machen.
00:27:26: Was im Moment sehr zeitaufwendig ist und wovon ich mir aber einrede dass das total positiv für mich sein wird, dass sich jetzt dazu gezwungen werde mal alles wieder zu hinterfragen und neue Wege zu finden.
00:27:39: Aber Ich bin noch nicht ganz an dem Punkt wo ich mir das selber glaube!
00:27:42: Ich hoffe wenn dann alles fertig ist Und Wenn ich das erste Mal dort bin und sehe es hat alles geklappt und die Kinder sind im Unterrichten, es geht ihnen gut.
00:27:52: Dann weiß ich das zu schätzen.
00:27:54: Aber im Moment ist das gerade noch so ein bisschen ein Kampf wie ich das am besten umsetze auf neuen Wegen.
00:28:00: aber es auch eine große Freude das zu tun weil ich in diesen Telefonaten eben auch wirklich schreckliche Geschichten höre auch wirklich im Vergleich nochmal zu den vielen Tausend Geschichten, die ich aus unseren anderen Projektländern gehört habe.
00:28:20: Also was in Gaza im Moment gerade noch für eine humanitäre Katastrophe ist und mitten dieser Katastrophel eben hunderttausende von Kindern traumatisiert und orientierungslos und ohne Zugang zu medizinischer Hilfe und ohne normalen Tagesablauf und ohne Kindheit!
00:28:39: und dazu etwas beitragen zu können indem wir wieder ein Stück Normalität etablieren, in dem der Kindern wieder ermöglichen Kind zu sein, indem sie zur Schule gehen kann.
00:28:48: Und ihnen eine Perspektive für die Zukunft zu geben.
00:28:50: das ist auch unglaublich befriedigend.
00:28:53: also deswegen würde ich sagen dass kostet mich im Moment am meisten Zeit und es ist die größte Herausforderung aber es ist auch gleichzeitig die größten Freude.
00:29:02: sehr schön Was wünschst du dir für die nächsten zehn Jahre?
00:29:07: Wo steht ihr zu eurem zwanzigjährigen Jubiläum?
00:29:12: Als wir fünf geworden sind, bin ich mal gefragt worden was wünsche ich mir zum zehnten?
00:29:16: und ich hatte mir zum Zehnten gewünscht dass wir überflüssig sind.
00:29:20: Dass es uns nicht mehr geben muss!
00:29:22: Und ich glaube das war ein sehr naiver Wunsch und deswegen sage ich nicht... Ich wünsche mir zu zwanziger Jährigen, dass es uns nichts mehr geben muß weil ich mittlerweile glaube dass es private Organisationen immer geben muss.
00:29:40: Dass staatliche Entwicklungshilfe diese Lücke nie füllen wird, das ist zwar traurig aber wahr.
00:29:48: ich glaube es muss Arbeit wie unsere immergeben und wenn wir uns die Fluchtperspektiven für die nächsten Jahre ansehen dann wird es noch viel mehr von uns geben müssen denn wir haben jetzt in diesem Moment bereits hundert Millionen Menschen hier auf der Flucht sind Und wir werden in fünfzehn Jahren hundertzwanzig Millionen Menschen haben, die auf der Flug sind.
00:30:09: Dann wird jeder siebzigste Mensch auf der Welt nicht mehr in seinem Heimatland überleben können aus Konfliktgründen, aus Kriegsgründen und aus Klimagründen Und wir werden also noch viel mehr Wege finden müssen, diesen Menschen zu helfen und idealerweise ihnen zu helfen bevor sie eine lebensgefährliche Flucht nach Europa auf sich nehmen mussten.
00:30:36: Deswegen wünsche ich mir zum zwanzigjährigen das bis dahin alle Menschen sich darüber bewusst sind dass Flucht unser aller Problem ist und dass wir in Deutschland einfach nur das Glück hatten, dass wir bisher in einem Land leben aus dem wir nicht fliehen müssen.
00:30:55: Das kann sich irgendwann ändern.
00:30:56: auch zu uns kann Kriegkonflikt oder eine Naturkatastrophe kommen.
00:31:02: Es ist nicht etwas was für uns verdient oder erarbeitet haben sondern wir haben einfach nur Glück dass wir hier geboren sind so wie die Menschen aus Syrien oder Afghanistan oder in Gaza einfach nur Pech hatte, dass sie dort geboren worden sind.
00:31:14: und wir sind füreinander verantwortlich Und wir sind auch dafür verantwortlich, was wir tun und was wir nicht tun.
00:31:22: Ich glaube auch dass wir irgendwann Rechenschaft darüber ablegen müssen Was wir in unserem Leben getan oder nicht getan haben und deswegen wünsche ich mir einfach das wir alle kollektiv Verantwortung dafür übernehmen Dass wir globale Probleme gemeinsam lösen müssen und jeder das dazu beitragen muss was er kann und ich glaube dass das im Moment noch nicht so ist.
00:31:43: schöner Wunsch auf jeden Fall wenn die Leute jetzt zuhören und sagen Ich finde das super, was Jacqueline da mit ihrem Team macht und ich würde die gerne unterstützen.
00:31:53: Ich möchte in diesem Sinne halt etwas tun, dass sich euch helfen.
00:31:57: Was können die Leute tun?
00:31:58: Also ich denke sie können spenden.
00:31:59: vielleicht nennst du mal ihre Homepage.
00:32:01: gibt es aber auch andere Möglichkeiten wie man helfen
00:32:03: kann?
00:32:03: also der erste Schritt ist sicher auf unserer Homepage zu schauen Das ist www.dubetter.org Und sich da zu informieren, was haben wir genau für Projekte?
00:32:15: Wo sind wir überall aktiv.
00:32:17: Was tun wir da genau?
00:32:19: Wir haben auch das GZI-Spentensiegel.
00:32:21: Das heißt, wir unterziehen und jedes Jahr freiwillig eine sehr strengen Prüfung einer sehr strecken Transparenzprüfung und bekommen dann jedes Jahr dieses Siegel, dass unsere Spendengelder auch wirklich da ankommen wo sie ankommen sollen.
00:32:36: Und dann kann man natürlich spenden, weil ohne Spendengelder würde unsere Arbeit einfach aufhören.
00:32:42: Das ist das was wir tun am Leben hält und was mittlerweile auch viele, viele tausend Menschen am Leben hat.
00:32:49: Darüber hinaus gibt es aber noch viele andere Dinge die man für uns tun kann.
00:32:54: also Werbung ist zum Beispiel etwas was für uns wahnsinnig wichtig ist.
00:32:57: Also egal ob sie in Berlin, Hamburg, Wien sonst wo leben Sie können sich Flyer von uns kostenlos bestellen und in ihrem Bekanntenkreis verteilen.
00:33:08: Sie können zum Beispiel, wenn sie in einem Verein oder in einer Firma sind dort organisieren, dass ich für einen Vortrag vorbeikommen kann, dass sich eine größere Gruppe von Menschen unsere Arbeit vorstellen kann!
00:33:19: Sie können Mitglied werden – eine Mitgliedschaft kostet bei uns elf Euro im Jahr also weniger als ein Euro im Monat Und dann kriegen sie automatisch alle unsere Informationen können jedes Jahr in der Mitgliederversammlung mitbestimmen, was unsere nächsten Aktionen und Zielländer sind.
00:33:37: Und diese elf Euro im Jahr sind dadurch, dass wir viele sind dann eine bestimmte Summe, mit der wir jedes Jahr fest rechnen können – das ist also auch sehr wichtig für uns –.
00:33:49: wenn sie im Umkreis von München leben, können die gerne bei unserem Büro vorbeischauen.
00:33:53: Wir haben immer für freiwillige viele Jobs, für die wir Hilfe brauchen.
00:33:57: Das fängt Infoständen, die wir auf allen möglichen Festen oder Konzerten haben an bis hin zum Eintüten unserer Sachen aus dem Online-Shop.
00:34:07: Also es gibt ganz, ganz viele Dinge, die man tun kann mit und ohne Geld.
00:34:11: wichtig ist nur dass man anfängt.
00:34:14: Super!
00:34:15: Schöner Aufruf.
00:34:17: Jacqueline ich frage meine Gäste eigentlich immer nach einer besonderen Begebenheit, die Ihnen im Herzen oder im Kopf bleibt, an die Sie immer denken wenn sie an die Arbeit denken, die Sie da machen?
00:34:28: Nun hast du eben schon ja eine Begebenheit erzählt, aber vielleicht hast du ja noch irgendwas was du gerne mit uns teilen möchtest.
00:34:35: Da gibt es wahnsinnig viel!
00:34:37: Also jetzt in letzter Zeit war da wir natürlich viel in Afghanistan auch gearbeitet haben und unterwegs waren ist glaube ich für mich am eindrücklichsten gewesen.
00:34:48: die Schilderungen der Frauen mit denen wir dort arbeiten, die wir versuchen wieder in einen Berufsausbild umzubringen.
00:34:56: Da ist die Geschichte, die mir ganz oft erzählt wird.
00:34:59: Dass diese jungen Frauen gerade ihr Abitur gemacht haben oder gerade in den ersten zwei Semestern ihre Studiums waren als die Taliban wieder an die Macht kamen und wie sich ihr Leben über Nacht von einem Tag auf den anderen geändert hat weil sie mitten in der Examenarbeit, die Sie seit Wochen vorbereiten mitten im Lernen auf die Abiturprüfung einfach von einem Tag auf den anderen nicht mehr zur Schule gehen soll, nicht mehr weiter studieren muss.
00:35:31: Und die Pläne, die sie oft über Jahre hatten weil sie Ärztin werden wollten und Journalistin werden wollen oder was auch immer, über Nacht einfach völlig unmöglich geworden sind.
00:35:44: Auch da ist der persönliche Bezug wieder meine Kinder mittlerweile in diesem Alter.
00:35:51: Wie schrecklich wäre das für meine Tochter, wenn man ihr von heute auf morgen sagt du kannst jetzt nicht mehr studieren.
00:35:57: Das geht nicht mehr.
00:35:58: Vergiss es!
00:36:00: Und auch da bin ich wieder völlig fassungslos über die Stärke dieser jungen Mädchen diesen siebzehn, achtzehn und zwanzig Jahre alt.
00:36:13: mit welcher Würde Sie das tragen?
00:36:16: Und wie Sie sofort versuchen, Alternativen zu finden und sich jetzt bei uns engagieren.
00:36:21: Wir haben die Möglichkeit sie in Buchhaltung als Goldschmiedinnen auszubilden im Moment.
00:36:29: Das war oft gar nicht der Berufswunsch den Sie vorher hatten!
00:36:33: Aber mit was für einer Stärke.
00:36:34: sie sagen, wenn das das ist, was ich jetzt tun kann, dann will ich das tun.
00:36:37: Weil ich will auf jeden Fall mir mein Stück Unabhängigkeit behalten.
00:36:41: Alles was möglich ist, will ich tun!
00:36:43: Und wie Sie eben nicht kommen noch ein Jahr mal und sagen, also eigentlich wollte ich jetzt Herr Ärztin werden?
00:36:49: Sondern mit welcher Flexibilität und mit welchen Stärke?
00:36:55: dass sie einfach akzeptieren, dass dieser Lebensweg jetzt geändert worden ist und wir können nichts dagegen tun, das die Taliban an der Macht sind.
00:37:02: Aber wir können was tun wie wir damit umgehen und wie wir unser Leben jetzt in diese Umstände herumbauen.
00:37:08: Und das beeindruckt mich sehr Und das ist auch etwas, was ich sehr oft mitzunehmen versuche in meine Welt.
00:37:17: Weil ich es natürlich auch gerne habe wenn Sachen so laufen wie ich sie mir überlegt habe und weil ich natürlich auch frustriert bin wenn ich da dann gegen Wände laufe was ich relativ oft tue und dann denke ich dann oft an diese Frauen und denke mir ja aber denkt daran wie viel Glück du hast Du hast immer noch deine Arbeit immer noch eine Alternative, einen anderen Weg zum selben Ziel suchen.
00:37:39: Das können diese Frauen oft nicht!
00:37:41: Also das ist etwas wo ich für mich ganz viel rausziehe und ganz viel in meinen Alltag zu integrieren versuche.
00:37:47: Das kann ich verstehen dass es ja echt unvorstellbar für uns hier in so einer Situation zu geraten wie du sie gerade eben geschildert hast.
00:37:55: Für mich seid ihr weltverbesserer mit Dubetta.
00:37:57: Du bist ne ganz besondere Weltverbessererin für mich.
00:38:00: Schön dass es dich gibt und dass du diese Idee hattest Dubetta zu gründen.
00:38:05: Was würdest du dir denn wünschen, wenn man dich fragen würde was für drei Dinge du dir wünscht dürftest um die Welt ein Stück besser zu machen?
00:38:14: Schwierig, schwierig.
00:38:16: Also da wäre für mich nach wie vor an Nummer eins das was ich gerade schon gesagt habe.
00:38:22: der erste Schritt die weltbesser zu machen ist ja dass wir alle uns in der Verantwortung sehen dazu beizutragen und nicht immer nur sagen ja die Politik müsste oder die Wirtschaft müsste die Organisationen müssten und sondern dass wir uns viel mehr fragen, was kann ich machen?
00:38:38: Das wäre auf jeden Fall Schritt Nummer eins.
00:38:41: Dann wäre Schritt Nummer zwei, das sich mir wünschen würde, dass wir bei der Wahl von Politikern nicht nur in den befändigten Ländern, sondern auch bei uns hier in Europa mehr Wert darauf legen, nicht Männer in einen Amt zu wählen, deren Haupt Antriebsfeder dann ist, dieses Amt zu behalten.
00:39:04: Sondern die sich trauen unpopuläre Entscheidungen zutreffen weil sie wissen das es das beste für das Land und den Kontinent und die Welt ist auch um den Preis dass sie dann wahrscheinlich nicht wieder gewählt werden.
00:39:18: Und das dritte wäre, dass wir uns alle von einfachen Lösungen verabschieden Dass wir Nicht denen hinterherlaufen die sagen, ich kann alles ganz leicht lösen ohne dass sich für dich etwas verändert sondern das wir alle für uns realisieren.
00:39:35: Dass wir in einem Zeitalter der Veränderung leben wie vielleicht noch nie zuvor und dass wir uns darauf gefasst machen müssen und dass keine Veränderungen in der Welt passieren kann ohne dass diese Veränderungs in unserem Leben auch widerspiegelt und dass wird dazu bereit sein ist sagen, ich möchte meine Schäbchen im Trockenen lassen aber alles andere darf sich gerne ändern.
00:39:59: Das wird nicht passieren.
00:40:01: Also diese drei Sachen würde ich mir wünschen und ich glaube dann sehe es ganz anders auf der Welt.
00:40:06: Ja finde ich auch gute Wünsche.
00:40:08: auf jeden Fall.
00:40:09: Im weltverbesserer Podcast geht's ja auch sehr viel um Nachhaltigkeit Und du hast das eben auch schon erwähnt.
00:40:13: Es ist auch ein großer Grund für viele Flüchtlinge die Klimakrise und dass sie einfach in ihrer Heimat nicht mehr gut leben können.
00:40:20: dadurch Was für eine Rolle spielt die nachhaltigkeit für
00:40:22: euch?
00:40:24: Eine große und zwar auf mehreren unterschiedlichen Ebenen, also vor allem in Afghanistan ist es tatsächlich bereits ein Fluchtgrund.
00:40:32: Also in Afghanistan betreuen wir Afghanen, die im eigenen Land nur in Flüchtlingscamps leben können.
00:40:39: Weil sie sich mittlerweile nirgendwo mehr ein Zimmer leisten können und das ist tatsächlich vermehrt.
00:40:44: auch deswegen so weil sie Farmer sind, weil sie kleine Höfe hatten mit kleinen Feldern wo sie für den Eigenbedarf angebaut haben Und sie dort durch entweder anhaltende Dürren oder anhaltender Regenschau Wettererscheinungen.
00:41:03: Diese Felder zerstört wurden sind, sie Ernte um Ernte verloren haben und deswegen mittlerweile Mittelungs geworden sind.
00:41:09: also das erleben wir in Afghanistan ganz oft.
00:41:12: Und auf der anderen Seite haben wir aber auch damit zu tun dass in allen unseren Projektländern Müllentzorgung so gut wie kein Thema ist.
00:41:21: Also ich werde nie unsere erste Reise in den Libanon vergessen, weil meine Kinder völlig schockiert darüber waren dass im Libanon die Idee der Müllentzorgung ist, das neben den Straßen sind so dreißig Zentimeter Breite und dreizig Zentimetrativ ausgehobene Gräben.
00:41:41: Und man schmeißt aus dem Autofensterhaus seinen kompletten Müll in diese Gräbe.
00:41:46: Wenn die Gräven voll sind, dann werden sie angezündet.
00:41:50: Das ist die Müll-Entzorgen im Libananon zum Beispiel!
00:41:53: Wer tatsächlich seinen Müll abgeholt und recycelt und ordentlich getrennt haben will, der muss das privat bezahlen.
00:42:03: Das kostet... Wir haben uns darüber mal informiert, dass würde für eine libanesische Familie um die hundertzwanzig Dollar im Monat kosten also völlig unerschwinglich!
00:42:14: Das heißt wir haben mit diesen beiden Faktoren zu tun einmal sehen wie die Klimakrise Flucht verursacht und einmal sehen wir das gerade in diesen Ländern aber In keister Weise ans Klima gedacht wird und sich niemand leisten kann, die Umwelt zu schützen.
00:42:32: Das ist auf beiden Seiten für uns natürlich schwierig.
00:42:35: Wir versuchen einerseits den geflüchteten, den klimaflüchenden ebenso zu helfen wie allen anderen Und auf der anderen Seite versuchen wir in den Camps mit gutem Beispiel voranzugehen und dort unseren Müll richtig zu trennen und zu entsorgen, wo das sehr teuer ist.
00:42:51: Und wir versuchen gleichzeitig aber auch durch abseiklingen Projekte in unserem faun Workshop so viel wie möglich, das Müll wiederzuverwerfen und daraus Taschen zu machen zum Beispiel die wir hier dann im online Shop verkaufen usw.
00:43:05: Aber Nachhaltigkeit spielt eine große Rolle und es spielt vor allem eine große Noch kein Bewusstsein dafür da ist, wie wichtig das ist.
00:43:16: Und wenn ein Bewusstsein dafür da isst, dann ist kein Geld dafür?
00:43:18: Ja!
00:43:19: Schön, dass du das auch noch mal erzählt hast.
00:43:21: Das ist ein spannender Einblick, den man sonst hier in seinem europäischen Alltag überhaupt nicht bekommt.
00:43:28: Danke schön!
00:43:29: Zum Abschluss kommt immer die traditionelle Frage nach einem Buchtipp.
00:43:32: Ich habe einen tollen Buchsponsor Bukloka und nicht nur deswegen sondern auch weil ich eine unglaubliche Lese-Ratte bin freue ich mich über Buchtips.
00:43:40: Liebe Jacqueline Hast Du in letzter Zeit was zu lesen?
00:43:42: Und einen schönen Tipp für uns.
00:43:54: Also wir haben natürlich selber Bücher, die ich sehr gerne den Menschen auch an die Hand geben möchte.
00:44:02: Wir haben zum Beispiel ein Inviktor-Buch.
00:44:06: Invikta heißt unser Frauenprojekt und ich habe in Invikda Buch Interviews mit ganz vielen verschiedenen Frauen geführt, gerade mit diesen Frauen über die wir schon gesprochen haben.
00:44:17: Die ich eben so bewundere weil sie so stark und würde voll ihr Schicksal tragen und weil sie ja mit so viel Mut trotzdem durch ihr Leben gehen und das würde mich natürlich sehr freuen wenn die Stimmen dieser Frauen gehört werden würden.
00:44:35: Und abgesehen davon habe ich vor ein paar Monaten einen Buch gelesen.
00:44:39: Das finde ich auch ganz gut in das Thema Pass, über das wir gerade gesprochen haben und zwar ist es Calparability von Blues Homesinger.
00:44:48: Und das hat mir deswegen so gut gefallen weil in diesem Buch passiert einer Familie ein großes Unglück.
00:44:55: Die Familie ist auf den Weg in den Urlaub und hat einen Autounfall Und es ist eine Familie mit mehreren Kindern, der älteste Sohn fährt den Wagen.
00:45:05: Ist aber selbst erst gerade achtzehn geworden und sollte eigentlich noch mit einem Erwachsenen daneben fahren.
00:45:11: Der Erwachsene, der danebensitzt, ist der Vater.
00:45:13: Der ist aber am Laptop und arbeitet.
00:45:15: Die Mutter und die anderen Kinder sitzen hinten und lenken dem Fahrenden Jungen auch so ein bisschen ab durch ihre Gespräche.
00:45:21: und dann geschieht dieser Unfall!
00:45:23: Und das ganze Buch über... Versucht man zu klären, wer die Schuld hat an diesem Unfall.
00:45:29: Der Junge der gefahren ist, der Vater, der gearbeitet hat, anstatt auf den Verkehr zu achten?
00:45:34: Das Auto hatte bereits eine KI.
00:45:37: Die KI hätte eigentlich vor dem Aufprall eingreifen und ausweichen müssen.
00:45:44: Hat sie aber nicht getan weil offensichtlich die KI einen Fehler hatte Und so versucht jeder in dieser Familie mit seinem Stück Verantwortung zurechtzukommen.
00:45:55: Das ist etwas, das mir deswegen so gut gefällt.
00:45:59: Weil natürlich auch gleichzeitig jeder versucht jemand anderem die Schuld zu geben.
00:46:05: Ja ich habe zwar diesen Fehler gemacht aber der Vater hätte aufpassen müssen und ich hab zwar diesem Fehler gemacht Aber die KI hätte eingreifen müssen Und ich glaube dass es etwas ist was wir in unserer Gesellschaft ständig tun.
00:46:16: Bei Dingen
00:46:17: von denen wir wissen, dass wir sie falsch gemacht haben versuchen wir jemand anderem die Verantwortung dafür zu geben und ganz besonders gut gelingt das natürlich den rechten Bewegungen in unserem Land.
00:46:28: Die ja die Schuld an allem den Migranten geben.
00:46:31: aber ich glaube dass wir das im Kleinen in unseren persönlichen Leben auch oft tun und deswegen hat mir dieses Buch unglaublich gefallen, weil Schuld und Verantwortung von so vielen unterschiedlichen Gesichtspunkten beleuchtet wird.
00:46:44: Und dabei trotzdem so unterhaltsam und spannend bleibt – das Calpability wäre mein Lesete.
00:46:52: Super, wunderschöner Buchtipp.
00:46:54: Ich danke dir ganz herzlich!
00:46:55: Liebe Jacqueline vielen Dank für dieses Gespräch und vor allem für deinen Mut nicht wegzuschauen sondern zu handeln.
00:47:01: Und deswegen auch mein Aufruf an euch alle bleibt neugierig engagiert euch für die Themen die euch wichtig sind und helft mit die Welt jeden Tag ein kleines Stückchen besser zu machen.
00:47:10: ich sage erst mal tschüss auf bald liebe Jacqueline und
00:47:13: bitte
00:47:13: bleibst so wie du bist.
00:47:14: Danke, tschüß!
00:47:16: Und euch vielen dank fürs Zuhören.
00:47:18: Wie immer findet ihr natürlich alle Informationen und Links zu diesem Projekt in den Show-Notes.
00:47:25: Hat es euch gefallen?
00:47:26: Fühlt ihr euch inspiriert, bewegt?
00:47:28: Habt ihr Verbesserungsvorschläge für mich?
00:47:31: Dann schreibt mir gerne.
00:47:32: auch die E-Mailadresse findet ihr in den shownotes.
00:47:36: Abonniert doch den Weltverbesserer Podcast!
00:47:38: Dann verpasst
00:47:38: ihr keine Episode
00:47:40: mehr.
00:47:41: Teilt, liked und kommentiert diese Folge des Weltverbessere Podcasts – ich würde mich sehr freuen.
00:47:47: Vielen Dank
00:47:47: dafür Und bis bald, eure Bilder.
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